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Nachrichten

Mittwoch, 18. Juli 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

SAO PAULO: Nach dem schweren Flugzeugunglück in der brasilianischen Wirtschaftsmetropole mit geschätzt rund 200 Todesopfern hat Staatspräsident Lula da Silva eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Der Airbus A320 war mit 170 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern an Bord bei der Landung über die regennasse Rollbahn des Stadtflughafens Congonhas hinausgerutscht und über eine Hauptstraße in eine Tankstelle und ein Geschäftsgebäude gerast. Maschine und Gebäude gingen in Flammen auf. Die Rettungskräfte gehen nicht davon aus, dass Insassen in dem Flugzeug der brasilianischen Gesellschaft TAM überlebt haben

BERLIN: Kanzlerin Angela Merkel hat eine positive Zwischenbilanz der Arbeit der Bundesregierung gezogen. Auf einer Pressekonferenz in Berlin, würdigte sie vor allem den wirtschaftlichen Aufschwung. 2008 werde es erstmals seit der Wiedervereinigung einen Etat mit der niedrigsten Neuverschuldung geben. Man werde nun die weiteren Grundlagen legen, damit das Wachstum noch gestärkt werde. Nachgedacht werden müsse in diesem Zusammenhang über den Schutz deutscher Unternehmen vor ausländischen Investoren, insbesondere staatlich gelenkten Fonds. Als Zukunftsaufgaben nannte Merkel die Sicherheitspolitik sowie die Energie- und Klimapolitik. Innen- und Außenpolitik müssten deshalb Hand in Hand gehen. Das Gewicht Deutschlands in der Welt hänge vom erfolgreichen Handeln im Inneren ab

BERLIN: Wirtschaftsminister Michael Glos ist gegen die schnellere Abschaltung älterer Atommeiler. In einem Fernsehinterview sagte er, nicht das Alter sei ausschlaggebend, sondern die Sicherheit. Außerdem sei der Strom aus Kernkraftwerken nicht so schnell durch Strom aus erneuerbaren Energien zu ersetzen. Deutschland brauche aber für seine energieintesive Industrie bezahlbaren Strom. Umweltminister Sigmar Gabriel hatte am Dienstag den Kraftwerkbetreibern ein Treffen nach der Sommerpause vorgeschlagen, bei dem über die früher als geplante Abschaltung älterer Reaktoren verhandelt werden solle. Auslöser waren die Pannen in den Reaktoren Krümmel und Brunsbüttel. Die vier größten Kraftwerkbetreiber lehnten den Vorschlag umgehend ab.

PEKING: Nordkorea hat sich bei den laufenden Atomgesprächen in der chinesischen Hauptstadt nach südkoreanischen Angaben bereit erklärt, noch in diesem Jahr sämtliche Atomanlagen des Landes herunterzufahren. Zuletzt hatte die Führung in Pjöngjang den umstrittenen Reaktor in Yongbyon mitsamt vier Nebenanlagen abgeschaltet und damit den ersten Schritt zur Einstellung seines international umstrittenen Atomprogramms getan. Nordkorea erhält im Gegenzug Wirtschaftshilfe und Sicherheitsgarantien. An den Sechs-Länder-Gesprächen in Peking sind außer den beiden koreanischen Staaten auch China, Japan, Russland und die USA beteiligt.

TOKIO: Aus der japanischen Atomanlage Kashiwazaki ist nach dem schweren Erdbeben deutlich mehr Radioaktivität ausgetreten als zunächst bekannt. Das Leck sei eineinhalb Mal so groß wie bislang angegeben, erklärte der Kraftwerksbetreiber und berief sich auf einen Rechenfehler. Das Unternehmen hatte zuvor eine Liste mit Dutzenden Funktionsstörungen vorgelegt, die durch das Beben der Stärke 6,8 entstanden waren. Unter anderem liefen danach rund 1.200 Liter schwachradioaktives Wasser aus und strömten ins Meer. Außerdem gab es einen Brand in einem Transformator

