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Nachrichten

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat den ersten Haushaltsentwurf der neuen Regierung beschlossen. Die Etatpläne von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble sehen für 2010 neue Kredite in Höhe von fast 86 Milliarden Euro vor. Das ist die mit Abstand höchste Neuverschuldung in der bundesdeutschen Geschichte. Auch die Gesamtausgaben steigen stark an - auf rund 325 Milliarden Euro. Das deutliche Plus gegenüber dem Vorjahr ist vor allem Folge der Milliarden-Programme gegen die Wirtschaftskrise. - Den höchsten Einzeletat hat das Arbeitsministerium. Der Bundestag will den Haushalt Ende März verabschieden.

BERLIN: Drei Monate nach dem Luftangriff auf zwei Tanklastwagen und Menschen in Afghanistan nimmt der Untersuchungsausschuss zum tödlichen Bombardement in der Nähe von Kundus seine Arbeit auf. Der Ausschuss, der der Zusammensetzung des Verteidigungsausschusses entspricht, wird wahrscheinlich mehr als ein Jahr lang arbeiten. Er soll versuchen, die Vielzahl offener Fragen zu dem Luftschlag vom 4. September mit bis zu 142 Toten zu klären. Dabei geht es auch um die Frage, ob dem neuen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zwischenzeitlich wichtige Dokumente über den Angriff vorenthalten worden waren. Guttenberg soll auch als erster befragt werden. - Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll Bundeswehr-Oberst Georg Klein den Luftschlag unter Eindruck von Geheimdienstinformationen befohlen haben. Danach sollen die radikal-islamischen Taliban einen Überfall auf das Feldlager der Bundeswehr geplant haben.

MOSKAU: NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen ist zu seinem Antrittsbesuch in Russland. Bei den Treffen mit Kremlchef Dmitri Medwedew und Regierungschef Wladimir Putin soll auch über den internationalen Militäreinsatz in Afghanistan beraten werden. Rasmussen will dem Vernehmen nach um eine stärkere russische Unterstützung der NATO beim Anti-Terror-Kampf in Afghanistan werben. Bisher erhält das Bündnis von Moskau vor allem Hilfestellung in Form von Transitgenehmigungen. Beim NATO-Russland-Rat Anfang des Monats hatten die Außenminister eine Wiederaufnahme der militärischen Zusammenarbeit mit Russland nach langer politischer Eiszeit beschlossen.

TEHERAN: Der Iran hat erneut eine Mittelstreckenrakete getestet. Die "Sedschil 2" gilt als die modernste iranische Mittelstreckenrakete. Mit einer Reichweite von mehr als 2.000 Kilometern könnten die Geschosse auch Israel und US-Stützpunkte am Persischen Golf treffen.

KOPENHAGEN: Beim UN-Klimagipfel in der dänischen Hauptstadt ringen die Umweltminister weiter um eine Einigung auf ein neues Klimaschutzabkommen. Die dänische Konferenzpräsidentin Connie Hedegaard kündigte neue Vertragsentwürfe an. Der deutsche Umweltminister Norbert Röttgen sagte in Kopenhagen, er sehe trotz der bisher schleppenden Verhandlungen gute Chancen, ein Ergebnis zu erreichen. Die europäischen Staaten würden sich hart für klare Ziele und für rechtliche Verbindlichkeiten zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen einsetzen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte in der "Financial Times" vor zu hohen Erwartungen. Er rechne nicht mehr damit, dass sich die Staatengemeinschaft in Kopenhagen auf ein Klimaschutzabkommen mit klaren finanziellen Zusagen für die armen Länder einige. Notwendig seien aber erste Absprachen, über Details müsse dann im kommenden Jahr weiter verhandelt werden. - Die Entwicklungsländer verlangen ab 2020 jährliche Zahlungen über 100 Milliarden Dollar (70 Milliarden Euro) aus den Industriestaaten, um die Folgen des Klimawandels für sie abzumildern.

RANGUN: Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat trotz ihres Hausarrestes erstmals seit Jahren die Erlaubnis bekommen, drei führende Mitglieder ihrer Partei zu treffen. Nach offiziellen Angaben kam sie in einem Gästehaus der Militärjunta in Rangun mit ihnen zusammen. Die 64-jährige Friedensnobelpreisträgerin war im August auf Betreiben der regierenden Militärs zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, nachdem ein US-Bürger ungebeten ihr Anwesen besucht hatte. Auf Suu Kyis Bitte um ein Treffen mit Junta-Chef Than Schwe reagierte die Militärregierung bislang nicht.

BRÜSSEL: Die EU-Fischereiminister haben die vorläufigen Fangquoten für die Nordsee und den Nordatlantik festgelegt. Danach werden die erlaubten Fangmengen für die Makrele Anfang 2010 je nach Gebiet deutlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Im Norden dürfen Fischer lediglich 65 Prozent der Menge von 2009 fangen, in den südlichen Gebieten sind es 90 Prozent. Eine Einigung mit Norwegen steht noch aus, daher sind die Zahlen vorläufig. Die Fangquote für den Hering in der deutschen Bucht wurde um 20 Prozent verringert.

HAMBURG: Künftig dürfen auch die Hochgeschwindigkeitszüge der Deutschen Bahn durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal fahren. Wie der Chef der Betreibergesellschaft, Jacques Gounon, der "Financial Times Deutschland" sagte, erfüllen nach einer Änderung der Brandschutzvorschriften nun auch die ICEs alle Voraussetzungen, Personen durch den Tunnel zu befördern. Bisher durfte nur der von der französischen Staatsbahn SNCF kontrollierte Eurostar durch den Kanaltunnel fahren.

SEATTLE: Mit dem Jungfernflug des Superjets "Dreamliner" des US-Flugzeugherstellers Boeing hat eine neue Ära im Flugzeugbau begonnen. Die Boeing 787 hob gestern auf dem Boeing-Flughafen nahe Seattle im US-Bundesstaat Washington ab und landete dort nach drei Stunden problemlos. Der Testflug wurde wegen schlechten Wetters um gut eine Stunde verkürzt. Nach fast drei Jahren Start- Verzögerung aufgrund von Produktionsproblemen konnten die Flugzeugtechniker endlich aufatmen. Fachleute sehen den Jet mit seiner neuen Leichtbauweise auf Kohlefaserbasis und des deshalb sparsamen Treibstoffverbrauchs als einen Quantensprung im Flugzeugbau.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und südlich der Donau dichte Wolken mit etwas Schnee oder Schneeregen. Sonst Auflockerungen und meist trocken. Höchstwerte minus fünf bis plus zwei Grad Celsius.

Am Morgen meldeten:
Hamburg: -4°, leicht bewölkt;
Berlin: -2°, etwas Schnee;
Dresden: -4°, wolkig;
Köln/Bonn: -2°,bedeckt;
Frankfurt am Main: -1°, bewölkt und
München: -4°, bedeckt.

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