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Nachrichten

Mittwoch, 15. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bei der Generaldebatte im Bundestag über den Haushalt 2011 ist es zu dem erwarteten heftigen Schlagabtausch zwischen Opposition und Regierung gekommen. SPD-Parteichef Gabriel warf der Koalition von Union und FDP vollständiges Versagen und Klientelpolitik zu Gunsten der Wohlhabenden vor. Hingegen werde bei Bildung und Erziehung gespart. Zudem sei die Energiepolitik der Bundesregierung das Ergebnis einer Kungelei zwischen Regierung und Atomlobby. Kanzlerin Merkel wies die Kritik zurück. Sie verwies auf den breiten Aufschwung nach der schwersten Rezession der Nachkriegszeit und die deutlich gesunkene Zahl der Erwerbslosen. Bei der Bildung, dem Schlüssel zur Teilhabe in der Gesellschaft, werde nicht gespart. Das neue Energiekonzept bringe die drei Dinge zusammen, die für einen Industriestandort wesentlich seien, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Zukunftssicherheit, betonte die CDU-Chefin. Die Politik der SPD hingegen werde den Anforderungen der Zukunft nicht gerecht.

BRÜSSEL: Zur Vermeidung künftiger Finanzkrisen will die EU-Kommission den Handel mit riskanten Produkten stärker kontrollieren. Genau zwei Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers legt EU-Binnenmarktkommissar Barnier an diesem Mittwoch entsprechende Pläne vor. Im Visier sind dabei vor allem ungedeckte Leerverkäufe und Kreditausfallversicherungen. Bei Leerverkäufen wetten Spekulanten auf den Verfall einer Währung oder Aktie und können so erhebliche Unruhe an den Märkten auslösen. Das gilt auch für Versicherungen gegen Kreditausfälle, die als Spekulationsobjekt zweckentfremdet werden.

JERUSALEM: Trotz andauernder Differenzen in der Frage des israelischen Siedlungsbaus im Westjordanland sind die Nahost-Friedensgespräche fortgesetzt worden. US-Außenministerin Clinton traf in Jerusalem zunächst den israelischen Präsidenten Peres. Später will sie dann mit Regierungschef Netanjahu und Palästinenserpräsident Abbas zusammenkommen. Die Palästinenserführung beharrt darauf, dass Israel seinen Baustopp in jüdischen Siedlungen im Westjordanland aufrecht erhält. Abbas drohte sogar mit einem Abbruch der Verhandlungen. Netanjahu will jedoch das Ende September auslaufende Moratorium nicht verlängern und ist allenfalls zu einer Einschränkung der Bautätigkeit bereit.

PARIS: Frankreich verbietet muslimischen Frauen das Tragen von Vollschleiern wie Burka und Nikab. Ein entsprechendes Gesetz nahm mit der Verabschiedung durch den Senat die letzte Hürde. Frauen, die gegen das Verbot verstoßen, sollen zur Zahlung von 150 Euro oder zu einem Kurs in Staatsbürgerkunde gezwungen werden. Männern, die ihre Frauen zur Verschleierung zwingen, drohen eine Geldstrafe von 30.000 Euro und ein Jahr Gefängnis.

ISLAMABAD: Bei einem neuerlichen US-Raketenangriff im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Wasiristan sind mindestens elf mutmaßliche Rebellen getötet worden. Eine Drohne habe auf Häuser in Miranshah, der größten Stadt in der Region, insgesamt sieben Raketen abgefeuert, teilten pakistanische Armeevertreter mit.

TOKIO: Im Kampf gegen den Höhenflug seiner Landeswährung Yen hat Japan erstmals seit sechs Jahren wieder am Devisenmarkt interveniert. Der Staat habe für rund 100 Milliarden Yen Dollars gekauft, heißt es in japanischen Medienberichten. Finanzminister Noda sprach von einem Alleingang Tokios, worüber die internatonalen Partner aber informiert worden seien. Einzelheiten nannte er nicht. Der starke Yen belastet vor allem Japans Exportwirtschaft.

MEXIKO-STADT: Mit Militärparaden, Festumzügen und zahlreichen Konzerten feiert Mexiko zwei Tage lang seine vor 200 Jahren errungene Unabhängigkeit von Spanien. Allein zur zentralen Feier im Zentrum der mexikanischen Hauptstadt werden mehrere Millionen Zuschauer erwartet, darunter Staatschefs und Regierungsmitglieder aus 80 Staaten. Wegen der schwierigen Sicherheitslage sind starke Polizei- und Armee-Einheiten im ganzen Land im Einsatz.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte vielfach heiter, dabei einzelne Schauer. Südlich des Mains zeitweise Regen. Höchstwerte zwischen 13 und 21 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 13 Grad, leicht bewölkt; Berlin: 12 Grad, leichter Regen; Dresden: 15 Grad, leichter Regen; Köln/Bonn: 14 Grad, leicht bewölkt; Frankfurt am Main: 13 Grad, leichter Regen und München: 15 Grad, wolkig.

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