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Nachrichten

Mittwoch, 19. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Auch am Vortag der Wahlen in Afghanistan ist es in der Hauptstadt wieder zu blutigen Auseinandersetzungen gekommen. Bei einer Schießerei mit der Polizei wurden drei mutmaßliche Taliban-Extremisten erschossen, die sich in einer Bank verschanzt hatten. Angesichts der Sicherheitslage rief die Regierung die Medien auf, am Tag der Abstimmung nicht über Gewalttaten zu berichten. Damit solle verhindert werden, dass Wähler aus Furcht vor Anschlägen nicht zur Stimmabgabe gingen, hieß es. In New York appellierte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an die Bevölkerung Afghanistans, sich an der Wahl zu beteiligen. Dadurch würde die Demokratie im Lande gestärkt, heißt es in einer Erklärung Bans.

BERLIN/BUDAPEST: EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat zum 20. Jahrestag der kurzzeitigen Öffnung des Eisernen Vorhangs den Mut der Teilnehmer des sogenannten "Paneuropäischen Picknicks" an der österreichisch-ungarischen Grenze gewürdigt. Das friedliche Picknick im ungarischen Sopron habe hunderte Europäer von beiden Seiten des Eisernen Vorhangs zusammengebracht und zu dessen endgültigem Fall beigetragen, sagte Barroso. Mehr als 700 Ostdeutsche in Ungarn hatten das grenzüberschreitende Picknick am 19. August 1989 spontan zur Flucht in den Westen genutzt. Das Ereignis gilt als einer der wichtigsten Auslöser für die massenhafte Ausreise von DDR-Bürgern. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist an diesem Mittwoch nach Sopron, um an den Feierlichkeiten zum Gedenken an dieses zentrale Ereignis des Wendejahres 1989 teilzunehmen.

BERLIN: In Deutschland sollen vom Herbst an bis zu 35 Millionen Bürger gegen die sogenannte Schweinegrippe geimpft werden. Das Kabinett verständigte sich auf die rechtlichen Grundlagen für die bevorstehende Massenimpf-Aktion. Grundsätzlich erhalten alle gesetzlich Krankenversicherten einen Anspruch auf eine kostenlose Impfung. Vorrangig versorgt werden sollen aber zunächst Risikogruppen wie chronisch Kranke und Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Der Impfstoff steht noch nicht bereit, er ist noch in der Testphase.

BERLIN: Der Bundestags-Untersuchungsausschuss zum Milliardendebakel bei der Hypo Real Estate -HRE- hat seine Arbeit mit der Befragung von Spitzenbeamten fortgesetzt, die in die Rettungsaktion eingebunden waren. Kanzlerberater Jens Weidmann betonte, für die Bundesregierung sei die Beinahepleite des Immobilienfinanzierers nicht absehbar gewesen. Bis zum Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 habe es keine Hinweise auf eine existenzbedrohende Schieflage bei deutschen Privatbanken gegeben. Als nächster Zeuge wird Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen vernommen, der während der HRE-Rettung durch den Bund als Chefunterhändler für Finanzminister Peer Steinbrück agierte. Die Opposition wirft Asmussen eine Verletzung seiner Sorgfaltspflichten vor.

HAMBURG: Der Bund und die beteiligten Länder fordern von den Opel-Interessenten einem Zeitungsbericht zufolge mehr Eigenkapital für einen Einstieg bei dem deutschen Autobauer. Bedingung für eine staatliche Absicherung des Geschäfts mit dem österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna oder dem belgischen Finanzinvestor RHJ International sei eine Eigenkapitalquote von zehn Prozent gemessen an den beantragten Bürgschaften, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Verhandlungskreise. Nach den bisher vorliegenden Angeboten erfüllten weder Magna noch RHJ diese Vorgabe. Bisher habe die amerikanische Konzernmutter General Motors die Verhandlungen mit den Bietern geführt, die Eigenkapitalausstattung sei dabei nachrangig gewesen.

DETROIT: Angesichts wieder steigender Absatzzahlen hat der US-Autobauer General Motors GM die Ausweitung der Produktion angekündigt. Im dritten und vierten Quartal sollen 60.000 zusätzliche, vor allem spritsparende Fahrzeuge gefertigt werden, wie das Unternehmen in Detroit mitteilte. Außerdem sollen mehr als 1.300 in der Vergangenheit entlassene Arbeitnehmer wieder eingestellt werden. Der einst weltgrößte Autobauer hatte erst Anfang Juli das Insovenzverfahren verlassen.

WASHINGTON: Die Präsidenten der USA und Ägyptens, Barack Obama und Hosni Mubarak, sind zuversichtlich, dass es in naher Zukunft einen neuen Anlauf für Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern geben wird. Nach einem Treffen der beiden Staatschefs in Washington verwies Obama auf die Ankündigung der israelischen Regierung, auf absehbare Zeit keine neuen Siedlungsprojekte im Westjordanland zu genehmigen. Der US-Präsident dankte zugleich Mubarak für dessen Vermittlungsbemühungen im Nahen Osten. Ein Sprecher Mubaraks teilte mit, Obama wolle im September einen neuen Friedensplan vorlegen. - Es ist der erste Washington-Besuch des 81-jährigen ägyptischen Präsidenten seit fünf Jahren.

TEGUCIGALPA: Die Übergangsregierung in Honduras hat die diplomatischen Beziehungen zu Argentinien abgebrochen. Dem Botschaftspersonal wurde eine Frist von drei Tagen gesetzt, um das Land zu verlassen. Das Außenministerium reagierte damit nach eigenen Angaben auf die Weigerung der argentinischen Regierung, mit der Botschafterin des honduranischen Interims-Präsidenten Roberto Micheletti zusammenzuarbeiten. Argentiniens Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner hatte die neue Diplomatin bereits in der vergangenen Woche des Landes verwiesen. Sie erkennt nur den am 28. Juni entmachteten honduranischen Präsidenten Manuel Zelaya als rechtmäßigen Staatschef des mittelamerikanischen Landes an.

SEOUL: Südkorea hat den mit Spannung erwarteten Start seiner ersten eigenen Trägerrakete in letzter Minute abgebrochen. Kurz vor dem Abheben vom neuen Weltraumzentrum auf einer Insel vor der Südküste des Landes sei der Vorgang gestoppt worden, meldet die Nachrichtenagentur Yonhap. Die Rakete sollte einen Satelliten zu wissenschaftlichen Zwecken ins All bringen. Bislang hatte das Land seine Satelliten mit Trägerraketen ausländischer Herkunft befördert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viel Sonnenschein und überall trocken. Dabei wird es sehr warm mit Höchstwerten zwischen 28 und 34 Grad. Nordöstlich der Elbe bleibt es etwas kühler.

Am Morgen meldeten bei fast wolkenlosem Himmel:

Hamburg und Dresden: 17 Grad;
Berlin: 18 Grad;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 19 Grad und
München: 21 Grad.

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