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Nachrichten

Mittwoch, 19. November 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

US-Autobauer bitten Kongress um Milliarden-Hilfen:

WASHINGTON: Die angeschlagenen amerikanischen Autokonzerne General Motors, Ford und Chrysler haben den US-Kongress nachdrücklich um neue milliardenschwere Staatshilfen gebeten. Eine Rettung der Unternehmen sei nötig, um die US-Wirtschaft vor einem 'katastrophalen Kollaps' zu bewahren, erklärten die Konzernchefs Rick Wagoner, Alan Mulally und Robert Nardelli. Ohne Unterstützung könnten fast drei Millionen Menschen ihren Job verlieren, betonten die Spitzenmanager. Der amtierende Finanzminister Henry Paulson wies Forderungen der US-Demokraten zurück, einen Teil des 700-Milliarden-Dollar- Hilfspakets für die Finanzbranche an die Autokonzerne abzuzweigen. Die Republikaner plädieren stattdessen dafür, dass die Konzerne frei über ein bereits bewilligtes Kreditpaket von 25 Milliarden Dollar verfügen können, das eigentlich für die Entwicklung sparsamerer Autos gedacht war.

Opel will Produktion um zehn Prozent kürzen:

FRANKFURT AM MAIN: Der angeschlagene Autobauer Opel will weniger Autos bauen und erwägt eine Produktionssenkung um rund zehn Prozent. Das kündigte Opel-Geschäftsführer Hans Demant in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' an. Zudem werde auch über die Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden in allen europäischen Werken mit Ausnahme von Rüsselsheim nachgedacht. Für den Fall einer Insolvenz des Mutterkonzerns General Motors hat Opel um eine staatliche Bürgschaft gebeten, die sich nach Angaben des Europa-Chefs von General Motors, Carl-Peter Forster, auf etwas mehr als eine Milliarde Euro belaufen soll. Die Bundesregierung will bis Weihnachten über die Gewährung einer Bürgschaft entscheiden.

Hessischer Landtag will seine Auflösung beschließen:

WIESBADEN: Der hessische Landtag will sich an diesem Mittwoch auflösen und so den Weg für Neuwahlen im Januar frei machen. Alle fünf Fraktionen haben erklärt, sie würden der Auflösung zustimmen. Hessens SPD-Chefin Andrea Ypsilanti war zwei Mal mit dem Versuch gescheitert, eine von den Linken tolerierte rot-grüne Minderheitsregierung zu bilden. Ministerpräsident Roland Koch (CDU) bleibt bis zur Neuwahl geschäftsführend im Amt.

Außenminister Steinmeier reist nach Indien:

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist zu einem dreitägigen Besuch nach Indien aufgebrochen. Auf dem Programm stehen unter anderem Treffen mit Premierminister Manmohan Singh und Außenminister Pranab Mukherjee in der Hauptstadt Neu Delhi. Bei den Gesprächen soll es insbesondere um die künftige Rolle Indiens bei der Stabilisierung der Weltkonjunktur und der Lösung globaler Herausforderungen wie dem Klimaschutz gehen.

Ban fordert Ende israelischer Gaza-Blockade:

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat an Israel appelliert, die Grenzübergänge zum Gazastreifen für Hilfslieferungen zu öffnen. In einem Telefonat mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert äußerte sich Ban besorgt über die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak verwies auf andauernde Raketenangriffe aus dem Gazastreifen und ordnete an, die Grenzübergänge weiter geschlossen zu halten. Im Gazastreifen leben rund 1,5 Millionen Menschen; die Hälfte von ihnen ist auf Hilfslieferungen der Vereinten Nationen angewiesen.

Obama verspricht führende Rolle beim Klimaschutz:

WASHINGTON: Der designierte US-Präsident Barack Obama hat eine führende Rolle seiner Regierung im Kampf gegen den Klimawandel angekündigt. Er stellte ein System zum Emissionshandel in Aussicht, das den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase bis zum Jahr 2020 auf das Niveau von 1990 verringern soll. Zudem sollten nach Obamas Ansicht jährlich 15 Milliarden Dollar investiert werden, um Solar- und Windenergie-Projekte sowie die Entwicklung neuer Biokraftstoffe voranzutreiben. Allerdings wolle er weiterhin auch auf Atomenergie zurückgreifen, erklärte der künftige amerikanische Präsident.

Kongo: Tutsi-Rebellen ziehen sich zurück:

KINSHASA: Die Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben ihren Rückzug eingeleitet, um eine Friedensinitiative der Vereinten Nationen zu unterstützen. Das bestätigte die UN-Mission in dem zentralafrikanischen Land. In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu heftigen Kämpfen zwischen Tutsi-Rebellen und Regierungstruppen gekommen. Hunderttausende Menschen sind in der Region auf der Flucht. Die Vereinten Nationen drängten auf eine möglichst rasche Verstärkung der UN-Friedenstruppe im Kongo. Frankreich hat vorgeschlagen, die Truppe um gut 3.000 auf rund 20.000 Mann aufzustocken.

Piraten fordern Lösegeld für gekaperten Supertanker:

DUBAI: Nach der spektakulären Kaperung eines saudischen Supertankers vor der ostafrikanischen Küste haben die Piraten ein Lösegeld verlangt. Zur genauen Höhe ihrer Forderung machten die somalischen Seeräuber im Fernsehsender Al-Dschasira allerdings keine Angaben. Der Tanker und seine Rohöl-Ladung haben einen geschätzten Wert von 200 Millionen Euro. Die 'Sirius Star' ist das größte Schiff, das jemals gekapert wurde. - Unterdessen brachten Piraten im Indischen Ozean weitere Schiffe in ihre Gewalt. Es handelt es sich um einen griechischen Frachter und einen Trawler aus Thailand. Der indischen Marine gelang es, einen Piratenangriff im Golf von Aden abzuwehren.

Das Wetter in Deutschland: Wolkig mit Schauern:

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkenreich. Im Norden Schauer, nach Süden hin Auflockerungen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen vier und elf Grad.


Am Morgen meldeten bei überwiegend bewölktem Himmel:


Hamburg: 6 Grad, leichter Regen;


Berlin und Frankfurt am Main: 6 Grad,


Dresden und München: 5 Grad, Nieselregen und


Köln/Bonn: 8 Grad.

Audio und Video zum Thema