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Nachrichten

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat die Pflegereform beschlossen. Der Gesetzentwurf sieht eine Beitragserhöhung um 0,25 Prozentpunkte, aber auch verbesserte Leistungen - etwa für Demenzkranke - vor. Bundesweit soll ein Netz von Beratungsstellen, so genannten Pflegestützpunkten, geschaffen werden. Zudem haben Angehörige von pflegebedürftigen Menschen künftig das Recht auf eine unbezahlte Freistellung von der Arbeit. Nicht aufgenommen wurde die Forderung der SPD nach einem bezahlten Pflegeurlaub von zehn Tagen für Notfallsituationen. Dies lehnten CDU und CSU aus Kostengründen ab. Das Gesetz soll im Juli kommenden Jahres in Kraft treten.

BERLIN: Im Tarifkonflikt der Lokführer hat die Gewerkschaft GDL Berufung gegen die Streikauflagen des Arbeitsgerichts Chemnitz eingelegt. Wie eine GDL-Sprecherin mitteilte, setzt sich die Gewerkschaft damit gegen das am 5. Oktober vom Gericht verhängte Streikverbot im Fern- und Güterverkehr zur Wehr. Ein Verhandlungstermin steht nach Auskunft des zuständigen Landesarbeitsgerichts noch nicht fest. Die GDL will an diesem Mittwoch entscheiden, ob sie mit der Deutschen Bahn über deren neues Angebot verhandelt oder wieder zu Streiks aufruft. Entgegen den Forderungen der GDL verlangt die Bahn sofortige Tarifverhandlungen. Bei einer förmlichen Aufnahme von Tarifverhandlungen würde die Friedenspflicht gelten, Streiks wären dann nicht mehr erlaubt.

BRÜSSEL: Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat an die Türkei appelliert, im Kampf gegen die kurdische Untergrundorganisation PKK Zurückhaltung zu üben. Hintergrund ist die für heute angesetzte Entscheidung des Parlaments darüber, ob türkische Truppen in den Norden des Irak geschickt werden sollen. Von dort aus hatte die PKK in den vergangenen Wochen Ziele in der Türkei angegriffen. Falls die Parlamentarier -wie erwartet- zustimmen, erhält Regierungschef Recep Tayyip Erdogan die Vollmacht, innerhalb eines Jahres den Einsatz anzuordnen. Die irakische Führung appellierte an Erdogan, ihr mehr Zeit im Kampf gegen die PKK zu geben, und kündigte die Entsendung einer Verhandlungsdelegation in die Türkei an. Ein Datum wurde nicht genannt.

JERUSALEM: US-Außenministerin Condoleezza Rice hat ihre Gespräche in Israel und mit der palästinensischen Autonomiebehörde fortgesetzt. Zunächst traf sie sich mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas; anschließend standen Treffen mit Israels Außenministerin Tzipi Livni sowie Regierungschef Ehud Olmert auf dem Programm. Livni leitet das israelische Team bei der für Ende des Jahres geplanten internationalen Nahost-Konferenz in den USA. Rice versucht -wie bereits bei ihren ersten Gesprächen am Montag- weiter, beide Seiten zu einer gemeinsamen Grundsatzerklärung über eine künftige Friedensregelung zu bewegen.

MOGADISCHU: Soldaten der somalischen Armee sind auf das von den Vereinten Nationen genutzte Gelände in der Hauptstadt Mogadischu eingedrungen und haben einen einheimischen UN-Mitarbeiter festgenommen. Das bestätigte ein Vertreter des Welternährungsprogramms ohne Angabe von Gründen. Wegen der schlechten Sicherheitslage sind die ausländischen Mitarbeiter seit dem Sturz der Regierung von Präsident Siad Barre Anfang der 90er Jahre nicht mehr in Mogadischu stationiert. Das Welternährungsprogramm stellte als Reaktion auf die Festnahme ihres Mitarbeiters bis auf weiteres die Versorgung der Hauptstadtbewohner ein.

RANGUN: Die Militärregierung in Birma hat neue Zahlen zu den Festnahmen und Verhaftungen während und nach den September-Protesten veröffentlicht. Danach wurden rund 3.000 Menschen festgenommen; in Haft sind noch rund 500 Menschen. Die Junta beschuldigte erneut die buddhistischen Mönche, für die Eskalation der Lage verantwortlich gewesen zu sein. Wären sie in ihren Klöstern geblieben, anstatt auf der Straße für die Freilassung von politischen Gefangenen zu protestieren, hätte die Regierung keine Gewalt anwenden müssen, heißt es in einer staatlichen Zeitung. Die Mönche hatten die Protestbewegung Anfang September angeführt; sie wurde von der Polizei mit äußerster Brutalität beendet.

OSLO: Der frühere US-Vize-Präsident und diesjährige Friedensnobelpreisträger, Al Gore, will bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr nicht kandidieren. In einem Interview des norwegischen Fernsehens sagte er, er plane keine erneute Kandidatur. Gore war bei der Wahl im Jahr 2000 Präsident George W. Bush knapp unterlegen. Nach der Verleihung des Friedensnobelpreises am Freitag war spekuliert worden, dass er bei der Wahl 2008 für die Demokraten erneut antritt. Aussichtsreichste Bewerber sind derzeit die Senatorin Hillary Clinton und der Politiker Barack Obama.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen her Regen. Ansonsten teils länger neblig, teils heiter und weitgehend trocken. Höchstwerte zwischen 13 Grad auf Sylt und 21 Grad im Breisgau.

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