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Nachrichten

Mittwoch, 17. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PASSAU: Beim traditionellen politischen Aschermittwoch stehen die Auftritte von CSU-Chef Seehofer und dem FDP-Vorsitzenden Westerwelle im Mittelpunkt. Seehofer spricht im bayerischen Passau, Westerwelle in Straubing. Die Rede des FDP-Chefs wird wegen seiner umstrittenen Äußerungen zu Hartz-IV-Leistungen mit besonderer Spannung erwartet. SPD-Chef Gabriel redet in Vilshofen, der designierte Linken-Vorsitzende Ernst ebenfalls in Passau. Grünen-Vorsitzender Özdemir wird in Landshut erwartet. Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Merkel tritt am Abend in Mecklenburg-Vorpommern auf.

FRANKFURT AM MAIN: Die Lufthansa bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen der größten Streiks der Unternehmensgeschichte vor. Nach inoffiziellen Presse-Informationen haben die 4.500 Piloten mit überwältigender Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Die Vereinigung Cockpit kündigte ähnliche Arbeitsniederlegungen wie im Jahre 2001 an. Gefordert werden gut sechs Prozent mehr Lohn oder ersatzweise eine Jobgarantie und ein Konzept, um die Verlagerung von Arbeitsplätzen zu billigeren Tochterunternehmen zu verhindern.

STUTTGART: Bei den Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie zeichnen sich Fortschritte ab. Im Pilotbezirk Baden-Württemberg haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaften auf ein Paket zur Beschäftigungssicherung geeinigt. Der neue Tarifvertrag solle bis Mitte 2012 gelten und ein Modell der tariflichen Kurzarbeit mit teilweisem Lohnausgleich beinhalten, heißt es. Auch in Nordrhein-Westfalen sind beide Seiten nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall bei den Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung weitgehend auf einer Linie. Die Frage der Lohnerhöhung sei dagegen weiter strittig.

NEW YORK: Die internationale Konvention gegen Streubomben kann am 1. August in Kraft treten. Die dafür nötige Ratifizierung durch 30 Staaten sei erreicht worden, teilten die Vereinten Nationen mit. Die Konvention verbietet die Herstellung und den Einsatz von Streubomben. Solche Bomben verteilen eine große Menge kleinerer Sprengsätze über ein weites Gebiet und stellen daher auch für die Zivilbevölkerung eine große Gefahr dar. Die Konvention war 2008 von insgesamt 104 Ländern angenommen worden. Abgelehnt wurde die Konvention von Russland, China, Israel und den USA.

MOSKAU: Der Iran muss weiter auf die Lieferung von russischen Luftabwehr-Raketen warten. Die Lieferung der Systeme vom Typ S 300 verzögere sich aus technischen Gründen, erklärte der Vize-Chef der russischen Rüstungsbehörde, Fomin, in Moskau. Nähere Angaben machte er nicht. Die LKW-gestützten Raketen können Marschflugkörper und Flugzeuge in einer Reichweite von 150 Kilometern bekämpfen. Dadurch sind sie nach Experteneinschätzung auch in der Lage, etwa Angriffe Israels oder der USA auf iranische Atomanlagen abzuwehren. Beide Staaten hatten deswegen heftige Kritik an dem Waffengeschäft geübt.

KABUL: Bei der Militäroffensive gegen die Taliban in der südafghanischen Provinz Helmand sind zwei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF getötet worden. Wie die NATO-geführte Truppe mitteilte, starb ein Soldat bei einem Feuergefecht, der zweite wurde Opfer eines Sprengstoffanschlags. Bei der bislang größten Offensive gegen die Taliban seit dem Sturz ihres Regimes 2001 gehen derzeit rund 15.000 afghanische und ausländische Soldaten gegen Aufständische in Helmand vor.

ISLAMABAD: Bei einem US-Luftangriff im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan sind mindestens drei Menschen getötet worden. Eine Drohne habe Raketen auf ein mutmaßliches Rebellenlager nahe der Grenze zu Afghanistan abgefeuert, teilten pakistanische Behörden mit. Die US-Attacke war bereits die dritte in Nord-Waziristan seit Sonntag, um Stützpunkte von islamistischen Aufständischen zu treffen.

ZUM OLYMPIA-SPORT: Am vierten Wettkampftag der Winterspiele im kanadischen Vancouver holten die Rodlerin Tatjana Hüfner und Biathletin Magdalena Neuner die Goldmedaillen Nummer zwei und drei für die deutsche Mannschaft. Diese übernahm damit vorerst auch die Führung in der Nationenwertung. Eine Silbermedaille für Eisschnellläuferin Jenny Wolf über 500 Meter und Bronze für Rodlerin Natalie Geisenberger rundeten den bisher erfolgreichsten Tag des Teams ab.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist heiter und trocken. Später ziehen am Rhein dichte Wolken mit Regen oder Schneeregen auf. Höchstwerte zwischen minus zwei Grad in Vorpommern und plus sieben Grad am Alpenrand.

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