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Nachrichten

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SEOUL: In Südkorea hat der Oppositionspolitiker und Kandidat der konservativen Großen Nationalpartei, Lee Myung Bak, nach ersten Prognosen die Präsidentenwahl klar gewonnen. Der frühere Unternehmer und Bürgermeister von Seoul kann nach einer Nachwahlbefragung zweier südkoreanischer Fernsehsender mit rund 50 Prozent der Stimmen rechnen. Weit dahinter liegt demnach der Kandidat der regierungsnahen Vereinigten Neuen Demokratischen Partei, Chung Dong Young. Mit dem Sieg des Favoriten Lee würden die Weichen für einen Machtwechsel nach zehn Jahren Regierung unter liberalen Präsidenten gestellt. Amtsinhaber Roh Moo Hyun konnte nach fünfjähriger Amtszeit nicht mehr kandidieren. Lee war zuletzt wegen seiner Verwicklung in einen Finanzskandal in Bedrängnis geraten.

ISLAMABAD: Bei einem Zugunglück im Süden Pakistans sind mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Ein Sprecher der Rettungskräfte sprach von mindestens 120 Verletzten. Bei der Bergung der zum Teil in den Trümmern eingeklemmten Menschen wurde schweres Gerät eingesetzt. Der Schnellzug mit rund 700 Passagieren war auf der Strecke von Karachi nach Lahore entgleist. Dabei sprangen die meisten der 16 Waggons aus den Schienen und verkeilten sich. Die Unglücksursache ist noch unklar.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das UN-Mandat für den Einsatz der multinationalen Truppen im Irak um ein weiteres Jahr bis Ende 2008 verlängert. Nach dem Willen der irakischen Regierung soll das Mandat danach auslaufen. Die US-geführten Koalitionstruppen im Irak verfügen seit Juni 2004 über ein Mandat der Vereinten Nationen. Trotz des internationalen Zerwürfnisses über den Irak-Krieg stellte der Weltsicherheitsrat damals nach langem Ringen einstimmig fest, dass die multinationale Truppe auf Bitten der damaligen Übergangsregierung im Irak bleiben solle.

BRÜSSEL: Belgien wird in den nächsten drei Monaten von einer Übergangsregierung aus zwei flämischen und drei wallonischen Parteien regiert. Als Ministerpräsident soll der bisherige Regierungschef Guy Verhofstadt am Freitag vereidigt werden, wie nach einer langen Verhandlungsnacht mitgeteilt wurde. Seit der Parlamentswahl am 10. Juni war Belgien ohne Regierung, weil es zwischen den niederländisch sprechenden Flamen und den französischsprachigen Wallonen zu einer Blockade wegen der Forderung nach regionaler Autonomie kam. Die Übergangsregierung soll nun bis Ende März die dringendsten Aufgaben erledigen, die in den letzten sechs Monaten seit der Parlamentswahl liegen geblieben sind.

BERLIN: Das Bundeskabinett will bei seiner letzten Sitzung in diesem Jahr das Ratifizierungsgesetz für den EU-Reformvertrag von Lissabon auf den Weg bringen. Bis Mai 2008 soll das Gesetz dann Bundestag und Bundesrat passieren. Ein weiteres Thema im Kabinett ist die geplante Verschärfung des Jugendrechts. Der von Familienministerin Ursula von der Leyen überarbeitete Gesetzentwurf enthält nicht mehr die umstrittenen, so genannten 'Testkäufe' von Jugendlichen, um verbotenen Handel mit Alkohol, Zigaretten oder Gewaltvideos zu unterbinden. Den ersten Entwurf hatte von der Leyen im Oktober nach heftiger Kritik zurückgezogen.

LUXEMBURG: Die Verhandlungen über die künftige Finanzierung des Postdienstleisters PIN Group sind vorerst gescheitert. Der PIN-Hauptgesellschafter Axel Springer teilte mit, bei der Verwaltungsratssitzung am Mittwoch sei deutlich geworden, dass es kein gemeinsames tragfähiges Finanzierungskonzept für die Fortführung des Geschäfts gebe. Am Dienstagabend hatte der Minderheitsaktionär der PIN Group AG, Günter Thiel, einen neuen Rettungsversuch gestartet und ein verbessertes Angebot für die Übernahme des Mehrheitsanteils von gut 63 Prozent vom Verlagshaus Springer vorgelegt.

BRÜSSEL: Die EU-Staaten haben sich auf die Fischfangquoten für 2008 geeinigt. Den neuen Regelungen zufolge können im kommenden Jahr mehr Fische gefangen werden, als es der ursprüngliche Vorschlag der EU-Kommission vorsah. In der Nordsee wurde die Fangmenge für Kabeljau um etwas mehr als elf Prozent erhöht. Die Fangquote für Heringe wurde hingegen um 41 Prozent verringert, damit die Bestände sich erholen können. Zum Ausgleich wurde aber die Fangmenge von Makrelen heraufgesetzt. Umweltschutzorganisationen hatten zu Beginn der Ministerrunde heftig gegen die Fischereipolitik protestiert.

BUENOS AIRES: Der ehemalige argentinische Armeechef Cristino Nicolaides ist wegen Verbrechen während der Militärdiktatur zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde der Beteiligung an der Verschleppung und Folter von Mitgliedern der Guerillaorganisation Montoneros unter der Herrschaft der Armee von 1976 bis 1983 für schuldig befunden. Nicolaides ist der erste ranghohe Militär, der seit der Aufhebung der Amnestie 2003 verurteilt wurde.

JOHANNESBURG: In Südafrika hat der regierende Afrikanische Nationalkongress -ANC- den umstrittenen Politiker Jacob Zuma zum neuen Vorsitzenden gewählt. Der 65-Jährige, der in zahlreiche Affären verwickelt ist, setzte sich in einer Kampfabstimmung gegen Amtsinhaber und Präsident Thabo Mbeki durch. Die Wahl des neuen ANC-Chefs gilt als wichtige Vorentscheidung für die Präsidentschaftswahl 2009.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten, im Donautal sowie am Bodensee noch länger trüb mit Nebel oder Hochnebel. Sonst verbreitet sonnig und trocken. Tagestemperaturen zwischen minus vier und plus fünf Grad.

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