ISLAMABAD: Durch einen Anschlag auf einen Militärkonvoi sind im Nordwesten Pakistans mindestens 16 Soldaten getötet worden. Mutmaßliche Aufständische hätten zunächst eine Bombe ferngezündet und dann auf die Fahrzeuge geschossen, verlautete aus Geheimdienstkreisen. Die Region Nord-Waziristan gilt als bevorzugtes Rückzugsgebiet für islamische Extremisten und Taliban-Kämpfer aus dem benachbarten Afghanistan. - Den deutschen Sicherheitsbehörden sind nach Informationen des Magazins 'Stern' inzwischen 13 Landsleute namentlich bekannt, die in jüngster Zeit terroristische Ausbildungslager in Pakistan besucht haben sollen. Sieben seien von den dortigen Behörden inzwischen festgenommen worden, heißt es. Der Aufenthaltsort der sechs übrigen sei unbekannt.

KABUL: Afghanistan steht in diesem Jahr vor einem neuen Rekord der Opiumernte. Die Versuche der internationalen Gemeinschaft, den Mohnanbau zu begrenzen, seien gescheitert, räumte der US-Botschafter in Afghanistan, William Wood, ein. In diesem Jahr seien 185.000 Hektar Mohnfläche abgeerntet worden, 20.000 Hektar mehr als im Vorjahr. Das, so Wood, stärke die Taliban und das organisierte Verbrechen. Die USA hatten der Regierung in Kabul angeboten, alle Mohn-Anbaugebiete mit Herbiziden zu spritzen, um eine Ernte unmöglich zu machen. Es wurde aber keine Einigung erzielt.

SOFIA: Nach der Umwandlung der Todesurteile der in Libyen verurteilten fünf bulgarischen Krankenschwestern und eines palästinensischen Arztes in Haftstrafen drängt Bulgarien auf eine rasche Auslieferung der Häftlinge. Die Entscheidung des so genannten Obersten Justizrates in Tripolis sei ein Schritt in die richtige Richtung gewesen, verlautete von der Regierung in Sofia. Allerdings werde das Kapitel erst abgeschlossen sein, wenn die Krankenschwestern und der kürzlich eingebürgerte Arzt wieder in Bulgarien angekommen seien. Auch die USA und die Europäische Union riefen Libyen auf, die sechs nach Bulgarien ausreisen zu lassen, um dort ihre Strafen zu verbüßen. Sie sitzen seit 1999 in Haft, weil sie angeblich mehr als 400 libysche Kinder absichtlich mit dem Aids-Virus infiziert haben sollen.

KIEW: Die Zahl der bei einem schweren Phosphor-Unglück in der Ukraine verletzten Menschen ist nach offiziellen Angaben auf etwa 70 gestiegen. Inzwischen seien mehr als 1.000 Menschen aus dem Umfeld des Unglücksortes nahe Lwiw im Westen des Landes in Sicherheit gebracht worden, meldet der Zivilschutz. Bei einem Zugunglück waren einige Waggons mit jeweils 50 Tonnen hochgiftigem und leicht entzündlichem gelbem Phosphor in Brand geraten. Die politische Führung in Kiew sprach von der größten Umweltkatastrophe seit der Explosion 1986 im Kernreaktor von Tschernobyl.

ZUM SPORT: Der Radprofi Patrik Sinkewitz vom deutschen T-Mobile-Team ist bei einer Trainingskontrolle Anfang Juni positiv auf Testosteron-Doping getestet worden. Er wurde umgehend von seinem Bonner Rennstall suspendiert. Der 26-Jährige wird nach einem Unfall bei der Tour de France derzeit in einem Hamburger Krankenhaus behandelt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Heiter bis wolkig. Gebietsweise Schauer und Gewitter. Tageswerte zwischen 20 und 31 Grad.

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