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Nachrichten

Mittwoch, 19. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch.

MOSKAU: Diplomaten der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und Deutschlands haben sich noch nicht auf eine gemeinsame Linie im Konflikt um das iranische Atomprogramm einigen können. Bei einem Treffen in Moskau hätten sich Russland und China gegen die US-Forderung nach Sanktionen gegen den Iran gestellt, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Washington. Nach Informationen des US-Senders CNN werden die Gespräche an diesem Mittwoch fortgesetzt. - Der UN-Sicherheitsrat hatte dem Iran Ende März eine Frist bis zum 28. April gesetzt, die Anreicherung von Uran einzustellen. Die Regierung in Teheran lehnt dies bislang ab.

FRANKFURT AM MAIN: Die Tarifverhandlungen in der deutschen Metall- und Elektroindustrie werden an diesem Mittwoch in den Bezirken Bayern, Baden-Württemberg, Mitte und Niedersachsen fortgesetzt. Die Gespräche sollen von Warnstreiks begleitet werden. In Baden-Württemberg setzte die IG Metall den Arbeitgebern eine letzte Frist bis zum kommenden Montag. Sollte bis dahin keine Verhandlungslösung gefunden sein, werde die Gewerkschaft die Urabstimmung einleiten. Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen hatte am Dienstag nach einer ergebnislosen sechsten Verhandlungsrunde den Arbeitgebern ebenfalls ein Ultimatum gestellt. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn, die Arbeitgeber hatten zuletzt 1,2 Prozent sowie Einmalzahlungen angeboten.

LEIPZIG: Im Arbeitskampf der Ärzte an den Universitätskliniken will die Ärztevertretung Marburger Bund mit einer Großdemonstration ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Zu der Veranstaltung werden in Leipzig rund 3.000 Mediziner erwartet. Begleitet wird die Kundgebung von Streiks an 19 Unikliniken und fünf Landeskrankenhäusern. Die Ärzte fordern bessere Arbeitsbedingungen und 30 Prozent mehr Gehalt. Die Streiks waren am Dienstag in die sechste Woche gegangen.

POTSDAM: Nach dem rassistischen Überfall auf einen Deutsch-Äthiopier am Ostersonntag hat es nach Angaben der Polizei zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung gegeben. Der von zwei Tätern zusammengeschlagene 37-jährige Ingenieur liegt auf der Intensivstation eines Potsdamer Klinikums weiterhin im Koma und kämpft mit dem Tod. Zuletzt hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Von den beiden mutmaßlichen Tätern fehlte noch eine konkrete Spur. Der Mitschnitt ihrer Stimmen, die auf der Handy-Mailbox der Ehefrau des Opfers gefunden worden waren, wurden im Internet veröffentlicht.

SEATTLE: Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao ist zum Auftakt seines viertägigen USA-Besuchs mit dem Gründer des Software-Konzerns Microsoft, Bill Gates, zusammengetroffen. In der Firmenzentrale in Seattle erklärte Hu, die Volksrepublik werde verstärkt gegen Produktpiraterie vorgehen und geistiges Eigentum besser schützen. China nehme seine ensprechenden Zusagen ernst. - Am Donnerstag wird Hu in Washington von Präsident George W. Bush empfangen. Neben Handelsfragen werden die Konflikte um die Atomprogramme des Irans und Nordkoreas im Mittelpunkt stehen.

RIAD: Als Reaktion auf den Boykott der westlichen Geberländer hat Saudi-Arabien der Hamas-geführten Palästinenserregierung Finanzhilfen in Höhe von rund 92 Millionen Dollar zugesagt. Das sagte ein Vertrauter des palästinensischen Außenministers Mahmud Sahar nach dessen Treffen mit seinem saudiarabischen Kollegen Prinz Saud el Faisal in Riad. Im vergangenen Monat hatte Riad der palästinensischen Autonomiebehörde bereits 20 Millionen Soforthilfe zur Zahlung von Beamtengehältern zugesagt. Die EU und die USA hatten in der vergangenen Woche ihre Finanzhilfen für die Palästinenser- Regierung aus Protest gegen die politischen Positionen der radikalislamischen Hamas ausgesetzt. Allein die EU hatte bislang mit gut 600 Millionen Dollar jährlich zum Budget der Atonomiebehörde beigetragen.

KATHMANDU: In Nepal gehen die Proteste gegen die autoritäre Herrschaft von König Gyanendra ungeachtet des harten Vorgehens der Polizeikräfte weiter. In Pokhara wurden 250 Professoren festgenommen, die trotz einer Ausgangssperre zu einer Demonstration zusammengekommen waren. Am Dienstag war in der Stadt Nepalgunj eine Demonstratin von einer Tränengasgranate der Polizei tödlich verletzt worden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer seit Beginn des Generalstreiks am 6. April auf sechs. - Die Oppositionsparteien wollen erzwingen, dass Gyanendra zur Demokratie zurückkehrt.

HONIARA: Die innenpolitischen Spannungen auf der pazifischen Inselgruppe der Salomonen haben sich verschärft. In Honiara forderten rund 2.000 Demonstranten den sofortigen Rücktritt des neuen Regierungschefs Snyder Rini. Anderenfalls werde die Hauptstadt verwüstet. In einem hauptsächlich von Chinesen bewohnten Viertel Honiaras wurden zahlreicbe Geschäfte geplündert und in Brand gesetzt. Die Demonstranten werfen Rini Korruption und Wahlfälschung vor. - Angesichts der Eskalation kündigte Australien die Entsendung von weiteren 180 Polizisten und Soldaten auf die Salomonen an.

BUKAREST: In den Hochwassergebieten Osteuropas entlang der Donau und ihrer Nebenflüsse hat sich die Lage verschärft. Besonders stark betroffen ist Rumänien. Im Süden des Landes verloren die Menschen den Kampf um einen aufgeweichten Deich. Ein Dorf musste evakuiert werden. Insgesamt sind 10.000 Menschen von den Wassermassen bedroht. In Bulgarien wurden in allen Donau-Städten die Schutzdeiche befestigt. Auch im Norden Serbiens blieb die Situation angespannt, ebenso in Ungarn an der Theiß, dem größten Nebenfluss der Donau.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vereinzelte Schauer, später von der Ems bis nach Holstein häufiger Regen. Die Höchstwerte liegen zwischen 12 und 18 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 5 Grad, leicht bewölkt; Berlin: 8 Grad, wolkenlos; Dresden: 8 Grad, stark bewölkt; Köln/Bonn: 6 Grad, wolkig; Frankfurt am Main: 7 Grad, leicht bewölkt und München: 9 Grad, stark bewölkt.