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Nachrichten

Mittwoch, 14. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Knapp zwei Wochen nach den schweren Kämpfen der Bundeswehr mit radikal-islamischen Taliban im Raum Kundus ist Verteidigungsminister zu Guttenberg zu einem Truppenbesuch in Nordafghanistan eingetroffen. In den dortigen Bundeswehrstandorten will sich der Minister über die Lage informieren und vor allem feststellen, ob es Defizite bei Ausrüstung, Ausbildung oder Truppenstärke gibt. Bei dem Angriff der Taliban an Karfreitag waren drei deutsche Soldaten getötet worden.

PEKING: Nach dem schweren Erdbeben in Westchina nahe Tibet ist die Zahl der Toten nach jüngsten Angaben auf etwa 400 gestiegen. Rund 8000 Menschen wurden nach Auskunft der Behörden verletzt. Die Erdstöße der Stärke 7,1 überraschten die Menschen in den frühen Morgenstunden. Es gab mehrere Nachbeben. In der Stadt Jiegu in der Provinz Qinghai sind nach Radioberichten zwischen 80 bis 90 Prozent der Häuser zerstört. Die Lage in der Katastrophenregion wird als chaotisch beschrieben. Inzwischen läuft die Erdbebenhilfe an. Aus Nachbarprovinzen werden Bergungsteams und Hilfsmaterial entsandt.

BISCHKEK: Die durch den blutigen Volksaufstand in Kirgisistan an die Macht gekommene Regierungschefin Otunbajewa besteht darauf, den gestürzten Präsidenten Bakijew vor Gericht zu stellen. Nach einer Meldung der russischen Agentur Interfax sagte Otunbajewa in Bischkek, Bakijew und seine in der Regierung tätigen Familienmitglieder müssten sich für die Tötung von Demonstranten verantworten. Bei dem Umsturz vor einer Woche waren rund 80 Menschen getötet worden. Bakijew hatte angedeutet, im Gegenzug für Sicherheitsgarantien für sich und seine Familie sei er bereit, formell zurückzutreten.

WASHINGTON: Auf dem Gipfel über Atomsicherheit haben die fast 50 teilnehmenden Staaten einen Aktionsplan gegen den illegalen Handel mit nuklearem Material vereinbart. So soll unter anderem innerhalb der nächsten vier Jahre alles Nuklearmaterial gesichert werden. Der gastgebende US-Präsident Obama sagte zum Abschluss des Treffens in Washington, Atomterrorismus gehöre zu den größten Gefahren. Durch die Schritte, die die Konferenz unternommen habe, werde die Welt sicherer. Bundeskanzlerin Merkel würdigte den Gipfel als ersten wichtigen Schritt für gemeinsames internationales Handeln gegen mögliche atomare Anschläge. Merkel traf inzwischen zu einem Besuch im US-Bundesstaat Kalifornien ein.

MOSKAU: Vier Tage nach dem Absturz der polnischen Präsidentenmaschine in Westrussland haben Experten die Identität von 64 der insgesamt 96 Todesopfer geklärt. Dies teilte das russische Katastrophenschutzministerium in Moskau mit. Der ums Leben gekommene polnische Präsident Kaczynski und seine Frau Maria sollen am Sonntag in Krakau beigesetzt werden. An dem Staatsbegräbnis werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus dem Ausland teilnehmen, unter ihnen Bundespräsident Köhler, Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama.

BERLIN: Führende Unionspolitiker haben positiv auf das neue Steuerkonzept des Koalitionspartners FDP reagiert. Fraktionschef Kauder sagte der "Passauer Neuen Presse", die FDP habe sich bewegt, die Richtung stimme. Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Meister nannte das FDP-Konzept im Deutschland-Radio eine gute Grundlage, um im Sommer zu gemeinsamen Ergebnissen zu kommen. Kritik äußerten neben der Opposition der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Kommunen. Nach den Plänen der FDP sollen die Bürger von 2012 an um jährlich bis zu 16 Milliarden Euro steuerlich entlastet werden.

FRANKFURT AM MAIN: Die Gewerkschaft der Fluglotsen hat im Tarifkonflikt um Arbeitszeiten für die nächste Woche zu Streiks aufgerufen. Von Montag an könne es zu punktuellen Arbeitskampfmaßnahmen kommen, teilte ein Gewerkschaftsspecher mit. Der Arbeitgeber, die Deutsche Flugsicherung, kann die Streiks verhindern, wenn er die Tarifschlichtung anruft.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südöstlich der Linie Rheinhessen - Harz - Oderbruch überwiegend wolkig und gelegentlich Schauer. Sonst längere Aufheiterungen und trocken. Tageshöchsttemperaturen acht bis 15 Grad Celsius.

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