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Nachrichten

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SANTIAGO: In Chile ist die Rettung der seit dem 5. August in mehr als 600 Metern Tiefe verschütteten 33 Bergleute in vollem Gange. Nach 69 Tagen Gefangenschaft unter Tage erreichten die ersten Kumpel mit der Rettungskapsel die Erdoberfläche. Die bisher Geborgenen machten auf die Retter einen gesundheitlich stabilen Eindruck. Wenn weiter alles nach Plan verläuft, wird etwa jede Stunde ein weiterer Bergmann oben ankommen. Die längste, aufwendigste und spektakulärste Rettungsaktion in der Geschichte des Bergbaus wird weltweit mit großer Spannung verfolgt. Angehörige, Retter und auch Chiles Präsident Piñera bejubeln an der Mine San José in der Atacama-Wüste die Rückkehr der Kumpel.

BERLIN: Die Wahl Deutschlands in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll nicht zwangsläufig zu mehr Auslandseinsätzen der Bundeswehr führen. Deutschland nehme bereits jetzt weltweit viel Verantwortung wahr, sagte Außenminister Westerwelle im Deutschlandfunk. Dies geschehe auch im Interesse der eignen Sicherheit. Westerwelle kündigte an, die auf zwei Jahre begrenzte Verantwortung im Sicherheitsrat auch zu nutzen, um eine Reform des obersten UN-Gremiums voranzutreiben. Afrika, Lateinamerika und Asien müssten angemessener vertreten sein. Deutschland war am Dienstag zusammen mit Portugal, Indien, Kolumbien und Südafrika als nicht-ständiges Mitglied in den Sicherheitsrat gewählt worden.

PARIS: In Frankreich wird weiter gegen die umstrittene Rentenreform der Regierung von Präsident Sarkozy gestreikt, vorrangig im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. Am Dienstag hatten die Massenproteste zu massiven Behinderungen im Nah-, Fern- und Flugverkehr geführt. Darüber hinaus waren Schulen und öffentliche Dienste betroffen. Die Gewerkschaften hoffen, mit den Protesten die Rentenpläne der Regierung noch verhindern zu können. Unter anderem soll das Renteneintrittsalter schrittweise von 60 auf 62 Jahre angehoben und die volle Rente erst mit 67 Jahren gezahlt werden.

BEIRUT: Der iranische Präsident Ahmadinedschad besucht erstmals offiziell den Libanon. Eingeladen zu dem Staatsbesuch wurde Ahmadinedschad vom libanesischen Staatschef Suleiman. Kritiker warnten aber bereits im Vorfeld, dass vor allem die schiitische Hisbollah-Miliz von dem Besuch profitieren werde. Gegner der Hisbollah in der Beiruter Regierung beschuldigen Ahmadinedschad, den Libanon "zu einem iranischen Stützpunkt am Mittelmeer" machen zu wollen.

WASHINGTON: Trotz Kritik von Umweltschützern hat die US-Regierung ihr ursprünglich bis Ende November befristetes Verbot von Tiefseebohrungen nach Rohöl vorzeitig aufgehoben. Es seien neue Regelungen erlassen worden, die das Risiko solcher Bohrungen verminderten, begründete Innenminister Salazar die Aufhebung des Moratoriums. Das Bohrverbot war kurz nach dem Untergang der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im April im Golf von Mexiko erlassen worden. Präsident Obama stand zuletzt unter starkem Druck, das Verbot aufzuheben. Einer Untersuchung zufolge verloren bis zu 12.000 Menschen wegen des Moratoriums zeitweise ihren Arbeitsplatz.

BERLIN: Bundeswirtschaftminister Brüderle hat vor einem Handelskrieg mit Hilfe von Wechselkursmanipulationen und Strafmaßnahmen gewarnt. Schuldzuweisungen, protektionistische Schnellschüsse und einseitige Sanktionen seien Irrwege, sagte Brüderle dem "Handelsblatt". China trage dabei eine hohe Verantwortung, damit es nicht zu einer Eskalation komme. Flexible Wechselkurse und freier Kapitalverkehr seien die richtigen Optionen. Brüderle hält sich derzeit zu einem Arbeitsbesuch in der Volksrepublik auf. Die USA und die Europäische Union werfen China vor, sich durch eine Unterbewertung des Yuan Vorteile beim Export seiner Produkte zu verschaffen. Die USA haben mehrfach mit Strafzöllen gedroht.

ZUM FUSSBALL: Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat sich von seinem Trainer Christian Gross getrennt. Der Schweizer sei mit sofortiger Wirkung freigestellt, teilte der Verein auf seiner Homepage mit. Vorerst werde Co-Trainer Jens Keller das Mannschaftstraining leiten und das Team beim Auswärtsspiel am Samstag bei Schalke 04 betreuen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überall stark bewölkt oder neblig-trüb und ganz vereinzelt Nieselregen. Im Tagesverlauf auch Aufheiterungen und sonnige Abschnitte. Höchstwerte zwischen acht und 15 Grad.

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