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Nachrichten

Mittwoch, 18. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverständnis mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Bei der Rettung des Autobauers Opel und seiner ums Überleben kämpfenden US-Mutter General Motors wollen Deutschland und die USA eng zusammenarbeiten. Beide Seiten seien entschlossen, dafür zu sorgen, dass keine staatlichen Mittel in andere Länder abfließen würden, sagte Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg nach einem Gespräch mit US-Finanzminister Timothy Geithner in Washington. Beide Seiten wollen laut zu Guttenberg künftig in einer Arbeitsgruppe die Gespräche auf Spitzenebene verankern. Der Minister fügte allerdings hinzu, alles hänge vom Konzept des Mutterkonzerns General Motors ab. Dieser muss sein Sanierungskonzept erst noch der Regierung von US-Präsident Barack Obama vorlegen - voraussichtlich bis Ende März.

WASHINGTON: Die US-Regierung will den Versicherungskonzern AIG zwingen, den Steuerzahler für die Millionen-Prämien an die Top-Manager zu entschädigen. Dies stellte Finanzminister Timothy Geithner in einem Brief an den Kongress in Aussicht. Die Rückzahlung sei zudem Voraussetzung für die zugesagte Finanzspritze von 30 Milliarden Dollar. Die Regierung hat AIG mit rund 180 Milliarden Dollar Staatshilfen mehrmals vor dem Aus bewahrt. Für das desaströse Jahr 2008 zahlte AIG am Sonntag insgesamt 165 Millionen Dollar an Boni aus. US-Politiker haben mit Wut darauf reagiert. AIG hatte argumentiert, man sei zur Zahlung dieser bereits zugesagten Prämien verpflichtet.

PEKING: Das Wirtschaftswachstum in China wird sich nach einer neuen Prognose der Weltbank weiter abschwächen. Man rechne jetzt statt mit 7,5 nur noch mit 6,5 Prozent, sagte der für China zuständige Weltbank-Direktor, David Dollar. Die Exportwirtschaft des Landes sei durch die weltweite Finanzkrise besonders schwer betroffen. Dennoch sei China ein "Lichtblick", da das Land noch reichlich Potential für weitere Konjunkturmaßnahmen habe. Die "China Business News " berichtet derweil, die Währungsreserven des Landes seien im Januar um rund 30 Milliarden Dollar zurückgegangen. Ende 2008 habe China noch über Reserven in Höhe von fast zwei Billionen Dollar verfügt.

BAKU: In Aserbaidschan wird seit dem Morgen darüber abgestimmt, ob der Präsident unbegrenzt oft wiedergewählt werden darf. Laut Verfassung ist die Amtszeit auf zwei Wahlperioden begrenzt. Die meisten Oppositionsgruppen haben zu einem Boykott des Referendums aufgerufen. Sie sprechen von einer "Farce". Präsident Ilham Alijew war im Oktober vergangenen Jahres mit fast 90 Prozent der Stimmen für eine zweite fünfjährige Amtszeit wiedergewählt worden. Vor ihm regierte sein Vater Gaidar 30 Jahre das Land.

ANTANANARIVO: Madagaskar hat nach Medienberichten einen neuen Übergangspräsidenten. Das Verfassungsgericht bestätigte Oppositionschef Andry Rajoelina in seinem Amt. Dieses hatte er am Dienstag vom Militär übertragen bekommen, nachdem der bisherige Präsident Marc Ravalomanana die Amtsgeschäfte niedergelegt hatte. Ravalomananas Aufenthaltsort ist unklar. Der Staatenbund für das südliche Afrika SADC kritisierte die Machtübernahme als "undemokratisch". Rajoelina und Ravalomanana hatten sich seit Februar einen Kampf um die Macht geliefert, der auch auf der Straße ausgetragen wurde. Mindestens 140 Menschen kamen dabei ums Leben.

YAOUNDÉ: Papst Benedikt XVI. ist mit der ablehnenden Haltung zu Kondomen bei der Aids-Bekämpfung während seiner Afrika-Reise auf Kritik gestoßen. Die deutsche UNICEF-Geschäftsführerin Regine Stachelhaus sagte, Kondome seien Teil der weltweiten Aufklärungskampagnen. Erwachsene und Jugendliche müssten wissen, wie man sich vor Aids schützen könne. - Benedikt hatte auf dem Flug nach Kamerun erklärt, die Verteilung von Kondomen verschlimmere die Lage statt sie zu verbessern. Die Lösung des Aids-Problems müsse eher in einer so wörtlich 'spirituellen und menschlichen Erneuerung' liegen. In Afrika leben 67 Prozent der HIV-infizierten Menschen der Welt. 17 Millionen Menschen sind dort schon an Aids gestorben.

WIEN: Beim Inzest-Prozess im österreichischen St. Pölten hat sich der Angeklagte Josef Fritzl überraschend in allen Anklagepunkten für schuldig bekannt, auch des Mordes und der Sklaverei. In dem Kellerverlies, in dem er seine Tochter 24 Jahre lang gefangen hielt, waren sieben Kinder zur Welt gekommen, von denen eines kurz nach der Geburt starb. Als Beweggrund für sein überraschendes Geständnis nannte der 73-Jährige das Video mit den Aussagen seiner Tochter, das den Geschworenen am Dienstag gezeigt worden war. Ein Urteil wird für Donnerstag erwartet.

WIESBADEN: In Deutschland blieben im vergangenen Jahr Autos trotz eines Umsatzrückgangs der größte Exportschlager. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, entfielen gut 17 Prozent der Ausfuhren auf Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile. Auf Platz zwei folgten Maschinen mit einem Anteil von knapp 15 Prozent. Nach Deutschland importiert wurden vor allem chemische Erzeugnisse sowie Erdöl und Erdgas.

KARLSRUHE: Am Bundesgerichtshof hat eine Verhandlung über das neue Unterhaltsrecht für geschiedene Eltern begonnen. Die Richter in Karlsruhe müssen in einem konkreten Fall prüfen, wie lange eine Mutter oder ein Vater vom früheren Ehegatten Unterhalt für die Betreuung eines gemeinsamen Kindes beanspruchen kann. Seit der Unterhaltsrechtsreform von Anfang 2008 gilt ein solcher Anspruch grundsätzlich nur für drei Jahre. Allerdings können die Zahlungen verlängert werden, wenn dem betreuenden Elternteil noch kein Ganztagesjob zumutbar ist. Das gefällte Urteil wird als Grundsatzurteil gewertet werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist trocken und heiter. Im Norden und in den östlichen Mittelgebirgen zeitweise dichte Bewölkung. Höchstwerte zwischen sechs Grad auf Rügen und 13 Grad im Breisgau.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 5, Grad, wolkig

Berlin: 4 Grad, fast wolkenlos;

Dresden: 2 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 2 Grad, leicht bedeckt;

Frankfurt am Main: 4 Grad, wolkig und

München: 3 Grad, leicht bewölkt.

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