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Nachrichten

Mittwoch, 17. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BRÜSSEL: Die Europäische Union bereitet sich auf eine Hilfsaktion für das finanziell angeschlagene Irland und sein marodes Bankensystem vor. Bei einem Treffen in Brüssel fassten die Finanzminister der 16 Euro-Staaten zwar noch keine konkreten Beschlüsse, sicherten Irland in einer gemeinsamen Erklärung aber ihre Solidarität zu. Der Euro-Rettungsfonds verfüge über insgesamt 750 Milliarden Euro. Es liege an Irland, einen Antrag auf Hilfen zu stellen, sagte der Vorsitzende der Euro-Gruppe, der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker. Die Regierung in Dublin scheint ihren Widerstand gegen EU-Finanzhilfen nun doch aufzugeben. Es sei nicht auszuschließen, dass sein Land auf europäische Unterstützung zurückgreifen müsse, räumte Irlands Finanzminister Brian Lenihan jetzt ein. - Bereits am Donnertag sollen Gespräche mit der EU, dem IWF und der Europäischen Zentralbank darüber beginnen, wie das hoch verschuldete Land die Krise im Bankensektor in den Griff bekommen kann.

STRASSBURG: Das Antifolterkomitee des Europarats hat schwere Vorwürfe gegen Griechenland erhoben. Im Polizeigewahrsam komme es dort zu brutalen Übergriffen auf Festgenommene. Einige Praktiken grenzten an Folter, heißt es in einem in Straßburg vorgelegten Bericht des Komitees. Unzumutbare Verhältnisse herrschten auch in griechischen Gefängnissen und Abschiebezentren für illegale Flüchtlinge. Die Regierung in Athen wies die Vorwürfe zurück.

CONAKRY: In Guinea bleibt die Lage nach dem Sieg des Oppositionspolitikers Condé bei der Präsidentenwahl gespannt. Anhänger des bei der Abstimmung am 7. November unterlegenen früheren Ministerpräsidenten Diallo demonstrierten in der Nacht zum Mittwoch gegen das Ergebnis der Stichwahl und gerieten dabei mit der Polizei aneinander. Dabei wurden nach Korrespondentenberichten mindestens vier Menschen getötet. Diallo will das Wahlergebnis vor Gericht anfechten. Seine Anhänger rief er zu Besonnenheit und Ruhe auf. Beide Politiker gehören unterschiedlichen ethnischen Gruppen in dem westafrikanischen Land an.

BERLIN: Die Bundesregierung hält an der Rente mit 67 fest. Dazu billigte das schwarz-gelbe Kabinett den Zwischenbericht von Arbeitsministerin von der Leyen über die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. Der Bericht sieht die Lage positiv. So sei die Beschäftigungsquote der 60- bis unter 65-Jährigen zuletzt auf 38 Prozent gestiegen und habe sich damit in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Deshalb sei die schrittweise Erhöhung des Renteneintrittsalters ab 2012 vertretbar und aus Sicht der Generationengerechtigkeit notwendig. Der Sozialverband Deutschland sprach von Schönfärberei. Die Beschäftigungssituation der über 55-Jährigen sei nach wie vor miserabel. Die Rente mit 67 dürfe keineswegs gestartet werden, sagte Verbandspräsident Bauer.

PEKING: Die chinesische Regierung bereitet zur Eindämmung der Inflation Preiskontrollen vor. Ministerpräsident Wen Jiabao bestätigte während eines Besuchs in Südchina entsprechende Medienberichte, nannte allerdings keine Details. Die oberste Planungsbehörde erarbeite derzeit ein ganzes Bündel von Maßnahmen, um die Verteuerung der Produkte abzubremsen, melden chinesische Medien. Geplant sei, neben Preiskontrollen bei Lebensmitteln auch Spekulationsgeschäfte mit Mais und Baumwolle zu bestrafen.

PORT-AU-PRINCE: Rund vier Wochen nach dem Ausbruch der Cholera in Haiti wurden in dem Karibikstaat mehr als 1.000 Cholera-Tote bestätigt, mehr als 16.000 Infizierte befinden sich in medizinischer Behandlung. Hilfsorganisationen gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Opferzahl noch höher liegt. Erstmals wurde jetzt in der benachbarten Dominikanischen Republik ein Fall der Seuche registriert. Nach Angaben der Behörden handelt es sich bei dem Erkrankten um einen kürzlich eingereisten Haitianer.

GENF: Ein seltener pinkfarbener Diamant hat bei einer Auktion einen Rekorderlös erzielt: Der fast 25 Karat schwere Edelstein wurde in Genf für rund 46 Millionen Dollar versteigert, wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte. Bisher lag der Rekordpreis, der jemals bei einer Auktion für einen Diamanten geboten wurde, bei 24 Millionen Dollar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In Nordseenähe und im Allgäu bewölkt mit kurzen Aufheiterungen und meist trocken. Sonst meist trüb. Höchstwerte zwischen drei und neun Grad.

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