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Nachrichten

Mittwoch, 19. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Unter dem Druck militärischer Gewalt haben die Anführer der oppositionellen Rothemden in der thailändischen Hauptstadt aufgegeben. Sie wurden in Polizeigewahrsam genommen und forderten ihre Anhänger auf, die Protestaktionen zu beenden. Damit sollten weitere Todesopfer vermieden werden. Ungeachtet dieser Appelle wurden in der Börse und in einem Einkaufszentrum Brände gelegt. Demonstranten griffen eine TV-Station an. Im Nordosten des Landes wurden in mehreren Orten Verwaltungsgebäude attackiert. Zwei Monate lang hatten die Rothemden den Sicherheitskräften in Bangkok erbitterten Widerstand geleistet, um einen Rücktritt der Regierung und Neuwahlen zu erzwingen. Beim Sturm der Soldaten auf die Barrikaden waren mindestens vier Demonstranten getötet worden. Auch ein italienischer Journalist erlag seinen Schussverletzungen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einer Regierungserklärung zum Euro-Rettungspaket für eine schärfere Marktregulierung ausgesprochen. Dabei schließt Merkel auch einen Alleingang Deutschlands nicht aus, wie sie im Bundestag betonte. Ein Beispiel dafür sei das seit diesem Mittwoch geltende, unbefristete Verbot von Leerverkäufen. Es hindert Investoren daran, auf fallende Kurse von Aktien zu wetten. Die CDU-Chefin sprach sich ferner grundsätzlich für eine Besteuerung der Finanzmärkte aus. Sie ließ aber offen, ob das Modell der Finanzaktivitätssteuer oder der weitergehenden Finanztransaktionssteuer eingesetzt werden soll. - In der anschließenden Debatte warf SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier Merkel erneut vor, zu zögerlich auf die Krise reagiert zu haben. Eine Zustimmung der Sozialdemokraten zu dem Rettungspaket machte Steinmeier davon abhängig, dass auch die Finanzbranche an den Krisenkosten beteiligt wird.

KABUL: Bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban auf den amerikanischen Luftwaffenstützpunkt Bagram nahe der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens zehn Rebellen getötet worden. Sieben US-Soldaten seien durch den Beschuss mit Raketen und Panzerfäusten verletzt worden, teilte eine Militärsprecherin mit.

NEW YORK: Im Atomstreit mit dem Iran haben die USA dem Weltsicherheitsrat einen Resolutionsentwurf für härtere Sanktionen gegen Teheran vorgelegt. Zuvor hatte Washington die Zustimmung Chinas, Russlands und der anderen Veto-Mächte sowie Deutschlands für eine Verschärfung der Strafmaßnahmen erhalten. Die amerikanische UN-Botschafterin Rice sagte, der Entwurf verstärke den Druck auf den Iran. Er sehe ein strengeres Importverbot für konventionelle Waffen, schärfere Frachtgutkontrollen und das Einfrieren von Guthaben der Revolutionsgarde vor.

TOKIO: Toyota muss erneut eine Rückrufaktion starten: Wegen eines Problems bei der Lenkung werden weltweit 11.500 Fahrzeuge der Luxusmarke Lexus in die Werkstätten zurückgerufen, wie der japanische Autohersteller in Tokio mitteilte. Wegen technischer Probleme hatte Toyota seit Ende 2009 bereits etwa acht Millionen Fahrzeuge zurückbeordert.

SCHANGHAI: Bundespräsident Köhler hat bei der Weltausstellung in Schanghai für eine kooperative Weltpolitik zur Begrenzung von Klimawandel und Armut aufgerufen. Die Menschheit brauche dazu einen Austausch der Ideen wie derzeit bei der Expo in China, sagte der Bundespräsident. Er nahm am Deutschland-Tag der Weltschau teil, zu der auch viel Prominenz aus Wirtschaft und Sport in die ostchinesische Hafenmetropole gereist ist. Der Auftritt der Bundesrepublik auf der Expo hat rund 50 Millionen Euro gekostet. Der deutsche Pavillon ist eine der Hauptattraktionen der Ausstellung.

MANNHEIM: TV-Wettermoderator Jörg Kachelmann droht ein Prozess wegen Vergewaltigung seiner früheren Lebensgefährtin. Die Staatsanwaltschaft Mannheim erhob Anklage gegen den 51-jährigen Schweizer wegen Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall und gefährlicher Körperverletzung. Kachelmann bestreitet die Vorwürfe. Er sitzt seit Mitte März in Mannheim in Untersuchungshaft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Häufig ergiebiger Regen, zwischen Eifel und Nordsee aufgelockert und kaum Niederschlag. Am Morgen hatten gemeldet: Hamburg: 9 Grad, leichter Regen; Berlin: 10 Grad, nach Regen; Dresden: 7 Grad, etwas Regen; Köln/Bonn: 8 Grad, bedeckt; Frankfurt am Main: 9 Grad, stark bewölkt und München: 9 Grad, leicht bewölkt.

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