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Nachrichten

Mittwoch, 17. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat die Rekord-Neuverschuldung im Bundeshaushalt 2010 verteidigt. Der Etat sei die vernünftige Antwort auf die Herausforderung, erst einmal Wachstum wieder in Gang zu bekommen, sagte Merkel in der Generaldebatte des Bundestags. Zugleich bereitete sie die Bürger auf spürbare Einschnitte vor. Allein wegen der Schuldenbremse müssten bis 2016 jährlich zehn Milliarden Euro eingespart werden. Die Kanzlerin stärkte ausdrücklich Finanzminister Schäuble (CDU) den Rücken und sagte ihm Unterstützung beim Sparkurs der schwarz-gelben Koalition zu. Zum Auftakt des traditionellen Schlagabtauschs über den Kanzleretat hatte SPD-Fraktionschef Steinmeier der Regierung vorgeworfen, sie habe kein gemeinsames Projekt, sei zerstritten und verspiele so das Vertrauen der Bürger. Steinmeier forderte eine strikte Regulierung der Finanzmärkte, deren Akteure die weltweite Finanzkrise ausgelöst und nun auch Griechenland fast in den Ruin getrieben hätten.

BERLIN: Die Verkürzung der Wehrpflicht von neun auf sechs Monate wird wahrscheinlich vorgezogen. Es werde überlegt, die kürzere Grundausbildung bereits kommenden Oktober anstelle zum 1. Januar 2011 einzuführen, sagte der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Schmidt, im Deutschlandfunk. Es seien aber noch Verhandlungen notwendig. Verteidigungsminister zu Guttenberg erklärte, die Reform des Wehrdienstes werde nun mit den Fraktionen abgestimmt. Dabei müsse auch den Belangen des Zivildienstes Rechnung getragen werden.

KOBLENZ: Der Missbrauchs-Beauftragte der katholischen Kirche, der Trierer Bischof Ackermann, hat ein Totschweigen der sexuellen Gewalt eingeräumt. Da, wo ein wirklicher Aufklärungswille gefehlt habe und Täter einfach nur versetzt worden seien, müsse von Vertuschung gesprochen werden, sagte Ackermann der "Rhein-Zeitung". Die Schuldfrage sehe er weniger bei der Kirche als Institution, als bei den Tätern und deren direkten Vorgesetzten. Der Bischof kündigte an, dass eine Entschädigung der Opfer noch in diesem Jahr geklärt werde.

BANGKOK: Tausende Anhänger der Opposition in Thailand haben ihre ungewöhnlichen Protestaktionen in Bangkok fortgesetzt. Am Wohnhaus von Ministerpräsident Abhisit verschütteten sie literweise eigenes Blut, das sie sich zuvor hatten abnehmen lassen. Die gleiche Aktion hatten sie bereits am Dienstag vor Abhisits Amtssitz vollzogen, um ihre Forderung nach Neuwahlen durchzusetzen. Die Demonstranten, überwiegend Anhänger des vom Militär gestürzten ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin, werfen Abhisit vor, dass er nicht vom Volk gewählt wurde.

DÜSSELDORF: Deutschlands größter Handelskonzern Metro hat im vergangenen Jahr Rückgänge verzeichnet. Der Umsatz nahm um 3,6 Prozent ab, der Konzerngewinn sank um fast sieben Prozent auf 519 Millionen Euro. Dennoch gab sich Metro-Chef Cordes bei der Bilanzvorlage zufrieden: Man könne stolz darauf sein, die schwerste Wirtschaftskrise seit 80 Jahren gemeistert zu haben, sagte der Manager in Düsseldorf. 2010 will der Konzern wieder wachsen.

KABUL: Im Süden Afghanistans haben Selbstmordattentäter das Büro einer internationalen Hilfsorganisation angegriffen. Die beiden Männer seien von Sicherheitskräften erschossen worden, bevor sie ihre Sprengstoffwesten zünden konnten, teilte die Provinzregierung in Laschkar Gah mit. Wie die Internationale Schutztruppe ISAF mitteilte, kamen ebenfalls in der Provinz Helmand am Vortag zwei Nato-Soldaten bei einem Bombenanschlag ums Leben.

ABUJA: In Nigeria ist es zu weiteren blutigen Ausschreitungen zwischen Moslems und Christen gekommen. Bei einem Angriff auf ein Dorf in der Unruheregion Plateau wurden nach einem Bericht des staatlichen Rundfunks mindestens elf Menschen getötet. In der vergangenen Woche hatten moslemische Nomaden mehrere christliche Dörfer nahe der Stadt Jos überfallen und rund 500 Menschen getötet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten noch gelegentlich Regen, ansonsten wolkig, teils heiter und weitgehend trocken. Mit fünf bis elf, am Rhein sogar bis 15 Grad, wird es deutlich milder. Am Vormittag meldeten: Hamburg: 6 Grad, dunstig; Berlin: 4 Grad, dunstig: Dresden: 4 Grad, etwas Regen; Köln/Bonn: 5 Grad, wolkig; Frankfurt am Main: 4 Grad, wolkig sowie München: 4 Grad und leicht bewölkt.

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