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Nachrichten

Mittwoch, 18. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Außenminister Frank-Walter Steinmeier unterrichtet an diesem Mittwoch den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages über die Rolle des Bundesnachrichtendienstes im Irak. Medienberichten zufolge soll vor allem der frühere Außenminister Joschka Fischer darauf gedrängt haben, dass der BND in Bagdad einen eigenen Informationskanal für die Dauer des Irak-Krieges aufbaut. Dabei sei er vom damaligen Bundesinnenminister Otto Schily und Kanzleramtsminister Steinmeier unterstützt worden, schreibt die 'Leipziger Volkszeitung'. Den USA sei zwar eine weitgehende Zusammenarbeit zugesichert worden, der BND habe aber keine direkte Hilfe im Krieg leisten dürfen. - Mit dem BND-Einsatz im Irak soll sich auch ein Untersuchungsausschuss des Bundestages befassen. Nach der Linkspartei stimmten auch FDP und Grüne dafür. SPD und Union nannten das Gremium unnötig.

BERLIN: Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat am 'Tag der Ärzte' den Verbandsfunktionären Übertreibungen in einigen Bereichen vorgeworfen. So übertreffe die Zahl der zuwandernden Ärzte die der ins Ausland abwandernden, sagte Schmidt in Berlin. Manchen Ärger der Mediziner könne sie auch verstehen. Für zu viel Bürokratie und ungerechte Honorarverteilung sei aber in erster Linie die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen verantwortlich. Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland protestieren heute in Berlin für bessere Arbeitsbedingungen und eine leistungsgerechtere Bezahlung. Bundesweit soll die Hälfte der Praxen geschlossen bleiben. Eine Notfallversorgung ist gesichert.

WASHINGTON: Westliche Regierungen haben das Angebot des Iran zurückgewiesen, im Atomstreit die Gespräche mit der EU wieder aufzunehmen. US-Außenamtssprecher Sean McCormack warf der Führung in Teheran vor, - so wörtlich - die diplomatische Nebelmaschine angeworfen zu haben. Großbritannien wertete das Angebot als nichts sagend. Russland lehnt Sanktionen gegen den Iran zwar ab, forderte die Regierung zugleich jedoch auf, sich vor weiteren Gesprächen an internationale Verpflichtungen zu halten. Außenminister Sergej Lawrow empfahl dem Iran, die umstrittene Atomforschung freiwillig wieder einzustellen.

BAGDAD: Aus dem Irak wird die Entführung eines weiteren Ausländers gemeldet. Unbekannte überfielen im Westen der Hauptstadt Bagdad den Konvoi eines Ingenieurs aus Malawi und erschossen mindestens zehn seiner irakischen Leibwächter. Zuvor hatten die Entführer der verschleppten US-Journalistin Jill Carroll mit deren Ermordung gedroht, falls bis Freitag nicht alle weiblichen Gefangenen im Irak freigelassen würden. Carroll war am 8. Januar ebenfalls im Westen Bagdads entführt worden.

JERUSALEM: Israels amtierender Regierungschef Ehud Olmert hat das Kabinett neu besetzt und umgebildet. Justizministerin Tzippi Livni wird jetzt auch Außenministerin. Grund für die Neubesetzung war der Austritt von vier Ministern der Likud-Partei in der vergangenen Woche, unter ihnen Außenminister Silvan Schalom. Das neue Kabinett wird bis zu den für den 28. März geplanten Wahlen amtieren.

PEKING: Der US-Gesandte für die Atomverhandlungen mit Nordkorea, Christopher Hill, ist in die chinesische Hauptstadt zurückgekehrt. Wie aus unbestätigten Quellen verlautet, will sich Hill dort mit dem nordkoreanischen Gesandten, Kim Kye-gwan, treffen. Hill war bereits vergangene Woche in Tokio, Seoul und Peking, um Möglichkeiten für eine Fortsetzung der Sechs-Staaten-Verhandlungen für einen Stopp des nordkoreanischen Atomprogramms auszuloten.

PEKING: Die internationale Geberkonferenz in Peking soll die für den Kampf gegen die Vogelgrippe erforderlichen 1,5 Milliarden Dollar zusammengebracht haben. Das verlautete aus Verhandlungskreisen. Das Geld soll, über drei Jahre verteilt, überwiegend den bereits betroffenen ärmeren Ländern Asiens und den bedrohten Ländern Afrikas zur Verfügung gestellt werden. Verwendet werden soll es unter anderem für Vorbeuge- und Interventionsmaßnahmen. Ein Ziel ist, eine mögliche weltweite Pandemie zu verhindern.

BERLIN: Unions-Fraktionschef Volker Kauder hat in der Diskussion über die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten davor gewarnt, den Arbeitsplatzeffekt aus den Augen zu verlieren. Es gehe vornehmlich darum, neue Arbeitsplätze zu schaffen und nicht darum, Kindergartengebühren von der Steuer absetzen zu können, sagte Kauder im deutschen Fernsehen. Der CDU-Politiker plädierte für den auf der Kabinettsklausur beschlossenen Selbstbehalt von 1.000 Euro. Die SPD möchte dagegen die Kinderbetreuungskosten bereits ab dem ersten Euro steuerlich abzugsfähig machen. Das Bundeskabinett will an diesem Mittwoch das Wachstumspaket über 25 Milliarden Euro ohne Änderungen verabschieden. Dazu gehört auch die Familienförderung.

TOKIO: An der Börse von Tokio ist es zu einem dramatischen Kurseinbruch gekommen. Der Nikkei-Index fiel zeitweise um mehr als 700 Punkte und schloss mit einem Minus von 465 Punkten. Die Computersysteme arbeiteten wegen massiver Aktienverkäufe am Rande ihrer Kapazität. Der Handelsschluss wurde deshalb um zwanzig Minuten vorgezogen. Hintergrund der Panikverkäufe ist der Wirbel um die Internetfirma Livedoor. Sie soll Kurse manipuliert und Bilanzen gefälscht haben.

CAPE CANAVERAL: Mit eintägiger Verspätung soll an diesem Mittwoch eine Forschungssonde zum Planeten Pluto starten. Die Nasa hatte gestern entschieden, den Start wegen heftiger Windböen um mindestens einen Tag zu verschieben. In neun Jahren soll die mit Atomkraft angetriebene Sonde den von der Erde am weitesten entfernten Planeten Pluto erreichen. Bis dahin muss sie rund fünf Milliarden Kilometer zurücklegen.

BERLIN: Nach der Absage der offiziellen Gala wird es in der Bundeshauptstadt nun doch eine Eröffnungs-Party für die Fußball-Weltmeisterschaft geben. Am 7. Juni, zwei Tage vor dem WM-Eröffnungsspiel, wird nach Angaben von Bürgermeister Klaus Wowereit am Brandenburger Tor inoffiziell gefeiert werden. Der Weltfußballverband wird für die Veranstaltung eine Million Euro beisteuern.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist grau und nass, zwischen Ostsee und Alpen Schnee. Höchstwerte zwischen zwei und sieben Grad.

  • Datum 18.01.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/7ntu
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