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Nachrichten

Mittwoch, 15. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.


FRANKFURT/MAIN: Die Deutsche Börse hat ihr Angebot für die Vierländerbörse Euronext zurückgezogen. Ein Zusammengehen sei in der gegenwärtigen Situation nicht erreichbar, teilte die Deutsche Börse mit. Euronext favorisiert derzeit ein Zusammengehen mit der New York Stock Exchange. Die Vierländerbörse betreibt die Handelsplätze in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon. Die Allianz mit der New Yorker Börse ist in den vier Euronext-Ländern umstritten. Kritiker fürchten, dass dadurch das langfristige Ziel eines einheitlichen europäischen Finanzmarkts gefährdet werden könnte.

BAGDAD: Einen Tag nach der Massenentführung aus dem irakischen Bildungsministerium sind fast alle Geiseln wieder frei. Nur zwei Menschen befänden sich noch in der Gewalt der Kidnapper, sagte ein Sprecher der irakischen Regierung. Insgesamt seien in Bagdad 39 Menschen entführt worden. Über die Umstände der Freilassung wurde nichts bekannt. Bildungsminister Abed Diab el Udschaili hatte zuvor von fast einhundert Entführten gesprochen. Im Irak gibt es immer wieder Massenentführungen. Sunniten machen dafür schiitische Milizen verantwortlich, die mit Wohlwollen des von Schiiten kontrollierten Innenministeriums handelten. Bildungsminister Udschaili ist ein Sunnit. - Bei einem Autobombenanschlag in der Nähe des irakischen Innenministeriums wurden mindestens zehn Menschen getötet.


JERUSALEM: Bei einem Raketenangriff radikaler Palästinenser auf die israelische Stadt Sderot ist eine Frau getötet worden. Mehrere Menschen hätten Verletzungen erlitten, meldete das israelische Armeeradio. Zu der Attacke bekannte sich die Organisation Islamischer Dschihad. Sderot liegt an der Grenze zum Gazastreifen. - Nach israelischen Militärangaben war es das erste Mal seit Juli 2005, dass bei einem Raketenangriff vom Gaza-Streifen aus wieder ein israelischer Bürger getötet wurde.


WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush ist zu einer einwöchigen Asienreise aufgebrochen. Zunächst wird er bei einem Zwischenstopp in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreffen. Dabei wollen die beiden Staatschefs unter anderem über das iranische Atomprogramm sowie über den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation sprechen. Anschließend reist Bush nach Singapur weiter. Im Mittelpunkt seiner Reise steht die Teilnahme am Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) am Wochenende in Vietnam.


TRIPOLIS: Mit politischen Gesprächen in Tripolis setzt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier seine Reise durch die nordafrikanischen Maghreb-Staaten fort. Am Vormittag stehen Unterredungen mit Vertretern der nationalen Ölgesellschaft und der Regierung auf dem Programm. Libyen ist die erste Station der Reise. Anschließend will Steinmeier in das Nachbarland Algerien weiterfliegen. Die nächsten Stationen bis Samstag sind Tunesien, Marokko und Mauretanien.

BERLIN: Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat die Einigung auf ein Bleiberecht für geduldete Ausländer in Deutschland begrüßt. Vor allem die Möglichkeit, dass die schon lange in Deutschland lebenden Flüchtlinge arbeiten dürfen, sei eine wesentliche Voraussetzung für Integration, sagte die CDU-Politikerin in der 'Berliner Zeitung'. Niedersachsen und Bayern forderten dagegen Nachbesserungen. Die geplante Regelung belaste die Kommunen und sei daher nicht akzeptabel, hieß es. Nach den Plänen der großen Koalition sollen geduldete Ausländer eine Aufenthalts- und Arbeitsserlaubnis bekommen können, wenn sie schon lange in Deutschland wohnen.

BERLIN: Die Rentner in Deutschland müssen sich auf weitere Einbußen einstellen. Das berichtet die 'Süddeutsche Zeitung'. Unter Berufung auf den Entwurf des Renten-Versicherungsberichts schreibt die Zeitung, dass die so genannte Eckrente von derzeit knapp 1.066 Euro im nächsten Jahr auf rund 1.061 Euro im Westen sinken wird. Den heutigen Wert werde die Rente erst wieder 2010 übersteigen. Grund für die Entwicklung sei vor allem die Gesundheitsreform. Die Eckrente gibt an, wie viel ein Rentner erhält, wenn er 45 Jahre lang durchschnittliche Beiträge gezahlt hat.

BERLIN: Das Bundeskabinett befasst sich am heutigen Mittwoch mit der Kriminalitätsbekämpfung. Der Ministerrunde liegt dazu der so genannte "Sicherheitsbericht" von Bundesinnen- und Bundesjustizministerium vor. Der rund 600 Seiten starke Bericht soll ein umfassendes Bild der Kriminalitätslage geben, das über die polizeiliche Kriminalitätsstatistik hinausgeht. Er beinhaltet eine Gesamtschau der Ursachen, Erscheinungsformen und Strukturen der Kriminalität in Deutschland. Ein solcher Bericht wurde 2001 erstmals vorgestellt.


STRASSBURG: Die EU-Kommission will den Abbau der Bürokratie vorantreiben und den Unternehmen in Europa damit Milliarden-Kosten ersparen. Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und der deutsche Industriekommissar Günter Verheugen stellten gemeinsam Eckpunkte für das Projekt vor, das ein Schwerpunkt deutscher Ratspräsidentschaft im kommenden Jahr werden soll. Verheugen sagte, eines der größten Probleme für Unternehmen seien die Berichtspflichten an den Staat. Der deutsche Kommissar ging zugleich auf seine Kritik an der EU-Bürokratie ein. Er habe die europäischen Beamten nie für arrogant erklärt und auch deren Loyalität nie angezweifelt. Es sei ihm vielmehr darum gegangen, dass der Richtungswechsel hin zu weniger Regulierung noch nicht voll umgesetzt sei, sagte Verheugen.


BRÜSSEL: Die EU-Kommission plant, Fluggesellschaften 2011 in den Handel mit Emissionsrechten einzubeziehen, um deren Ausstoß von Treibhausgasen zu begrenzen. Nach einem Papier der Behörde sehen die Pläne Obergrenzen für die CO2-Emissionen fast aller Flüge in und aus der EU vor. Das derzeitige System des Emissionsrechte-Handels in der EU legt Obergrenzen für die Industrie fest. Betroffen sind vor allem Kraftwerke und Öl-Raffinerien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Nachmittag heiter bis wolkig, im Norden noch etwas Regen. Vor allem im Süden örtlich zähe Nebelfelder, sonst meist sonnig, 13 bis 18 Grad.

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