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Nachrichten

Mittwoch, 14. November 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 11-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PARIS: Ein unbefristeter Streik der Eisenbahner in Frankreich hat zu einem Verkehrschaos geführt. In und um Paris bildeten sich Staus von 300 Kilometern Länge. Auch der Dienst der Busse und Metros war erheblich eingeschränkt. Lediglich die Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen Paris und London sowie Köln sollen zunächst nicht betroffen sein. Dem Streik schlossen sich inzwischen auch Mitarbeiter der staatlichen Gas- und Stromversorger an. Präsident Nicolas Sarkozy schloss ein Nachgeben bei seiner Rentenreform kategorisch aus. Ein Kernstück ist die Verlängerung der Renten-Beitragszeit für Staatsbedienstete. Zuweilen können französische Lokführer bereits mit 50 Jahren in Rente gehen.

KOPENHAGEN: In Dänemark wird es nach der vorgezogenen Parlamentswahl keinen Regierungswechsel geben. Die Koalition unter Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen verlor zwar fünf Sitze, kommt aber mit 89 Sitzen immer noch auf eine deutliche Mehrheit. Für eine stabile Mehrheit ist Rasmussen jetzt auf weitere Unterstützung angewiesen. Die linksgerichteten Oppositionsparteien kommen auf 81 Sitze. Rasmussen kündigte an, er wolle seine Minderheitsregierung mit den Konservativen fortsetzen.

BERLIN: Nach dem Rücktritt von Arbeitsminister und Vizekanzler Franz Müntefering will die SPD weiter mit Nachdruck für die Einführung eines Mindestlohnes kämpfen. Bei diesem Thema gebe es erhebliche ideologische Unterschiede zwischen den Koalitionspartnern, sagte SPD-Fraktionschef Peter Struck im Deutschlandfunk. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles kündigte an, es werde jetzt mit harten Bandagen um Sachfragen gerungen. Unions-Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen meinte dagegen im Deutschen Fernsehen, er erwarte nicht, dass das Thema Mindestlohn das zentrale Streitthema der Koalition in den nächsten zwei Jahren sein werde. Müntefering hatte am Dienstag überraschend angekündigt, angesichts der schweren Krankheit seiner Frau seine Ämter zum 21. November aufzugeben.

WIESBADEN: Die Aufwärtsentwicklung der deutschen Wirtschaft hat sich weiter verstärkt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Vierteljahr um 0,7 Prozent. Die Wachstumsimpulse kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hauptsächlich aus dem Inland. Vor allem die Bauinvestitionen seien wieder gestiegen. Hinzu komme eine moderate Zunahme des privaten Konsums.

DRESDEN: Der umstrittene Bau der Waldschlößchenbrücke im UNESCO-Welterbe Dresdner Elbtal kann unter Auflagen beginnen. Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen hob den im Sommer verhängten Baustopp auf. Damit wird die Aberkennung des Welterbetitels immer wahrscheinlicher. Das Welterbekomitee hatte im Juni angekündigt, Dresden von der Liste zu streichen, sollte die Brücke errichtet werden. Im August hatten Naturschützer den Baustopp erwirkt. Sie sehen die Belange einer geschützten Fledermausart in den Planungen nicht ausreichend berücksichtigt. Gegen den Baustopp hatte das Land Sachsen Beschwerde eingelegt. Regierungschef Georg Milbradt drängt auf den Baubeginn.

ISLAMABAD: In Pakistan ist der Oppositionspolitiker und frühere Cricket-Star Imran Khan festgenommen worden. Khan, der sich seit der Verhängung des Ausnahmezustands Anfang des Monats versteckt hielt, war an diesem Mittwoch bei einer Studentendemonstration an der Punjab-Universität in Lahore erschienen und wenig später abgeführt worden. Die Polizei gab an,er habe die Demonstration gegen Präsident Pervez Musharraf initiiert.

SEOUL: Die Regierungschefs aus Nord- und Südkorea, Kim Yong Il und Han Duck Soo, sind zu einem ersten Gespräch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul zusammengetroffen. Auf der Tagesordnung stehen konkrete Wirtschaftsprojekte wie etwa eine gemeinsame Fischereizone sowie eine Wirtschaftszone um die nordkoreanische Küstenstadt Haeju. Außerdem soll auch über eine Ausweitung der Familienzusammenführung gesprochen werden.

PEKING: Der chinesische Dissident Guo Feixiong ist zu einer fünfjährigen Haft- und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der südlichen Stadt Guangzhou befand ihn schuldig, ein Buch ohne Zustimmung der Behörden veröffentlicht zu haben. Darin hatte Guo über die weit verbreitete Korruption unter Regierungsbeamten in der nordöstlichen Stadt Shenyang im Jahr 2001 berichtet. Er setzte sich zudem aktiv gegen Landenteignungen von Bauern in der Provinz Guangdong ein.

ALGIER: Bundespräsident Horst Köhler beendet an diesem Mittwoch seinen Staatsbesuch in Algerien und reist nach Mauretanien weiter. Die islamische Republik ist seit 1960 unabhängig und nach einem unblutigen Militärputsch gegen ein autoritäres Regime auf dem Weg zur Demokratie. Köhler will mit dem ersten Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in dem armen Wüstenstaat den Reformprozess stärken. Zum Abschluss seines ersten Besuchs in Algerien zog Köhler eine gemischte Bilanz seiner Eindrücke. Im zweitgrößten afrikanischen Land fehle noch der Mut, nach dem Scheitern des Sozialismus einen neuen Weg zu gehen.

AACHEN: Für ihre Verdienste um die Einigung Europas erhält Bundeskanzlerin Angela Merkel im kommenden Jahr den Internationalen Karlspreis. Damit werde ihr herausragender Beitrag zur Überwindung der Krise in der EU gewürdigt, erklärte die Jury zur Begründung. Als EU-Ratspräsidentin habe Merkel maßgeblich dazu beigetragen, wichtige politische Fragen zu entscheiden und den Dialog zwischen Bevölkerung und europäischer Politik wieder in Gang zu bringen. - Letzter deutscher Preisträger war 1997 der damalige Bundespräsident Roman Herzog, in diesem Jahr war der EU-Außenbeauftragte Javier Solana mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend stark bewölkt, zeitweise Regen oder Schneeregen, oberhalb von 500 Metern Schneefall. Temperaturen zwischen null und sechs Grad Celsius.

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