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Nachrichten

Mittwoch, 14. März 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Das Bundeskabinett ist zusammengekommen, um die für 2008 geplante Unternehmenssteuerreform zu beschließen. Der Gesetzentwurf von Finanzminister Peer Steinbrück sieht eine Senkung der Gesamtsteuerlast der Konzerne von 39 Prozent auf knapp unter 30 Prozent vor. Die Mindereinnahmen für den Staat sollen auf fünf Milliarden Euro begrenzt werden. Wirtschaftsminister Michael Glos hat erneut Nachbesserungen für den Mittelstand gefordert. Der CSU-Politiker beklagt Nachteile für kleine und mittlere Unternehmen. SPD-Linke und Gewerkschaften sprachen von einem 'ungerechtfertigten Milliarden-Geschenk'.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Umweltkommissar Stavros Dimas haben die britischen Pläne zum Klimaschutz begrüßt. Der 'Süddeutschen Zeitung' sagte Merkel, der Weg, den Großbritannien vorzeichne, sei richtig. Insbesondere sei es richtig, beim Verbraucher mit dem Klimaschutz zu beginnen. Dimas nannte das geplante britische Gesetz einen mutigen Schritt mit Signalwirkung auf die anderen EU-Mitgliedstaaten. Die Regierung von Premierminister Tony Blair hatte am Dienstag einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der verbindliche Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen vorsieht. Dem zufolge will die britische Regierung die Kohlendioxid-Emissionen bis 2050 um mindestens 60 Prozent senken.

HARARE: Simbabwes Oppositionsführer Morgan Tsvangirai ist aus der Haft entlassen worden. Nach Auskunft seiner Anwältin ging Tsvangirai nach einem geplatzten Gerichtstermin nach Hause. Die Vertreter der Staatsanwaltschaft seien zu dem Termin nicht erschienen. Der Oppositionpolitiker und zahlreiche Mitstreiter waren am Sonntag nach einer Anti-Regierungskundgebung in der Hauptstadt Harare verhaftet und nach eigener Darstellung im Gefängnis schwer misshandelt worden. Sie mussten sich deswegen in eine Klinik begeben. Tsvangirai führt die größte Oppositionspartei in Simbabwe an. Er gilt als schärfster Kritiker des autokratisch herrschenden Präsidenten Robert Mugabe.

NEW YORK: Großbritannien und die USA haben der sudanesischen Regierung Konsequenzen angedroht, falls diese die Entsendung einer internationalen Friedenstruppe in die Krisenprovinz Darfur weiter blockiert. Wenn die Regierung in Khartum nichts Konstruktives beitrage, müsse mehr Druck ausgeübt werden, sagte der britische UN-Botschafter Emyr Jones Parry in New York. Auch die USA drohten mit härteren Maßnahmen. Der sudanesische Präsident Omar el Baschir weigert sich bislang, zusätzlich zu Soldaten aus der Afrikanischen Union auch UN-Truppen ins Land zu lassen, die für einen Schutz der Zivilbevölkerung vor Übergriffen arabischer Reitermilizen sorgen sollen.

TOKIO: In der japanischen Hauptstadt haben Vertreter Israels und der Palästinenser Beratungen über die Förderung der palästinensischen Wirtschaft aufgenommen. Dabei geht es unter anderem um die Schaffung eines Agrar-Industrieparks im Westjordanland. An den Gesprächen nehmen auch der stellvertretende israelische Regierungschef Schimon Peres und der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat teil.

PJÖNGJANG: Der Besuch des Generaldirektors der Internationalen Atomenergie-Organisation, Mohammed el Baradei, in Nordkorea ist von Irritationen überschattet. Nach Angaben der Organisation kam kein Gespräch el Baradeis mit dem nordkoreanischen Atom-Chefunterhändler, Vizeaußenminister Kim Kye Gwan, zustande. Zur Begründung habe die Führung in Pjöngjang erklärt, Kim sei "zu beschäftigt". Stattdessen traf el Baradei einen Kollegen Kims. Nach der Einigung mit Nordkorea über einen Abbau des Kernwaffenprogramms wollte El Baradei in Pjöngjang über eine baldige Rückkehr seiner Atominspekteure verhandeln. Bei den Sechs-Länder-Gesprächen hatte Nordkorea zugesagt, bis Mitte April den Atomreaktor in Yongbyon stillzulegen.

BANGKOK: Bei einem Terroranschlag im Süden Thailands sind neun Menschen Menschen getötet worden. In der Provinz Yala hätten mutmaßliche moslemische Extremisten wahllos auf einen vollbesetzten Kleinbus geschossen, teilte die Polizei mit. Zwei Insassen hätten lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Im moslemisch geprägten Süden Thailands kämpfen Separatisten für mehr Eigenständigkeit.

NEW YORK: Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wird sich die Zahl der Senioren weltweit bis 2050 fast verdreifachen. Bis dahin gebe es rund zwei Milliarden Menschen über 60 Jahre, heißt es in der Prognose. Dies wäre knapp ein Viertel der erwarteten Weltbevölkerung von gut neun Milliarden. Die UN prognostizieren vor allem für ärmere Staaten ein deutlicheres Bevölkerungswachstum. In den reichen Nationen werde die Zahl der Menschen gleich bleiben und sich daher der Alterungsprozess deutlicher bemerkbar machen.

ROM: Papst Benedikt der Sechzehnte ist erstmals mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Unterredung im Vatikan stand die Überwindung der Spannungen zwischen der römisch-katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche. Außerdem seien Fragen der internationalen Politik und der Bedrohung des Zusammenlebens der Völker durch Extremismus und Intoleranz angesprochen worden. Über einen Russlandbesuch Benedikts sei jedoch nicht gesprochen worden, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi nach dem Treffen.

HANNOVER: Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet an diesem Mittwoch die Cebit in Hannover. Auf der weltgrößten Messe für Informationstechnik und Telekommunikation zeigen mehr als 6.000 Aussteller aus 77 Ländern ihre Neuheiten und tauschen sich mit den Besuchern über Entwicklungstrends der Branche aus. Mehr als 50 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland, die meisten aus Taiwan.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder viel Sonnenschein, im Norden und Westen zeitweise ein paar Wolkenfelder. Es bleibt mild mit Tageswerten zwischen zehn und 15 Grad.

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