1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 13. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

GAZA-STADT: Kämpfer der verfeindeten Palästinensergruppen Hamas und Fatah liefern sich im Gaza-Streifen weiter heftige Gefechte. Sie konzentrieren sich nach Agenturmeldungen auf wichtige Straßenkreuzungen, Hochhäuser und das Hauptquartier des von der Fatah kontrollierten Geheimdienstes in Gaza-Stadt. Den Berichten zu Folge wurden mindestens neun Menschen getötet. - Am Dienstagabend hatten Kämpfer der radikal-islamischen Hamas ein Hauptquartier der von der Fatah geführten Sicherheitskräfte eingenommen. Teile des nördlichen Gaza-Streifens sind unter völliger Kontrolle der Hamas-Milizen. - Die Fatah-Führung um Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas drohte mit dem Rückzug aus der Einheitsregierung mit der Hamas wenn die Kämpfe nicht beeendet würden.

BAGDAD: Extremisten im Irak haben erneut einen Bombenanschlag auf die Goldene Moschee in der Stadt Samarra verübt, eine der wichtigsten Wahlfahrtsstätten der Schiiten. Nach Angaben der Polizei wurden die beiden Minarette des Gebetshauses völlig zerstört. - Bei dem ersten Anschlag im Februar 2006 hatten mutmaßliche sunnitische Extremisten die Kuppel der Moschee schwer beschädigt. Die Tat hatte die bis heute anhaltende Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten angeheizt. - Als Reaktion auf den Anschlag in Samarra verhängte die irakische Regierung für Bagdad eine Ausgangssperre. Sie trete um drei Uhr nachmittags Ortszeit (13.00 MESZ) in Kraft und gelte bis auf weiteres, teilte das Büro von Ministerpräsident Nuri al Maliki mit.

ADDIS ABEBA: Die Regierung des Sudan hat nach monatelangem Widerstand einer gemeinsamen Friedenstruppe der Afrikanischen Union und der Vereinten Nationen zugestimmt, die die Gewalt in der Krisenregion Darfur beenden soll. Dies teilten die AU, die UN und der Sudan nach Verhandlungen in Addis Abeba mit. Nach Angaben der AU soll die Friedenstruppe aus 17.000 bis 19.000 Soldaten und knapp 4.000 Polizisten bestehen. - Diplomaten der USA äußerten Zweifel, ob der Sudan der Stationierung von Soldaten aus nicht-afrikanischen Ländern wirklich endgültig zugestimmt habe. - In Darfur kämpfen von der Regierung unterstützte Milizen gegen Rebellen. Opfer des Konflikts ist vor allem die Zivilbevölkerung. Nach Schätzungen der UN wurden mehr als 200.000 Menschen getötet.

JAKARTA: Die Polizei in Indonesien hat nach eigenen Angaben den meist gesuchten islamischen Extremisten des Landes festgenommen. Wie die Nationale Polizeibehörde in Jakarta mitteilte, wurde der Anführer des militärischen Flügels der Terrororganisation Jemaah Islamiyah, Abu Dujana, bereits am Samstag auf Java gefasst. Die Gruppe gilt als südostasiatischer Ableger des Terrornetzwerks El Kaida. - Dujana soll für mehrere Terroranschläge verantwortlich sein, darunter die Anschläge auf Bali 2002 mit 202 Toten und auf die australische Botschaft in Jakarta vor drei Jahren.

HAVANNA: Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat dem kubanischen Staats- und Parteichef Fidel Castro einen Besuch abgestattet. Wie das Fernsehen des kommunistischen Inselstaates meldete, berieten die beiden Politiker sechs Stunden lang über gemeinsame Entwicklungsprojekte ihrer Länder und über ihre Allianz gegen den Einfluss der USA in Lateinamerika. - Castro, der als ideologischer Mentor von Chavez gilt, hat die Regierungsgeschäfte wegen Krankheit vor mehr als zehn Monaten an seinen Bruder Raul übergeben.

JERUSALEM: Der frühere Ministerpräsident Ehud Barak ist neuer Vorsitzender der israelischen Arbeitspartei. Nach dem von der Partei veröffentlichten Endergebnis einer Stichwahl siegte Barak mit 51,3 Prozent der Stimmen der Mitglieder über seinen Gegenkandidaten, Ex-Geheimdienstchef Ami Ajalon. - Die Arbeitspartei ist der größte Koalitionspartner der Kadima des israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert. Vor seiner Wahl hatte Barak dessen Rücktritt innerhalb eines Vierteljahres gefordert.

LUXEMBURG: Die EU-Justizminister sind zu ihrer letzten Sitzung unter deutscher Ratspräsidentschaft zusammengekommen. Im Mittelpunkt des Treffens stehen die umstrittenen Mindeststandards in Strafverfahren sowie das weitere Vorgehen gegen Gewaltvideos. - Bundesjustiziministerin Brigitte Zypries bekräftigte vor den Beratungen in Luxemburg die Forderung nach EU-weiten Mindeststandards für Strafverfahren. Beschuldigte müssten in jedem EU-Staat Anrecht auf einen Dolmetscher und einen Rechtsanwalt haben. - Am 1. Juli übernimmt Portugal die EU-Ratspräsidentschaft.

BERLIN: SPD-Fraktionschef Peter Struck sieht im Streit um die Einführung von Mindestlöhnen Anzeichen für eine Einigung mit der Union. Beim Entsendegesetz könne es Bewegung bei der Union geben. Das wäre zumindest ein erster Schritt, sagte Struck der ARD. Er ergänzte, nun sei die Kanzlerin gefordert. Bei der Union war zuvor die Bereitschaft deutlich geworden, das Entsendegesetz, das Mindestlöhne festschreibt, auf weitere Branchen auszuweiten. Bislang gilt das Gesetz nur für die Bau- und Gebäudereinigerbranche.

BONN: Nach fast fünfwöchigem Streik bei der Deutschen Telekom kehrt die Gewerkschaft Verdi wieder an den Verhandlungstisch zurück. Beide Seiten beraten an diesem Mittwoch erneut über die von der Telekom ab Juli geplante Ausgliederung von 50.000 Stellen in Service-Gesellschaften. Die betroffenen Mitarbeiter sollen für weniger Geld länger arbeiten. Bei einem Scheitern der Verhandlungen will die Geschäftsführung dies auch ohne Zustimmung von Verdi umsetzen.--Gegen die Ausgliederung hatten in den vergangenen Wochen täglich bis zu 16.000 Mitarbeiter gestreikt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwesten aufkommende dichte Wolkenfelder mit Regen, an den Alpen und im Erzgebirge auch Gewitter. Sonst wechselhaft, zeitweise sonnig. Tageswerte 20 bis 27 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 16 Grad, stark bewölkt;
Berlin und München: 17 Grad, nach Schauern;
Dresden: 18 Grad, bewölkt;
Köln/Bonn: 17 Grad, bewölkt sowie
Frankfurt am Main: 16 Grad, heiter.

Audio und Video zum Thema