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Nachrichten

Mittwoch, 2. August 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

JERUSALEM: Drei Wochen nach Beginn seiner Offensive ist das israelische Militär tief in den Libanon eingedrungen. In einer Kommandoaktion nahmen Soldaten in einer Klinik der Hisbollah in Baalbek mehrere Hisbollah-Aktivisten gefangen und brachten sie nach Israel. Nach Angaben der Armee kehrten die beteiligten Soldaten mit Hubschraubern wohlbehalten zurück. Baalbek liegt etwa 120 Kilometer nördlich der Grenze zu Israel und gilt als Hochburg der Hisbollah. Die libanesische Polizei berichtete von Gefechten südlich von Baalbek. Bei israelischen Luftangriffen in dieser Region seien mindestens elf Zivilisten getötet worden. Bei der südlibanesischen Stadt Sidon schossen israelische Kampfflugzeuge Raketen auf einen libanesischen Armee-Stützpunkt ab und töteten drei Soldaten.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat aufgerufen, ihre Differenzen im Nahost-Konflikt beizulegen. Für Donnerstag setzte er nach UN-Angaben ein neues Treffen der Länder an, die möglicherweise Truppen zu einer internationalen Friedenstruppe im Südlibanon beisteuern. Annan betonte bei einem Gespräch mit den Botschaftern der fünf Veto-Mächte die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit. Ein französischer Resolutionsentwurf sieht vor, dass die Truppe erst nach einem Waffenstillstand stationiert werden soll. Außerdem sollen sich Israel und Libanon zuvor prinzipiell auf die Bedingungen einer permanenten Waffenruhe einigen.

TEHERAN: Der frühere Außenminister Joschka Fischer hat sich dafür ausgesprochen, Kontakte zum Iran für die Lösung des Nahost-Konflikts zu nutzen. In einem ZDF-Interview sagte Fischer, der Iran mache kein Geheimnis daraus, dass er engste Beziehungen zur Hisbollah sowie starke eigene Interessen in der Region habe. Fischer hält sich als Bundestagsabgeordneter in Teheran auf, wo er am Dienstag einen Vortrag hielt.

BAGDAD: Einen Tag nach der schweren Anschlagsserie im Irak haben Unbekannte in Bagdad ein neues Attentat verübt. Nach Angaben der Polizei wurden drei Arbeiter getötet, als eine Bombe im Zentrum der Hauptstadt hochging. Neun Menschen wurden verletzt. Am Dienstag hatte es bei etlichen Anschlägen landesweit mindestens 68 Todesopfer gegeben. Derzeit verlegt die US-Armee mindestens 3.700 Soldaten aus der nordirakischen Stadt Mossul nach Bagdad, um dort die Gewalt einzudämmen.

WASHINGTON: Die USA halten auch nach dem einstweiligen Wechsel an der Führungspitze Kubas an ihrer Politik gegenüber dem kommunistischen Inselstaat fest. Die Tatsache, dass ein Autokrat die Macht an seinen Bruder weiterreiche, bedeute nicht das Ende der Autokratie, sagte der Sprecher des US-Präsidialamts, Tony Snow. Wegen eines komplizierten medizinischen Eingriffs hatte der kubanische Staats- und Parteichef Fidel Castro die Amtsgeschäfte vorübergehend an seinen jüngeren Bruder Raul übergeben.

BANGKOK: Der muslimisch dominierte Süden Thailands ist von einerAnschlagsserie erschüttert worden. Bei den fast 100 Bomben- und Brandanschlägen wurden nach Angaben der Behörden mindestens drei Polizisten getötet. Vier Menschen erlitten Verletzungen. Durch die Explosion einer Bombe auf einer wichtigen Brücke in der Südprovinz Songkhla blieben tausende Reisende in Staus stecken. Die Provinz liegt etwa tausend Kilometer südlich der Hautpstadt Bangkok. Die Anschläge richteten sich vor allem gegen Häuser von Politikern und Polizisten sowie gegen Bars und einen Bahnhof. Es war die schwerste Anschlagsserie seit mehr als einem Monat im Süden Thailands.

RABAT: Mindestens 28 afrikanische Flüchtlinge sind bei dem Versuch ertrunken, von Westafrika auf die Kanarischen Inseln zu gelangen. Nach einer Meldung der marokkanischen Nachrichtenagentur Map wurden ihre Leichen an der Küste der Westsahara entdeckt. Zwei Boote der Afrikaner seien anscheinend gekentert. An Land hätten sich 49 weitere Flüchtlinge versteckt, sie seien festgenommen worden. Zuletzt hat die Zahl der afrikanischen Migranten stark zugenommen, die versuchen, die spanische Inselgruppe der Kanaren zu erreichen.

BERLIN: Die Stasi-Unterlagenbehörde hat mit der Herausgabe von ersten Stasi-Papieren über Bundestagsabgeordnete aus der Zeit von 1969 bis 1972 begonnen. Nach Angaben einer Sprecherin der Behörde betreffen sie 16 Parlamentarier. Sie standen als so genannte Inoffizielle Mitarbeiter in der Rosenholz-Datei der DDR-Staatssicherheit zur Auslandsspionage. Die Unterlagen gehen an Medien und Wissenschaftler, die entsprechende Anträge gestellt hatten. - Die Rosenholz-Datei war nach dem Fall der Mauer auf ungeklärte Weise in die Hände des amerikanischen Geheimdienstes CIA gelangt. Im Jahr 2000 wurde sie wieder an Deutschland zurückgegeben.

NEW YORK: Erstmals in der Geschichte der Stadt hat New York wegen einer Hitzewelle den Notstand ausgerufen. Die hohen Temperaturen seien ernsthaft lebensgefährlich, sagte Bürgermeister Michael Bloomberg. Sein Amt rief alle Einwohner zum Stromsparen auf. Die Stadt richtete 338 klimatisierte Zentren für alte Menschen ein. Die Wetterdienste haben Temperaturen um die 38 Grad vorhergesagt.

POTSDAM: Bei einer Verfolgsjagd der Polizei sind in Brandenburg sechs Mitglieder einer Schleuserbande ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden schwer verletzt. Unter den Toten seien ein Tscheche und ein Vietnamese, teilte die Polizei mit. Die Schleuser waren bei einer Kontrolle der Polizei geflüchtet. Ihr Fahrzeug kam bei hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab und prallte gegen mehrere Bäume.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselhaft, im Nordwesten örtlich kräftige Schauer oder Gewitter. Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 02.08.2006
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