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Nachrichten

Mittwoch, 15. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch.

BERLIN: Die Ärzte an den deutschen Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern werden ab Donnerstag in den Streik treten. Das teilte der Ärzteverband 'Marburger Bund' mit. Mehr als 98 Prozent der Ärzte hätten sich bei der Urabstimmung für den Streik ausgesprochen. Die Patienten sollen allerdings weiterhin in Notfällen versorgt werden, versicherte der Vorsitzende des Verbandes Frank Ulrich Montgomery. Der 'Marburger Bund' will für die 22.000 Ärzte an deutschen Unikliniken kürzere Arbeitszeiten, voll bezahlte Überstunden und bis zu 30 Prozent höhere Gehälter durchsetzen. Die Tarifverhandlungen waren in der vergangenen Woche gescheitert.

STUTTGART: Nach fünfeinhalb Wochen Streik im öffentlichen Dienst kommt Bewegung in den Tarifstreit. In Baden-Württemberg nehmen an diesem Mittwoch zwei Schlichter ihre Arbeit auf kommunaler Ebene auf. Sie sollen bis Sonntag einen Kompromissvorschlag vorlegen. In Niedersachsen zeigten sich die kommunalen Tarifparteien vor der neuen Gesprächsrunde zuversichtlich, aus eigener Kraft eine Lösung im Streit um längere Arbeitszeiten zu finden. Auf Länderebene ist dagegen keine Bewegung im Tarifstreit in Sicht. Die Gewerkschaft Verdi streikt in den Kommunen sowie auf Länderebene gegen längere Arbeitszeiten.

BERLIN: Die Bundesregierung will die Steuerfreiheit für Biokraftstoffe zum 1. August abschaffen. Das sieht der Gesetzentwurf für ein neues Energiesteuergesetz vor, der im Kabinett erörtert wurde. Danach ist auf Biodiesel künftig eine Steuer von zehn Cent fällig. Auf beigemischten Biosprit und Pflanzenöl sollen 15 Cent erhoben werden.

GAZA: Alle Palästinensergruppen haben aus Protest gegen die Ereignisse vom Dienstag zum Generalstreik in den Autonomiegebieten aufgerufen. Israelische Soldaten hatten ein Gefängnis in Jericho gestürmt und den dort wegen Mordes an einem israelischen Minister inhaftierten Chef der Befreiungsfront Palästinas, Ahmet Saadat, festgenommen. Grund war dessen offenbar geplante Freilassung. Verteidigungsminister Schaul Mofas wies Vorwürfe zurück, der Einsatz sei mit Blick auf die Ende März geplante Wahl erfolgt. Der UN-Sicherheitsrat und die EU verurteilten sowohl die israelische Aktion wie auch die anschließenden Übergriffe von Palästinensern auf EU-Einrichtungen und Ausländer.

NEW YORK: Die fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrat versuchen weiter, ihre Differenzen beim Vorgehen gegen den Iran beizulegen. Für diesen Mittwoch ist eine neue Verhandlungsrunde der Vertreter der USA, Großbritanniens, Frankreichs, Russlands und Chinas angesetzt. Russland und China lehnen im Gegensatz zu den anderen drei Staaten zu viel Druck auf den Iran ab.

BELGRAD: Der am Samstag verstorbene frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic wird jetzt doch in Belgrad und nicht in Moskau beigesetzt. Milosevics Sohn Marko wird den Leichnam an diesem Mittwoch aus Amsterdam in die serbische Hauptstadt überführen. Die Entscheidung fiel, nachdem die serbischen Behörden der Witwe Milosevics, Mirjana Markovic, die Einreise aus ihrem russischen Exil erlaubten. Sie muss jedoch ihren Pass abgeben und sich einer Anhörung wegen eines Auftragsmordes stellen. Markovic ist in Serbien wegen Amtsmissbrauchs angeklagt.

ROM: Knapp vier Wochen vor der Parlamentswahl haben die beiden Spitzenkandidaten, Regierungschef Silvio Berlusconi und der frühere EU-Kommissionspräsident Romano Prodi, ihr erstes Fernsehduell bestritten. Ein zweites ist für den 3. April geplant. Analysten sahen nach Ende der ersten Debatte keinen klaren Sieger. Schwerpunkt waren die Wirtschaftspolitik sowie das Thema Einwanderung. Berlusconis Mitte-Rechts-Bündnis liegt in Umfragen vier Prozentpunkte hinter dem Bündnis Prodis.

BAGDAD: Der Prozess gegen Iraks früheren Machthaber Saddam Hussein und sieben Mitangeklagte ist fortgesetzt worden. Dessen Halbbruder und früherer Geheimdienstchef Barsan al-Tikriti stellte sich den Fragen des Richters sowie des Staatsanwalts. Er muss sich wie die anderen Angeklagten wegen der Folter und Hinrichtung von 148 Schiiten in der irakischen Kleinstadt Dudschail im Jahr 1982 verantworten. Zeugen hatten ausgesagt, Ibrahim habe sich persönlich an Folterungen beteiligt.

WASHINGTON: Der Terror-Prozess gegen den aus Marokko stammenden Franzosen Zacarias Moussaoui in den USA wird doch fortgesetzt. Die vorsitzende Bundesrichterin entschied, trotz unerlaubter Beeinflussung von Zeugen durch die Staatsanwaltschaft den Prozess nicht platzen zu lassen. Allerdings wurden alle betroffenen Zeugen von dem weiteren Verfahren ausgeschlossen. Es soll am Montag wieder aufgenommen werden. Mossaoui hatte sich schuldig bekannt, von dem Komplott im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gewusst zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe.

BRAUNSCHWEIG: Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Bernhard Gertz, hat sich gegen den möglichen Kongo-Einsatz deutscher Soldaten zur Absicherung der Wahlen ausgesprochen. Es helfe Afrika nicht weiter, für einige Monate 1.500 Mann in ein Land zu schicken, das sechsmal so groß sei wie die Bundesrepublik und in dem 17.000 UN-Soldaten nicht ausreichten, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sagte er der 'Braunschweiger Zeitung'.

CAPE CANAVERAL: Die US-Raumfähre Discovery wird wahrscheinlich erst im Juli zur Internationalen Raumstation starten. Die NASA verschob den eigentlich für Mai geplanten Start wegen eines fehlerhaften Messgeräts am Treibstofftank. Dieses sowie drei weitere Sensoren an dem Tank sollen ausgetauscht werden. Zuvor hatte die NASA bereits Schwierigkeiten mit der Schaumstoffisolierung sowie mit dem Roboterarm des Shuttles gemeldet. An Bord des neuen Fluges der Discovery soll auch der deutsche Astronaut Thomas Reiter sein.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Osten her immer wolkiger und nachfolgend gebietsweise Schnee, an der Ostsee Regen. Tagestemperaturen null bis fünf Grad Celsius, im Westen fünf bis acht Grad.

  • Datum 15.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/87JK
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