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Nachrichten

Mittwoch, 18. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

BERLIN: Die Auslandseinsätze der Bundeswehr gehen weiter. Am zweiten Tag seiner Klausur auf Schloss Meseberg beschloss das Kabinett, den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan und am Horn von Afrika um ein Jahr zu verlängern. Der Marine-Einsatz vor der Küste Libanons soll ebenfalls verlängert werden, aber nur um ein halbes Jahr. Allen Verlängerungen muss der Bundestag noch zustimmen. Am Vortag hatte sich die schwarz-gelbe Regierung auf die künftige Steuerpolitik geeinigt und für 2010 und 2011 Entlastungen von jeweils 20 Milliarden Euro für Bürger und Unternehmen beschlossen. Zum Ausgleich hoffen Union und FDP auf Mehreinnahmen durch ein Anziehen der Konjunktur.

STOCKHOLM: Die Europäische Union und Russland nehmen einen neuen Anlauf zur Verbesserung ihrer Beziehungen. Auf einem Gipfeltreffen in Stockholm sind der russische Präsident Dmitri Medwedew, der schwedische EU-Ratspräsident Fredrik Reinfeldt und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen die Sicherheit der Gasversorgung, Handelsfragen und die Klimakonferenz in Kopenhagen. Vor kurzem hatten sich Russland und die EU auf ein Frühwarnsystem zur Vermeidung von Gaskrisen geeinigt. Besonders seit dem Krieg im Südkaukasus im Sommer 2008 waren die Beziehungen zwischen beiden Seiten gespannt.

PEKING: US-Präsident Barack Obama ist mit dem chinesischen Regierungschef Wen Jiabao zusammengetroffen. Bei den Gesprächen zum Abschluss seines dreitägigen Besuches in der Volksrepublik ging es erneut um die jüngsten Handels- und Währungsstreitigkeiten sowie den Ausbau der Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Anschließend reist Obama zur letzten Station seiner Asienreise nach Südkorea. Die chinesische Regierung zog bereits eine positive Bilanz des ersten Besuches von Obama in China. Das wichtigste Ergebnis sei, dass

NEW YORK: Nach den USA haben auch die Vereinten Nationen die Genehmigung zum Bau von neuen israelischen Wohnungen im Westjordanland gerügt. Ein Sprecher von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon nannte den Schritt schädlich für den Friedensprozess. Zuvor hatte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama sich bestürzt über das Vorhaben geäußert. Israel hatte eine Bauerlaubnis für 900 Wohnungen in einem Teil des Küstenstreifens erteilt, den es 1967 erobert hatte und später dem Stadtgebiet von Jerusalem zuschlug. Die Annexion Ost-Jerusalems ist international nicht anerkannt. Israel betrachtet die gesamte Stadt als unteilbare Hauptstadt. Die Palästinenser verlangen den Ostteil Jerusalems als Hauptstadt eines künftigen Palästinenser-Staates.

TEHERAN: Im Zusammenhang mit den Unruhen nach der umstrittenen Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad sind im Iran bisher fünf Menschen zum Tode verurteilt worden. Das Staatsfernsehen berichtete unter Berufung auf das Justizministerium, die fünf seien Mitglieder terroristischer bewaffneter Oppositionsgruppen oder hätten diese unterstützt. Gegen 81 Angeklagte verhängte die Justiz demnach Haftstrafen zwischen sechs Monaten und 15 Jahren. Drei Angeklagte seien freigesprochen worden. Die blutigen Proteste nach der Präsidentenwahl vom 12. Juni hatten den Iran in die schwerste innenpolitische Krise seit Gründung der Islamischen Republik vor 30 Jahren gestürzt. Mehr als 4.000 Regierungskritiker wurden inhaftiert, 140 von ihnen wurden vor Gericht gestellt.

FRANKFURT AM MAIN: Wegen des Verdachts von Datendiebstahl in Spanien ziehen die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland rund 60.000 Kreditkarten aus dem Verkehr. Betroffen sind nach Angaben des genossenschaftlichen Bankenverbandes Karten von Visa und Mastercard, die in den vergangenen Monaten in Spanien genutzt wurden. Zuvor hatten unter anderen die Anbieter KarstadtQuelle-Bank, Barclaycard und Lufthansa Kreditkarten gesperrt. Damit dürfte die Zahl der ausgetauschten Karten bei insgesamt mehr als 100.000 liegen.

ATHEN: Bei Krawallen nach einer Demonstration in Athen sind etwa 200 Menschen festgenommen worden. Mehrere Polizisten und Teilnehmer wurden verletzt, als gewaltbereite Jugendliche Steine und Brandsätze auf Polizisten warfen, die Tränengas einsetzten. Die zunächst friedliche Kundgebung sollte an den 36. Jahrestag einer Studentenrevolte während der griechischen Militärdiktatur erinnern. Am 17. November 1973 waren bei der Niederschlagung der Studentenrevolte mindestens 44 Menschen getötet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Südwesten bis Osten heitere Abschnitte, sonst dichte Wolken und Regen bei Temperaturen zwischen neun und 15 Grad Celsius.

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