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Nachrichten

Mittwoch, 14. Mai 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben im Südwesten Chinas gehen die Behörden von mehr als 20.000 Todesopfern aus. Allein in der bisher von der Außenwelt abgeschnittenen Kleinstadt Yingxiu nahe des Epizentrums sind laut amtlicher Agentur Xinhua rund 7.700 Menschen ums Leben gekommen. Viele Ortschaften sind völlig ausgelöscht worden. Die Provinz Sichuan wurde von starken Nachbeben erschüttert. Die Arbeit der Rettungsmannschaften wird außerdem durch zerstörte Verkehrswege und heftigen Regen erschwert. Erstmals setzte die Armee Hubschrauber ein, um Wasser, Lebensmittel und Medikamente einzufliegen. Insgesamt sind bis zu 50.000 Soldaten im Einsatz.

RANGUN/ NEW YORK: Die Vereinten Nationen und westliche Regierungen beklagen, dass in Birma knapp zwei Wochen nach dem Wirbelsturm "Nargis" hunderttausende Opfer immer noch auf Hilfe warten. Eine UN-Sprecherin in Bangkok teilte zudem mit, über Birma bilde sich ein neuer Zyklon, der die gesamte Region bedrohen könne. Erste internationale Experten im Katastrophengebiet berichteten, im Irrawaddy-Delta säßen zehntausende Menschen in verwüsteten Dörfern hungernd und ohne Dach über dem Kopf im einsetzenden Monsun. Nur ein Zehntel der benötigten Güter komme an. Laut Korrespondenten ist das Militär nicht in der Lage, die Krise allein zu meistern und blockiert zudem die Rettungsarbeiten. Die UN forderten eine Luftbrücke.

JERUSALEM: US-Präsident George W. Bush ist zum Auftakt seiner zweiten Nahost-Reise in Israel eingetroffen. Bush will versuchen, dem Friedensprozess neue Impulse zu geben, der nach der Konferenz von Annapolis vor einem halben Jahr kaum in Gang gekommen ist. Offizieller Anlass seines Besuchs ist der 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung, symbolischer Höhepunkt seine Rede vor der Knesset. --- Weitere Stationen Bushs sind Saudi-Arabien und Ägypten, beides wichtige Partner der USA im Nahen Osten.

BRASILIA: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zu Beginn ihrer Lateinamerika-Reise in Brasilien eingetroffen. Nach Gesprächen mit Staatspräsident Luiz Inacio Lula da Silva soll ein Energieabkommen zwischen Deutschland und Brasilien unterzeichnet werden. Dabei geht es vor allem um die Zusammenarbeit bei erneuerbaren Energien. Die Bundesregierung will Brasilien drängen, bei der Erzeugung von Biokraftstoffen den Umweltschutz stärker zu beachten. --- Nach den Angriffen von Venezuelas Präsident Hugo Chavez gegen die Kanzlerin hat die Regierung ihre Kritik an Merkel fortgesetzt. Sie gefährde die deutsch-venezolanischen Beziehungen, erklärte das Außenministerium. - Merkel nimmt im Laufe ihrer Auslandsreise am EU-Lateinamerika-Gipfel in Peru teil und besucht zudem Kolumbien und Mexiko.

JEKATERINBURG: Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow zusammengekommen. Bei dem Gespräch in der Uralstadt Jekaterinburg ging es unter anderem auch um das umstrittene iranische Atomprogramm. Beide Minister waren sich darüber einig, dass alles getan werden müsse, damit die internationale Gemeinschaft geschlossen bleibe. Lawrow kritisierte dabei indirekt die USA und Großbritannien, die die Beschlüsse der so genannten 'Sechser-Gruppe' verfälschten. Als Beispiel nannte er Sanktionen gegen dritte Staaten. Differenzen ergaben sich bei der Beurteilung der Lage nach der Wahl in Serbien. Während Steinmeier die Unabhängigkeit des Kosovo unterstützt, sieht Russland darin eine Destabilisierung der Region. Am Nachmittag will Steinmeier in Moskau mit dem neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zusammentreffen.

HAMBURG: Mit Blick auf die weltweite Krise der Finanzmärkte hat Bundespräsident Horst Köhler die Banken hart kritisiert. Ein Zusammenbruch der Weltfinanzmärkte sei sehr nahe gewesen, sagte Köhler dem Magazin "Stern". Die Finanzmärkte hätten sich zu einem "Monster" entwickelt, das in die Schranken gewiesen werden müsse. Die Überkomplexität der Finanzprodukte und die Möglichkeit, mit geringstem eigenem Haftungskapital große Hebelgeschäfte in Gang zu setzen, hätten das "Monster" wachsen lassen, sagte Köhler, der früher Direktor des Internationalen Währungsfonds, IWF, war. Diese Entwicklung habe kaum noch Bezug zur Realwirtschaft. --- Wichtig sei daher eine strengere und effizientere Regulierung der Weltfinanzmärkte. Mit dieser Aufgabe könne der IWF betraut werden. Der Bundespräsident forderte zugleich eine Überprüfung des deutschen Finanzsektors.

CHARLESTON: Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten hat Senatorin Hillary Clinton die Vorwahl im Bundesstaat West Virginia erwartungsgemäß deutlich für sich entschieden, damit aber eher einen symbolischen Sieg errungen. Die frühere First Lady kam auf rund zwei Drittel der Stimmen, kann aber kaum noch damit rechnen, ihren führenden Rivalen Barack Obama insgesamt noch zu überholen. Ungeachtet dessen, bekräftigte Clinton ihre Entschlossenheit weiterzukämpfen. --- Die nächsten Vorwahlen finden kommende Woche in Oregon und Kentucky statt.

MADRID: Bei einem Autobombenanschlag im spanischen Baskenland sind ein Polizeibeamter getötet und vier weitere Polizisten verwundet worden. Die Behörden machen die Untergrundorganisation ETA für den Anschlag in Legutiano nahe der baskischen Hauptstadt Vitoria verantwortlich. Ein mit Sprengstoff vollgepackter Lieferwagen war vor einem Gebäude der Guardia Civil in die Luft gegangen. --- Einen Warnanruf, wie sonst oft bei Anschlägen üblich, gab es laut Polizei diesmal nicht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Es ist abermals heiter mit viel Sonnenschein. In den Mittelgebirgen und an den Alpen bilden sich jedoch Quellwolken, vereinzelt kann es Schauer geben. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 22 und 27 Grad.

Am Morgen meldeten bei überwiegend wolkenlosem Himmel:

Hamburg: 11 Grad;
Berlin: 13 Grad;
Dresden: 15 Grad;
Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 18 Grad und
München: 16 Grad.

Audio und Video zum Thema