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Nachrichten

Mittwoch, 15. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Bei einem Anschlag nahe der afghanischen Hauptstadt sind drei deutsche Polizisten getötet worden. Ein weiterer wurde verletzt. Die Beamten seien auf dem Weg zu einem diesntlichen Training gewesen, als ihr Fahrzeug auf einen Sprengsatz fuhr, teilte das Bundesinnenministerium mit. Bei den Toten handele es sich um zwei Personenschützer des Bundeskriminalamtes und einen Beamten der Bundespolizei. Sie waren zum Schutz der deutschen Botschaft und des deutschen Botschafters in Kabul eingesetzt. Innenminister Wolfgang Schäuble und Außenminister Frank-Walter Steinmeier verurteilten den Angriff und sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. Deutschland werde trotz des Anschlags die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte fortsetzen, kündigte Schäuble an. Afghanistan brauche die weitere deutsche Unterstützung.

BAGDAD: Bei einer Anschlags-Serie im Nordirak sind mindestens 200 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden. Vier Selbstmordattentäter hatten sich nahezu zeitgleich mit Tanklastwagen in die Luft gesprengt. Die Anschläge ereigneten sich in Siedlungen der Jesiden westlich von Mossul. Die Behörden gehen davon aus, dass sich die Zahl der Opfer noch erhöhen könnte. Es war eine der schwersten Anschlags-Serien seit dem Einmarsch der amerikanischen Truppen vor vier Jahren. Die Jesiden bilden eine Religionsgemeinschaft, deren Wurzeln in die vorislamische Zeit zurückreichen. Die meisten von ihnen sprechen kurdisch.

NEU DELHI: Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen feiert Indien an diesem Mittwoch den 60. Jahrestag seiner Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft. Allein in der Hauptstadt Neu Delhi sind rund 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, um mögliche Anschläge zu verhindern. Regierungschef Manmohan Singh rief zum Kampf gegen die Armut auf. Indien dürfe nicht zu einer Nation mit Wachstumsinseln und weiten Regionen ohne jede Entwicklung werden, mahnte der Ministerpräsident vor mehreren tausend Teilnehmern einer Jubiläumsfeier. Bereits am Dienstag hatte das Nachbarland Pakistan vor dem Hintergrund massiver innenpolitischer Probleme seinen 60. Unabhängigkeitstag gefeiert. Indien und Pakistan haben bereits drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um die geteilte Region Kaschmir. Seit 2004 verhandeln beide Atommächte über eine Annäherung.

BERLIN: Die Subventionen des Bundes werden zwischen 2005 und 2008 um zwei auf 21,5 Milliarden Euro gesenkt. Das geht aus dem Subventionsbericht von Finanzminister Peer Steinbrück hervor, den das Kabinett an diesem Mittwoch verabschiedt hat. Der größte Teil des Geldes soll durch die Kürzung von Steuervergünstigungen wie der Eigenheimzulage eingespart werden. Das Kabinett tagt zum ersten Mal nach der Sommerpause wieder unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

MOSKAU: Nach dem Anschlag auf den Schnellzug von Moskau nach St. Petersburg fahnden die Behörden nach zwei Verdächtigen. Aufgrund von Zeugenaussagen seien Phantombilder erstellt worden, teilten Beamte der Verkehrspolizei mit. Der Anschlag sei sorgfältig geplant gewesen. Die Täter hätten maximalen Schaden verursachen wollen. Der Schnellzug mit rund 250 Menschen war nach der Detonation einer Bombe entgleist, die an der Strecke versteckt war. 60 Menschen wurden verletzt. Die Polizei geht von einem terrorisischen Hintergrund aus.

TOKIO: Am Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg hat Ministerpräsident Shinzo Abe auf einen Besuch des umstrittenen Yasukuni-Schreins verzichtet. Nur ein Kabinettsmitglied und 46 Abgeordnete des Parlaments besuchten den Schrein, um der japanischen Kriegstoten zu gedenken. Der Besuch des Denkmals durch Abes Vorgänger Junichiro Koizumi hatte im vergangenen Jahr heftige Proteste in China und Südkorea ausgelöst. Beide Staaten werfen Japan vor, in Yasukuni auch Kriegsverbrecher zu ehren. Abe äußerte bei einer Gedenkstunde Mitgefühl für das von Japan im Zweiten Weltkrieg verursachte Leid.

SEOUL: Das geplante Gipfeltreffen mit Nordkorea soll nach der Vorstellung des südkoreanischen Präsidenten Roh Moo Hyun den Weg für einen einheitlichen Wirtschaftsraum auf der koreanischen Halbinsel ebnen. In einer Ansprache zum 62. Jahrestag der Befreiung ganz Koreas von japanischer Kolonialherrschaft sagte Roh, dadurch erhielten südkoreanische Unternehmen größere Investitionsmöglichkeiten und der kommunistische Norden die Chance einer wirtschaftlichen Erholung. Bei dem für Ende August geplanten Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il in Pjöngjang wolle er sich für ein Ende des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms einsetzen, sagte Roh weiter.

OTTAWA: Der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper hat sich zu einer Kabinettsumbildung entschlossen, um seine konservative Minderheitsregierung zu festigen. Abgelöst wurde Verteidigungsminister Gordon O'Connor, der wegen des Einsatzes in Afghanistan zunehmend öffentlichen Protest ausgelöst hatte. Neuer Verteidigungsminister ist der bisherige Außenminister Peter MacKay. Dessen Aufgaben übernahm Maxime Bernier, der bislang für die Industriepolitik zuständig war. Harpers Konservative Partei hatte im vergangenen Jahr die Liberalen nach 13 Jahren von der Regierung abgelöst.

BONN: Die drastische Erhöhung der Milchpreise hat das Bundeskartellamt auf den Plan gerufen. Die Behörde prüft, ob es in der Branche wettbewerbswidrige Absprachen gab. Ein Sprecher teilte mit, die Kartellwächter hätten in den Büros des Milchindustrie-Verbands -MIV- und der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle in Bonn Unterlagen nach entsprechenden Hinweisen durchsucht. MIV-Präsident Eberhard Hetzner wies den Verdacht koordinierter Preisabsprachen zurück.

DUISBURG: Am Duisburger Hauptbahnhof sind sechs Männer erschossen worden. Die Italiener im Alter zwischen 16 und 39 Jahren wurden durch Kopfschüsse getötet. Laut italienischen Medienberichten standen sie möglicherweise in Verbindung zur kalabrischen Mafia. Die Duisburger Polizei wollte sich zu den Hintergründen der Tat bislang nicht äußern.

ROM: Im Mittelmeer hat sich eine neue Flüchtlingstragödie ereignet. Die italienische Küstenwache entdeckte vor der Insel Lampedusa die im Meer treibenden Leichen von 14 Flüchtlingen. Sie hätten vermutlich versucht, mit einem Boot von Nordafrika aus nach Italien zu gelangen. teilten die Behörden mit. - Erst vor rund vier Wochen waren vor Lampedusa zahlreiche Menschen ertrunken als ihre beiden Boote untergingen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und schauerartiger Regen, örtlich auch Gewitter. Im Süden und Osten etwas freundlicher.

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