1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 13. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die Schaffung sogenannter Bad Banks beschlossen. Einem entsprechenden Gesetzentwurf stimmte das Kabinett in Berlin zu, wie ein Regierungssprecher sagte. Mit diesen Sammelstellen sollen Banken von Wertpapieren entlastet werden, die durch die Finanzkrise praktisch unverkäuflich geworden sind. Dadurch soll die Kreditvergabe wieder angekurbelt werden. Das Konzept von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sieht eine geringere Belastung für den Steuerzahler vor. Fahren die Bad Banks mit faulen Wertpapieren Verluste ein, müssen die Aktionäre der betroffenen Banken mit ihrer Dividende dafür geradestehen.

HERZOGENAURACH: Der schwer angeschlagene Autozulieferer Schaeffler will nach Mitteilung von Arbeitnehmervertretern allein in Deutschland 4.500 Stellen streichen. Das Umbaukonzept des Konzerns sehe vor, die Personalkosten in Deutschland um 250 Millionen Euro zu senken, teilten Gesamtbetriebsrat und IG Metall mit. Schaeffler bestätigte die geplanten Einsparungen. - Das fränkische Unternehmen hatte im Sommer 2008 den Konkurrenten Continental übernommen und war dann im Zuge der Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten.

BERLIN: Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn befasst sich in Berlin mit den Folgen der Datenaffäre. Grundlage ist ein Bericht der Prüfgesellschaft KPMG sowie der als Sonderermittler eingesetzten Ex-Bundesminister Gerhart Baum und Herta Däubler-Gmelin. Bahnchef Rüdiger Grube will die Ergebnisse des Reports am Nachmittag der Öffentlichkeit vorstellen. Wie bereits zuvor aus Bahnkreisen verlautete, sollen die Vorstandsmitglieder Otto Wiesheu und Norbert Bensel das Unternehmen verlassen. Dem Ressort Wiesheus ist die Konzernsicherheit zugeordnet, die in die Datenaffäre verwickelt ist. Logistik-Vorstand Bensel war von 2002 bis 2005 im Vorstand für das Personal verantwortlich. - Die Bahn hatte die Daten von bis zu 170.000 Mitarbeitern überprüfen lassen.

BETHLEHEM: Papst Benedikt XVI. hat im Westjordanland auf dem Bethlehemer Krippenplatz mit annähernd 8000 Gläubigen eine Messe gefeiert. Dabei versicherte der Papst den Palästinensern seine Verbundenheit. Er ermutigte die Christen in der Region, trotz aller Widrigkeiten im Heiligen Land zu bleiben. Sie sollten eine Brücke des Dialogs und der Zusammenarbeit beim Aufbau einer Kultur des Friedens sein. Nach seiner Ankunft aus Israel war das Oberhaupt der katholischen Kirche von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas empfangen worden. Dabei betonte der Papst nochmals das Recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat. - Am Dienstag hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche beim Besuch heiliger Stätten von Juden und Muslimen in Jerusalem zu einem interreligiösen Dialog und zu einer dauerhaften Aussöhnung aufgerufen.

NEW YORK: Die USA sitzen künftig im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Bei der Wahl in der UN-Vollversammlung erhielt Washington fast 90 Prozent der möglichen Stimmen. US-Präsident Barack Obama hatte sich nach einem jahrelangen Boykott des Gremiums durch die Vorgängerregierung unter George W. Bush Ende März entschlossen, einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat anzustreben. - Neben den USA wurden 17 weitere Länder in das in Genf tagende Gremium gewählt oder wiedergewählt, darunter China, Russland, Kuba und Saudi-Arabien. Deutschland scheidet nach einer dreijährigen Amtszeit Mitte des Jahres aus.

NEU DELHI: In Indien findet an diesem Mittwoch die fünfte und letzte Phase der Parlamentswahl statt. Abstimmen dürfen diesmal rund 107 der insgesamt 714 Millionen Wahlberechtigten, in sieben Bundesstaaten und zwei Unions-Territorien. Die Parlamentswahl in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt findet aus Gründen der Logistik und der Sicherheit in mehreren Etappen statt. Indische Medien wollen erste Hochrechnungen nach Schließung der letzten Wahllokale veröffentlichen. Bisher hatte die staatliche Wahlkommission dies untersagt. - Nach Umfragen können weder die regierende Kongresspartei noch die Hindu-Nationalisten der BJP mit einer landesweiten Mehrheit rechnen, da regionale und kastenorientierte Parteien auf zahlreiche Stimmen hoffen können.

FRANKFURT AM MAIN: Angesichts der wachsenden Unsicherheit im Norden Afghanistans will Verteidigungsminister Franz Josef Jung das Bundeswehrkontingent um 600 Kräfte aufstocken. 200 Soldaten sollten helfen, die Präsidentenswahl am 20. August abzusichern, weitere Soldaten würden die Schnelle Eingreiftruppe verstärken, sagte Jung der "Frankfurter Rundschau". Darüber hinaus würden zusätzliche Kräfte zum Schutz der Truppe in kritische Gebiete geschickt. Insgesamt werde die Mandatsobergrenze von 4.500 Soldaten aber nicht überschritten, versicherte Jung.

PEKING: Vor dem 20. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung in China ist gegen einen der Führer der damaligen Proteste Anklage wegen Betruges erhoben worden. Die Familie von Zhou Yongjun erklärte, man warte auf weitere Informationen der Behörden. Da Zhou mehrere Jahre lang in den USA gelebt habe, sei unklar, wie er sich in China des Betruges habe schuldig machen können. Nach Agenturberichten war der 41-jährige frühere Studentenführer im vergangenen September von den chinesischen Behörden bei seiner Rückkehr nach China festgenommen worden. Menschenrechtsgruppen - darunter die Organisation Human Rights Watch - forderten die Freilassung von insgesamt etwa 30 noch inhaftierten Teilnehmern der Demokratiebewegung.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich der Mittelgebirge meist sonnig und trocken. Sonst wolkiger und gelegentlich Schauer. Im Süden teils kräftige Regengüsse und Gewitter. Tagestemperaturen 17 bis 24 Grad Celsius.


Audio und Video zum Thema