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Nachrichten

Mittwoch, 18. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung hat den zweiten Teil ihres Klimaschutzprogramms auf den Weg gebracht. Das Kabinett beschloss unter anderem, von 2009 an die Lkw-Maut deutlich zu erhöhen, die Energiestandards für Gebäude zu verschärfen, die Heizkosten-Abrechnung zu verändern und modernen Stromzählern zum Durchbruch zu verhelfen. Auch der Ausbau der Stromnetze wird neu geregelt. Umweltminister Sigmar Gabriel sprach vom größten Klimaschutzprogramm weltweit. Die Deutschen sollen dafür in den kommenden zwölf Jahren 313 Milliarden Euro investieren.

BERLIN: Ein durchwachsenes Zeugnis hat der Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung ausgestellt. In dem in Berlin vorgestellten Gutachten loben die Experten Anstrengungen der Koalition für den Klimaschutz, aber auch Fortschritte bei der Abfallwirtschaft. Scharfe Kritik gibt es an Versuchen einiger Bundesministerien und Landesregierungen, erreichte Standards aufzuweichen. Hier würden fundamentale Grundsätze des Naturschutzes in Frage gestellt, hieß es. Abgelehnt wird auch der massive Ausbau von Kohlekraftwerken.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat vor Rückschritten bei den Reformen in Deutschland gewarnt. Das Erreichte sollte nicht zerredet oder zurückgedreht werden, sagte das Staatsoberhaupt in seiner so genannten 'Berliner Rede'. Man solle beherzt vorangehen auf dem Weg, der sich als richtig erwiesen habe. Köhler forderte daher eine 'Agenda 2020'. Der Bundespräsident verlangte zudem eine neue 'Gründerzeit' in Deutschland.

JERUSALEM: Israel hat einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe mit der radikal-palästinensischen Hamas im Gazastreifen zugestimmt. Dies teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Die Waffenruhe soll am Donnerstag früh in Kraft treten und für sechs Monate gelten. Wenn sie eingehalten wird, will Israel die Blockade des Küstengebiets stufenweise lockern. Die israelische Regierung hatte am Dienstag für Irritationen gesorgt, als sie die von Ägypten und der Hamas verkündete Einigung zunächst nicht bestätigte. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums reiste in der Nacht zu abschließenden Beratungen nach Ägypten.

KANDAHAR: Afghanische Truppen haben mit Unterstützung kanadischer NATO-Soldaten einen groß angelegten Angriff auf Taliban-Kämpfer gestartet, die in Dörfer um die Stadt Kandahar im Süden des Landes eingedrungen sind. Ein NATO-Sprecher sagte, die Soldaten seien in den Distrikt Arghandab vorgerückt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sollen sich dort mindestens 300 Aufständische aufhalten. In der Nacht zum Samstag hatte ein Taliban-Kommando das Gefängnis von Kandahar gestürmt und mehr als 1.000 Insassen befreit, unter ihnen etwa 400 Taliban-Aktivisten. In der südlichen Provinz Helmand starben derweil vier britische Soldaten durch eine Explosion. Das teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Damit stieg die Zahl der getöteten britischen Soldaten in Afghanistan seit Beginn des Einsatzes 2001 auf 106.

BAGDAD: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den jüngsten Bombenanschlag in Bagdad auf das Schärfste verurteilt. Ban sprach den Hinterbliebenen der Opfer sein tiefstes Mitgefühl aus, wie seine Sprecherin in New York mitteilte. Beim schwersten Autobombenanschlag seit Monaten wurden in Bagdad am Dienstag mehr als 50 Menschen getötet und etwa 80 weitere verletzt.

LONDON: Der in Großbritannien inhaftierte Islamist und Hassprediger Abu Katada ist gegen strenge Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden. Der 47-jährige Palästinenser mit jordanischem Pass war zuvor erfolgreich gegen seine Abschiebung nach Jordanien vorgegangen. Dort war er in Abwesenheit wegen mehrerer Terrorakte verurteilt worden. Katada war 1993 nach Großbritannien gekommen und wurde im August 2005 im Zusammenhang mit den Londoner U-Bahn-Anschlägen festgenommen, bei denen 56 Menschen starben. Er gilt als Osama Bin Ladens rechte Hand in Europa.

WASHINGTON: Für den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit Polen über die Stationierung einer US-Raketenabwehr hat die amerikanische Regierung mit Litauen Gespräche aufgenommen. US-Außenamtssprecher Tom Casey erläuterte, Washington habe vor kurzem die Behörden in Litauen über den Verhandlungsstand mit Polen informiert. Die Regierung in Warschau fordert für die Stationierung von US-Abfangraketen unter anderem Finanzhilfen für den Ausbau der eigenen Luftverteidigung.

MINSK: Mit einem neuen Gesetz will sich die in Weißrussland autoritär herrschende Führung unter Staatschef Alexander Lukaschenko die Kontrolle über die letzten unabhängigen Medien im Internet sichern. Die vom Parlament gebilligte Vorlage berechtigt die Regierung, ohne Vorwarnung Internetseiten zu schließen oder zu blockieren und Journalisten für die Weiterverbreitung ausländischer Nachrichten zu inhaftieren. Ferner dürfen nur noch registrierte Journalisten Texte und Bilder ins Internet stellen. Das Gesetz muss noch eine weitere Lesung passieren. Dies gilt als Formsache.

HARARE: Das Oberste Gericht in Simbabwe hat die Freilassung des wegen Hochverrats festgenommenen führenden Oppositionspolitikers Tendai Biti abgelehnt. Die Inhaftierung des Generalsekretärs der Partei MDC 'Bewegung für einen Demokratischen Wandel' sei nicht widerrechtlich, sagte Richter Kurwa. Auf Hochverrat steht in Simbabwe die Todesstrafe. Biti war am Donnerstag bei der Einreise festgenommen worden und wird seither ohne Haftbefehl festgehalten. Zuvor hatte Staatschef Robert Mugabe zehn Tage vor der Stichwahl um die Präsidentschaft seine Angriffe auf die Opposition wiederholt und seinem Herausforderer, MDC-Chef Morgan Tsvangirai, mit Verhaftung gedroht.

ZUM SPORT: Italienische Fans haben den Einzug ihrer Nationalelf ins Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft gefeiert. Nach dem Schlusspfiff der Partie gegen Frankreich in Zürich, die Italien mit 2:0 gewann, gab es in zahlreichen Innenstädten – auch in Deutschland - Autokorsos und Hupkonzerte. Im zweiten Spiel der Gruppe C konnte Rumänien nicht für eine Überraschung sorgen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Mix aus Sonne und Wolken. Im Südosten Schauer. Höchsttemperaturen 17 bis 25 Grad Celsius.

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