1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 14. Februar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

SEOUL: Die seit vergangenem Jahr auf Eis liegenden inner-koreanischen Gespräche über eine Annäherung beider Staaten sollen wieder aufgenommen werden. Am Donnerstag wollen sich nach offiziellen südkoreanischen Angaben Vertreter beider Staaten in der Grenzstadt Kaesong treffen, um ein Datum festzulegen. Südkorea hatte die Gespräche kurz nach dem nordkoreanischen Raketentest im Juli 2006 abgebrochen. Die Internationale Atomenergiebehörde kündigte derweil an, ihre vor vier Jahren ausgewiesenen Inspektoren wieder nach Nordkorea zu schicken. Das Land hatte bei den gestrigen Sechs-Staaten-Gesprächen in Peking zugesagt, sein Atomprogramm im Gegenzug für Wirtschaftshilfe des Auslands einzufrieren.

BEIRUT: Unter einem massiven Sicherheitsaufgebot gedenken in der libanesischen Hauptstadt Beirut Tausende Menschen dem vor genau zwei Jahren ermordeten Regierungschef Rafik Hariri. Befürchtet werden Ausschreitungen zwischen Anhängern der pro-syrischen Opposition und der Regierung, da die Gedenkveranstaltung auf dem Platz stattfinden soll, auf dem die Regierungsgegner seit Dezember einen Sitzstreik abhalten. Der Weltsicherheitsrat verurteilte derweil die gestrigen Bombenanschläge auf zwei Pendlerbusse in Beirut als neuen Versuch, die Stabilität des Landes zu untergraben. Bei den Anschlägen waren drei Menschen getötet und etwa 30 verletzt worden.

AMMAN: Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Palästinenser aufgerufen, eine effiziente Regierung zu bilden, die auch von Israel akzeptiert werde. Dann könnten weitere Friedensverhandlungen mit der Regierung in Jerusalem stattfinden, sagte Putin bei einem Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in der jordanischen Hauptstadt Amman. Putin hatte zuvor seine Forderung nach Einberufung einer neuen Nahost-Konferenz unter Einschluss Syriens und des Libanons bekräftigt. Jordaniens König Abdullah II. sagte nach einem Gespräch mit Putin, beide seien sich einig, dass die Verhandlungen über die Bildung eines palästinensischen Staates vorangetrieben werden müss

BERLIN: Dem Auswärtigen Amt ist es nach Presseinformationen noch nicht gelungen, einen direkten Kontakt zu den Entführern von zwei deutschen Staatsbürgern im Irak herzustellen. Die Geiselnehmer hätten sich aber schon mehrfach bei in Deutschland lebenden Familien-Angehörigen gemeldet, berichtet die 'Bild'-Zeitung. Bei den Entführungsopfern soll es sich um eine mit einem Iraker verheiratete Frau und ihren erwachsenen Sohn handeln, der als Techniker im Außenministerium in Bagdad beschäftigt ist. Das Auswärtige Amt, das einen Krisenstab gebildet hat, wollte deren Identität nicht bestätigen.

WASHINGTON: Wegen Misshandlung mit Todesfolge ist ein ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes CIA zu knapp achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht in Raleigh im Bundesstaat North Carolina sah es als erwiesen an, dass der 40-Jährige bei Verhören im Juli 2003 einen afghanischen Gefangenen so schwer misshandelte, dass er binnen zweier Tage verstarb. Der Verurteilte ist der erste Zivilist, der wegen Misshandlung von US-Gefangenen in Afghanistan und im Irak vor Gericht stand.

WASHINGTON: Der radikale irakische Schiitenführer Moktada el Sadr soll sich nach US-Medienberichten in den Iran abgesetzt haben. Die Sender ABC und CNN berichten unter Berufung auf US-Militärvertreter, el Sadr fürchte um sein Leben. Zum einen rechne er angesichts der erhöhten US-Militärpräsenz in Bagdad mit Angriffen auf sein Haus. Zum anderen gebe es innerhalb seiner radikalen Mehdi-Armee Kräfte, die ihm eine zu große Nähe zur Regierung vorwerfen würden. So hatte seine Partei Ende Januar einem neuen Sicherheitsplan für Bagdad im Parlament mit zugestimmt.

NEW YORK: Der deutsche UN-Botschafter Thomas Matussek hat Israel und die Palästinenser aufgefordert, alles zu unterlassen, was den Nahost-Friedensprozess behindern könnte. Als Vertreter der EU- Ratspräsidentschaft sagte Matussek vor dem Weltsicherheitsrat in New York, die Europäische Union sei 'tief beunruhigt' über die israelische Siedlungspolitik. Auch der Bau einer Grenzmauer auf palästinensischem Gebiet widerspreche internationalem Recht. An die Palästinenser-Führung appellierte Matussek, jegliche Art von Terror zu unterbinden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel will nicht nur in der EU, sondern auch auf dem bevorstehenden G8-Gipfel in Deutschland konkrete Beschlüsse beim Klimaschutz erreichen. Bei dem Treffen der führenden Industriestaaten und Russlands im Juni in Heiligendamm sollten gemeinsame Reduktionsziele vereinbart werden, sagte Merkel nach einem Gespräch mit dem britischen Premier Tony Blair. Sie befürwortete dabei auch die Zielvorgabe von Wissenschaftlern, dass sich die Erde bis 2100 nicht mehr als zwei Grad aufheizen solle. Blair begrüßte Merkels Vorhaben.

CHICAGO: Heftige Schneefälle und Eisregen haben im Mittleren Westen der USA für ein Verkehrschaos gesorgt. Hunderte Flüge mussten gestrichen werden, auf Straßen bildeten sich lange Staus. In mehreren Bundesstaaten blieben Schulen geschlossen. Tausende Haushalte mussten vorübergehend ohne Strom auskommen.

Audio und Video zum Thema