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Nachrichten

Mittwoch, 16. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

COLOMBO: Bei einem Bombenanschlag und einem anschließenden Feuerüberfall auf einen vollbesetzten Bus sind im Südosten Sri Lankas nach Angaben der Behörden mindestens 26 Menschen getötet mehr als 60 verletzt worden. Der Anschlag erfolgte in Buttala, 200 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Colombo. Die Regierung machte tamilische Rebellen für die Tat verantwortlich. An diesem Mittwoch endet offiziell der 2002 unter norwegischer Vermittlung ausgehandelte Waffenstillstand zwischen Regierung und den so genannten Befreiungstigern von Tamil Eelam LTTE. Die Regierung hatte das Abkommen unter Hinweis auf die zunehmende Gewalt der Rebellen bereits vor zwei Wochen aufgekündigt. Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Tamilenstaat im Norden Sri Lankas. Bei den Kämpfen wurden bisher mehr als 75.000 Menschen getötet.

NAIROBI: In Kenia ist es zum Auftakt dreitägiger landesweiter Proteste zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Polizisten schossen in der Hafenstadt Mombasa mit Tränengas auf einige hundert jugendliche Demonstranten, die gegen die Wiederwahl von Präsident Mwai Kibaki protestieren wollten. Die Opposition wirft Kibaki Wahlfälschung vor. Oppositionsführer Raila Odinga hat zu Kundgebungen in zahlreichen Städten und Ortschaften des Landes aufgerufen. Bei ähnlichen Protesten war es Anfang des Monats zu Gewalttätigkeiten gekommen. Dabei sollen bis zu 700 Menschen getötet worden sein. Am Dienstag hatte die Opposition einen ersten Erfolg im Kampf gegen die neue Regierung Kibaki erzielt. Sie eroberte mit 105 zu 101 Stimmen den Posten des Parlamentspräsidenten.

BAGDAD: Eine Selbstmordattentäterin hat in der irakischen Unruheprovinz Dijala mindestens acht Menschen mit in den Tod gerissen. Die Frau habe sich auf einem belebten Markt in der Ortschaft Chan Bani Saad in der Nähe der Stadt Bakuba in die Luft gesprengt, teilte die Polizei mit. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden. Dijala ist ein Schwerpunkt der in diesem Monat begonnenen Offensive der US-Armee gegen El-Kaida-Terroristen im Nordirak.

JERUSALEM: Aus Verärgerung über die Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde hat die ultrarechte Einwandererpartei 'Jisrael Beitenu' die Regierungskoalition von Ministerpräsident Ehud Olmert verlassen. Parteichef Avigdor Liebermann kündigte den langerwarteten Schritt jetzt in Jerusalem an. Er hatte seit langem damit gedroht, sollte die Regierung in den Friedensverhandlungen mit den Palästinensern Kernfragen des Nahost-Konflikts wie die Grenz- Flüchtlings- oder Jerusalemfrage ansprechen. Genau darüber aber sprechen beide Seiten seit Montag. Liebermann war der Koalition nach dem Libanonkrieg im Sommer 2006 beigetreten. Olmerts Mehrheit in der 120 Mitglieder zählenden Knesset ist durch den Austritt nicht gefährdet. Er kann sich noch auf 67 Abgeordnete stützen.

BRÜSSEL: Nach dem blutigen Militäreinsatz der israelischen Armee im Gaza-Streifen, bei dem 19 Palästinenser getötet wurden, hat die Europäische Union Israelis und Palästinenser zur Ruhe aufgerufen. Die slowenische Ratspräsidentschaft äußerte sich in Brüssel tief besorgt über die Kämpfe. Beide Seiten seien aufgefordert, einen Rückgriff auf Gewalt zu vermeiden und die Friedensverhandlungen fortzusetzen. Auch der EU-Außenbeauftragte Javier Solana appellierte an beide Seiten, den Kreislauf der Gewalt zu stoppen. Israel begründete den Vorstoß mit dem Hinweis, die islamistische Hamas greife vom Gaza-Streifen aus immer wieder mit Raketen an. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas sprach von einem Massaker und zog den Friedenswillen Israels in Zweifel.

SHARM EL SHEIK: US-Präsident George W. Bush ist zum Abschluss seiner achttägigen Nahostreise in Ägypten eingetroffen. Bei den Gesprächen mit Präsident Hosni Mubarak im Badeort Sharm el Sheik soll es um den Nahost-Friedensprozess, den Waffen- und Menschenschmuggel an der Grenze zwischen Ägypten und dem Gaza-Streifen sowie die Lage in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur gehen.

BERLIN: Mit Unverständnis hat auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee auf Ankündigungen der Deutschen Bahn über Arbeitsplatzabbau sowie Preiserhöhungen reagiert. Der Tarifabschluss mit der Lokführergewerkschaft GDL bringe zwar Mehrbelastungen mit sich, aber die Bahn sei ein starkes Unternehmen und mache Gewinne, hob der SPD-Politiker hervor. Mit Stellenstreichungen zu drohen, sei nicht die richtige Antwort. Bahnchef Hartmut Mehdorn rede einen "guten Erfolg schlecht", so Tiefensee im ZDF. Mehdorn hatte den Tarifvertrag für die Lokführer als "Niederlage für die Bahn und den Standort Deutschland" bewertet und harte Konsequenzen für Mitarbeiter und Fahrgäste angekündigt.

BERLIN: Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind 2007 vor allem wegen Preisschüben bei Energie und Nahrungsmitteln so kräftig gestiegen wie seit 13 Jahren nicht mehr. Die Verbraucherpreise legten um 2,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen stärkeren Preisauftrieb hatte es zuletzt 1994 mit 2,7 Prozent gegeben. --- Zusätzlich stieg die Inflation auch durch die höhere Mehrwertsteuer und Studiengebühren.

TOKIO: Die Furcht vor einer Rezession in den USA hat die asiatischen Aktienmärkte an diesem Mittwoch auf neue Tiefststände gedrückt. Damit folgten die Börsen den negativen Vorgaben aus New York, wo der Dow Jones Index um mehr als zwei Prozent gefallen war. In Tokio stürzte der Nikkei-Index um fast 3,4 Prozent ab, der Hang-Seng-Index in Hongkong verlor knapp vier Prozent. Auch die Börsen in Australien und Neuseeland gaben um gut zwei Prozent nach. An der New Yorker Wall Street hatte zuvor der Dow-Jones hohe Einbußen erlitten. Die Börse reagierte damit auf schwache Einzelhandelsergebnisse und auf neuerliche Milliardenverluste der Citigroup im Zuge der US-Immobilienkrise.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vor allem im Osten und Süden noch Regen. Besonders nördlich der Mittelgebirge zeitweise auch sonnig. Tageshöchstwerte zwischen zwei Grad in Niederbayern und elf Grad am Oberrhein.

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