1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 16. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Als Konsequenz aus der Ölpest im Golf von Mexiko hat US-Präsident Obama ein Umdenken in der Energiepolitik gefordert. Zugleich erklärte er die Förderung erneuerbarer Energien zur - so wörtlich - "nationalen Mission". Die USA könnten es sich nicht leisten, so weiterzumachen wie bisher. Die Zeit des billigen Öls neige sich dem Ende zu, sagte Obama in einer Rede an die Nation. Die lange Untätigkeit habe dazu geführt, dass Länder wie China inzwischen mehr in erneuerbare Energien investierten als die Vereinigten Staaten. Acht Wochen nach dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" prangerte Obama erneut den Ölkonzern BP an. An diesem Mittwoch will der US-Präsident mit Managern des Unternehmens zusammenkommen, um über Entschädigungsfragen zu beraten.

BISCHKEK: In der von blutigen Unruhen erschütterten Republik Kirgisistan bleibt die Lage angespannt. Im Süden des Landes sei es erneut zu Feuergefechten zwischen Kirgisen und Angehörigen der usbekischen Minderheit gekommen, teilte die Übergangsregierung in der Hauptstadt Bischkek mit. Angaben über Tote und Verletzte liegen bisher nicht vor. Derweil trafen in Usbekistan erste Hilfslieferungen mit Hunderten Zelten des UN-Flüchtlingshilfswerks ein. Um sich vor der Gewalt in Sicherheit zu bringen, halten sich rund 75.000 Flüchtlinge im Grenzgebiet zu Usbekistan auf. Die Nachbarrepublik hatte ihre Grenzen zuletzt geschlossen, da Kapazitäten zur Unterbringung der Flüchtlinge fehlten. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz geht von "mehreren hundert Toten" bei den Unruhen der vergangenen Tage aus, während die Regierung zuletzt von 178 Toten sprach.

BERLIN: Zwei Wochen nach seinem überraschenden Rücktritt ist der ehemalige Bundespräsident Köhler mit einem Großen Zapfenstreich der Bundeswehr offiziell aus dem Amt verabschiedet worden. An der Zeremonie im Park von Schloss Bellevue nahmen am Dienstagabend führende Repräsentanten der Bundesrepublik teil, unter ihnen Kanzlerin Merkel und Außenminister Westerwelle. Der Große Zapfenstreich ist die höchste Form militärischer Ehrerweisung durch deutsche Soldaten. Nach sechsjähriger Amtszeit hatte Köhler Ende Mai seinen sofortigen Rücktritt erklärt, nachdem er zuvor wegen umstrittener Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr in die Kritik geraten war. Ein neuer Bundespräsident wird am 30. Juni gewählt. Als Favorit gilt Niedersachsens Regierungschef Wulff, der Kandidat der Regierungsparteien CDU, CSU und FDP.

BERLIN: Angesichts der konjunkturellen Erholung wollen die Unternehmen in Deutschland die Kurzarbeit in den nächsten Monaten erheblich zurückfahren. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag rechnet bis Ende Dezember mit einem Rückgang um fast 90 Prozent. Im März waren laut Bundesagentur für Arbeit noch rund 830.000 Kurzarbeiter gemeldet, auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise 2009 waren es sogar etwa 1,5 Millionen. - Die Kurzarbeit soll Unternehmen ermöglichen, bei schwieriger Wirtschaftslage Kündigungen zu vermeiden. Der Verdienstausfall der Beschäftigten, die für einen Zeitraum weniger oder gar nicht mehr arbeiten, wird durch den Staat in gewisser Höhe ausgeglichen.

PARIS: Unter dem Druck gewaltiger Staatsschulden will auch Frankreich - ähnlich wie andere europäische Länder - das Rentenalter heraufsetzen. Bis 2018 werde das Pensionsalter schrittweise von 60 auf 62 Jahre gesteigert, teilte die Regierung mit. Zudem plant sie, Steuern für Reiche zu erhöhen. Präsident Sarkozy hofft, mit der Reform für Ruhe an den Finanzmärkten zu sorgen, wo die Bemühungen Frankreichs zum Schuldenabbau genau beobachtet werden. Dem Land droht sonst, in seiner Kreditwürdigkeit herabgestuft zu werden.

ZUM FUSSBALL: Rekordweltmeister Brasilien ist mit einem mühevollen 2:1-Sieg gegen Außenseiter Nordkorea in die FIFA-WM in Südafrika gestartet. Zuvor hatten sich Portugal und die Elfenbeinküste torlos getrennt. Das Spiel zwischen Neuseeland und der Slowakei endete 1:1. An diesem Mittwoch trifft zunächst Honduras auf Chile, anschließend spielen Europameister Spanien gegen die Schweiz und Gastgeber Südafrika gegen Uruguay.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte viel Sonne. Von Süden her ziehen Wolken auf, örtlich Regen. Höchsttemperaturen zwischen 16 Grad auf Rügen und 24 Grad am Rhein.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema