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Nachrichten

Mittwoch, 15 Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Bundeskabinett ist zu Beratungen über den Sozialbericht 2009 zusammengekommen. Darin wird eine Bilanz der sozialpolitischen Reformen der Großen Koalition gezogen. Nach Informationen der "Rheinischen Post" steht in dem Bericht, dass die Sozialleistungen in diesem Jahr aufgrund der Wirtschaftskrise auf 754 Milliarden Euro steigen. Damit werde etwa jeder dritte erwirtschaftete Euro in Deutschland für die soziale Sicherung ausgegeben. - Ein weiteres Thema im Kabinett ist die Situation von Behinderten in Deutschland.

MÜNCHEN: Die CSU-Landesgruppe hat ihre zweitägige Klausurtagung im oberfränkischen Kloster Banz fortgesetzt. Im Mittelpunkt der Gespräche sollen vor allem wirtschaftspolitische Fragen stehen. Als Gäste werden Handwerkspräsident Otto Kentzler und der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Hans Heinrich Driftmann, erwartet. - Im unionsinternen Streit über die künftigen Mitspracherechte der deutschen Parlamente bei EU-Entscheidungen hatte es am Dienstag keine Annäherung gegeben. Kanzlerin Angela Merkel sagte nach ihrem Besuch in Banz allerdings, sie sehe keine unüberbrückbaren Schwierigkeiten.

KAIRO: Im ägyptischen Badeort Scharm el Scheich hat ein Treffen der Bewegung der blockfreien Länder begonnen. An der zweitägigen Konferenz nehmen Delegationen aus 118 Staaten teil. In der Eröffnungsrede forderte Kubas Präsident Raul Castro eine neue Finanz- und Wirtschaftsordnung. Gerade weil die Entwicklungsländer von der Wirtschaftskrise am härtesten betroffen seien, müssten auch deren Bedürfnisse stärker berücksichtigt werden. - Die Bewegung der Blockfreien war 1955 gegründet worden. Sie verstand sich im Kalten Krieg als ein Gegengewicht zur westlichen NATO und dem inzwischen aufgelösten Warschauer Pakt, der die kommunistischen Staaten Osteuropas militärisch eng an die Sowjetunion band.

GUATEMALA-STADT: Der gestürzte honduranische Präsident Manuel Zelaya hat seine Anhänger zum Volksaufstand gegen die Interims-Regierung aufgerufen. Die Bevölkerung müsse sich mit Streiks, Demonstrationen und zivilem Ungehorsam gegen den Putsch und gegen die von Roberto Micheletti geführte Regierung wehren, sagte Zelaya bei einem Besuch in Guatemala. Micheletti wies ein von Zelaya gestelltes Ultimatum für seine Rückkehr an die Macht zurück. Die Übergangsregierung wird international wegen des Staatsstreichs verurteilt und nicht anerkannt. Zelaya war am 28. Juni auf Anordnung des Obersten Gerichts festgenommen und aus dem Land gebracht worden.

BRÜSSEL: Bürger aus Serbien, Mazedonien und Montenegro sollen ab 1. Januar 2010 ohne Visum in die EU-Staaten einreisen dürfen. Einen entsprechenden Vorschlag will die EU-Kommission an diesem Mittwoch in Brüssel beschließen. Kritiker bemängeln, dass Bosnien-Herzegowina und das Kosovo nicht von Reiseerleichterungen profitieren sollen.

SALZGITTER: In das niedersächsische Atommülllager Asse ist an mehreren Stellen erneut radioaktiv belastete Lauge eingesickert. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter mitteilte, wurde eine Ansammlung von Lösungen bei einem Kontrollgang der Schachtanlage in etwa 950 Meter Tiefe festgestellt. Die Laugen wiesen Belastungen mit radioaktivem Cäsium und Tritium auf. Die Werte lägen aber unterhalb der Freigrenzen der Strahlenschutzverordnung, erklärte das Bundesamt. Eine Gefährdung des Betriebspersonals und der Umgebung des Bergwerks sei ausgeschlossen. - In dem ehemaligen Salzbergwerk Asse lagern rund 126.000 Fässer mit schwach- und mittelradioaktivem Atommüll.

FRANKFURT AM MAIN: Der Automarkt in Westeuropa hat dank zahlreicher nationaler Anreiz-Programme im Juni zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2008 wieder ein Plus verzeichnet. Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) mitteilte, stieg die Zahl der PKW-Neuzulassungen um fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. In der kompletten ersten Jahreshälfte wurden allerdings mit knapp sieben Millionen Autos immer noch zehn Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt als ein Jahr zuvor. Nahezu jede dritte Neuzulassung entfiel auf den deutschen Markt, der im Juni ein Plus von 40 Prozent verbuchen konnte.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama hat seinen Kurs in der Wirtschaftspolitik verteidigt. Es sei Zeit, sich auf neue Industrien zu konzentrieren, sagte Obama in Michigan, einem US-Bundesstaat, der besonders von der Krise der Auto-Industrie betroffen ist. Deshalb sollten zwölf Milliarden Dollar in Aus- und Weiterbildung gesteckt werden. Zugleich warnte Obama vor weiter steigenden Arbeitslosenzahlen. Auch wenn sich ein Aufschwung bereits abzeichne, werde der Stellenaufbau der Entwicklung hinterherhinken. Die Arbeitslosenquote in den USA ist im Mai mit 9,4 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als 25 Jahren gestiegen. Seit Beginn der Rezession in den USA im Dezember 2007 sind insgesamt 6,5 Millionen Jobs verloren gegangen.

NEW YORK: Der gescheiterte General-Motors-Chef Rick Wagoner kann noch mit Millionen-Bezügen rechnen. Der 56-Jährige werde in den kommenden fünf Jahren gut elf Millionen Dollar bekommen sowie den Rest seines Lebens eine jährliche Rente von rund 74.000 Dollar, berichteten amerikanische Medien unter Berufung auf den US-Autokonzern. Wagoner, der 32 Jahre bei General Motors verbracht hatte, musste Ende März auf Drängen der US-Regierung seinen Chefsessel räumen. Der größte US-Autobauer hatte unter seiner Führung seit 2004 Verluste von 88 Milliarden Dollar angehäuft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und Osten viele Schauer und örtlich schwere Gewitter. Im Westen und Norden längere Zeit sonnig und meist trocken. Höchstwerte zwischen 22 und 28 Grad.

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