1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 13. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Senator Barack Obama hat im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten erstmals die Führung vor seiner Rivalin Hillary Clinton übernommen. Nach drei Vorwahlsiegen in Virginia, Maryland und in der Hauptstadt Washington überholte Obama die frühere First Lady bei der Zahl der Delegierten für den Nominierungsparteitag im August. Die Siege Obamas fielen deutlich aus. So kam er in Washington auf rund 75 Prozent der Stimmen. In Virginia votierten etwa zwei Drittel der demokratischen Wähler für ihn. Bei den Republikanern baute Senator John McCain ebenfalls mit Siegen in allen drei Vorwahlen seine Führungsposition aus. Damit dürfte McCain die Präsidentschaftskandidatur kaum noch zu nehmen sein.

DAMASKUS: Bei einem Autobombenanschlag in der syrischen Hauptstadt Damaskus ist ein führender Militärbefehlshaber der libanesischen Hisbollah getötet worden. Nach Angaben der radikal-islamischen Organisation handelt es sich um Imad Mughnija. Er wird für zahlreiche Entführungen westlicher Ausländer im Libanon in den 80er Jahren verantwortlich gemacht wird. Mughnija war zudem in den USA wegen Entführung eines TWA-Flugzeugs angeklagt. Die von Syrien und dem Iran unterstützte Hisbollah warf Israel vor, für die Tötung verantwortlich zu sein.

CANBERRA: Mit einer als historisch gewerteten Geste hat sich Australien bei den Ureinwohnern des Landes für die jahrhundertelange unwürdige und erniedrigende Behandlung entschuldigt. Eine entsprechende Resolution verabschiedete das Parlament auf Vorschlag der neuen Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Kevin Rudd. Die Entschuldigung richtet sich auch an die Aborigines-Kinder, die zwangsweise der staatlichen Fürsorge unterstellt wurden, um ihre Assimilierung in die von den Weißen dominierte australische Gesellschaft zu erreichen. Statistiken zufolge wurden bis in die 70er Jahre etwa 100.000 Kinder ihren Eltern weggenommen. Derzeit leben unter den 21 Millionen Australiern rund 450.000 Ureinwohner.

KUALA LUMPUR: In Malaysia hat Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi das Parlament aufgelöst und damit den Weg für vorzeitige Neuwahlen freigemacht. Laut Verfassung muss die Abstimmung in den nächsten 60 Tagen stattfinden. Regulär wäre die nächste Wahl in Malaysia erst Mitte 2009 fällig gewesen. Die von Abdullah geführte Regierungskoalition der Nationalen Front verfügt derzeit über rund 90 Prozent der Abgeordnetensitze. Beobachter rechnen allerdings damit, dass der Regierungschef bei den kommenden Wahlen schwere Verluste hinnehmen muss. Seine Popularität habe vor allem wegen zunehmender Rassenkonflikte wie auch steigender Lebenshaltungskosten gelitten.

ISLAMABAD: Pakistan hat nach Angaben der Streitkräfte erfolgreich eine Kurzstreckenrakete getestet, die auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden kann. Die Rakete vom Typ Ghazanvi wurde von einem nicht näher bezeichneten Testgelände abgefeuert. Das Geschoss hat den weiteren Angaben zufolge eine Reichweite von 290 Kilometern. Der Test wurde auch vom pakistanischen Ministerpräsidenten Mohammedmian Soomro verfolgt. In den vergangenen Monaten waren schon Lang- und Mittelstreckenraketen gezündet worden.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht hat die Fünf-Prozent-Sperrklausel für Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein gekippt. Die Chancengleichheit kleinerer Parteien oder Wählervereinigungen werde dadurch beeinträchtigt, hieß es in der Begründung. Außerdem hätten fast alle Bundesländer die Klausel bereits abgeschafft. Geklagt hatten die schleswig-holsteinischen Grünen sowie Die Linke. Die Landesregierung hatte angegeben, Stadt- und Gemeinderäte könnten nicht vernünftig arbeiten, wenn alle politischen Gruppen und Wählervereinigungen in sie einzögen. Das Urteil gilt nicht für Landtags- oder Bundestagswahlen.

BERLIN: Als 'Muskelspiele' hat der Städte- und Gemeindebund die ab Donnerstag geplanten Warnstreiks in öffentlichen Einrichtungen des Bundes und der Kommunen kritisiert. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte, er gehe davon aus, dass die Aktion nicht auf Riesenverständnis bei den betroffenen Bürgern stoßen werde. Ab Donnerstag sollen sich tausende Mitarbeiter in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, der Verwaltung, Sparkassen, dem Nahverkehr sowie der Müllabfuhr an dem Warnstreik beteiligen. Die Gewerkschaften fordern acht Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten fünf Prozent. Im Gegenzug soll die Arbeitszeit im Westen auf 40 Wochenstunden erhöht werden. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 25. Februar statt.

MOGADISCHU: Der am Dienstag im Nordwesten Somalias entführte deutsche Entwicklungshelfer der Welthungerhilfe ist in einer spektakulären Polizeiaktion befreit worden. Ein Sprecher der somalischen Polizei sagte, bei der Aktion seien mehrere der Entführer verletzt worden. Bewaffnete hatten den Mann nördlich der Stadt Erigavo in der abtrünnigen Provinz Somaliland während einer Autofahrt angehalten und ihn verschleppt. In den vergangenen Monaten waren mehrfach Mitarbeiter von Hilfsorganisationen in Somalia entführt worden. Mehrere Organisation zogen deshalb ihre einheimischen Mitarbeiter ab. In Somaliland, das sich 1991 von Somalia lossagte, lebt etwa ein Drittel der zehn Millionen Einwohner des Landes.

LONDON/TIFLIS: Der georgische Oppositionspolitiker und Medienunternehmer Badri Patarkazischwili ist überraschend im Alter von 53 Jahren gestorben. Der Gegenspieler von Präsident Michail Saakaschwili erlag in London den Folgen eines Herzinfarkts. Oppositionsanhänger zeigten sich bestürzt. Von gesundheitlichen Problemen Patarkazischwilis sei nie etwas bekannt gewesen, hieß es. Der im postsowjetischen Russland zu Reichtum gekommene Patarkazischwili betrieb in Georgien unter anderem einen regierungskritischen Fernsehsender. Im Januar war er Amtsinhaber Saakaschwili bei der Präsidentenwahl unterlegen. Die georgische Justiz hatte ihm zuletzt vorgeworfen, einen Staatsstreich zu planen.

LOS ANGELES: Hollywoods Drehbuchautoren haben ihren im November begonnenen Streik beendet. Bei einer Abstimmung von mehr als 3.700 Autoren sprachen sich über 92 Prozent für ein sofortiges Ende des Arbeitskampfes aus, wie die Gewerkschaft Writers Guild of America mitteilte. Sie folgten damit einer Empfehlung der Gewerkschaft, die am Wochenende mit den Film- und Fernsehstudios einen neuen Tarifvertrag ausgehandelt hatte. Danach sollen die Drehbuchautoren Gehaltserhöhungen von etwa drei Prozent erhalten. Der Ausstand hatte Hollywoods Film- und Fernsehbranche nahezu lahmgelegt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Norden hin Hochnebel; gelegentlich lässt sich die Sonne blicken. Richtung Süden Aufheiterungen, am Alpenrand sonnig. Tageswerte zwischen drei und zehn Grad.

Audio und Video zum Thema