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Nachrichten

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Finnland hat als EU-Ratsvorsitzender den israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert aufgefordert, die Äußerungen zu Atomwaffen seines Landes näher zu erläutern. Der finnische Verteidigungsminister Seppo Kääriätinen sagte der Berliner Zeitung, die Europäische Union werde genau beobachten, welche Reaktion die israelische Erklärung im Nahen Osten auslöse. Er hoffe, dass die internationalen Bemühungen zur Stabilisierung des Libanon ohne Beeinträchtigungen fortgesetzt werden können. In einem Interview kurz vor seinem Deutschlandbesuch hatte Olmert den Eindruck erweckt, er bestätige erstmals den Besitz von Kernwaffen. - Nach seinem Treffen mit Kanzlerin Merkel reist Olmert an diesem Mittwoch weiter nach Italien. Dort trifft er zu Gesprächen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Prodi und Papst Benedikt XVI. zusammen.

NEW YORK: Der scheidende UN-Generalsekretär Kofi Annan hat vor einer Explosion der Gewalt im Nahen Osten gewarnt. Annan sagte in seiner letzten Rede im Weltsicherheitsrat, die Spannungen seien nahe der Zerreißgrenze. Dafür seien Israelis und Palästinenser gleichermaßen verantwortlich. Er sprach sich zudem für eine Wiederbelebung des Nahostquartetts aus, in dem sich die Vereinten Nationen, die USA, EU und Russland um eine Friedenslösung bemühen.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush will die künftige Irak-Strategie seiner Regierung erst Anfang des kommenden Jahres vorstellen. Präsidenten-Sprecher Tony Snow sagte in Washington, Bush sei zu dem Schluss gekommen, dass er die Resultate seiner Beratungen mit Diplomaten, Armeeangehörigen und Mitgliedern der irakischen Regierung noch nicht vorstellen könne. Die demokratische Opposition kritisierte die Entscheidung.

LONDON: Der Iran stellt nach Ansicht des britischen Premierministers Tony Blair eine große Bedrohung für die Stabilität im Nahen und Mittleren Osten dar. Blair sagte vor der Presse, von der Führung in Teheran gehe nur Negatives aus. Solange die Regierung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad sich nicht konstruktiver verhalte, gebe es keine Grundlage für Gespräche, betonte er. Insbesondere die am Montag eröffnete so genannte Holocaust-Konferenz sei 'unglaublich'. Während des Treffens hatte Ahmadinedschad gesagt, Israel werde ausgelöscht.

MOSKAU: Kurz vor einer Demonstration der Opposition in Moskau haben Polizisten und Geheimdienstler das Büro des regierungskritischen Ex-Schachweltmeisters Garri Kasparow durchsucht. Es seien Aufrufe zu einem für Samstag geplanten Protestmarsch gegen die Politik von Präsident Wladimir Putin beschlagnahmt worden, sagte Kasparow in einem Radiointerview. Kasparow zählt zu den schärfsten Kritikern des autoritären Kurses im Kreml.

PEKING: Der chinesische Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng ist nach Angaben seines Anwalts wegen angeblicher Umsturzbestrebungen vor Gericht gestellt worden. Der Anwalt teilte mit, dem seit August inhaftierten Juristen werde Staatsgefährdung vorgeworfen. Er beklagte, dass er zu der Verhandlung nicht zugelassen worden sei. Im Falle einer Verurteilung drohen Gao bis zu 15 Jahre Haft. Der Menschenrechtsanwalt hatte sich besonders für Anhänger der Falungong-Bewegung eingesetzt und deren Verfolgung in China öffentlich angeprangert.

BERLIN: Der Nichtraucherschutz steht im Mittelpunkt eines Treffens der Ministerpräsidenten aller Bundesländer in Berlin. Medienberichten zufolge planen sie eine gemeinsame Initiative mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es soll eine Fünf-Punkte-Vereinbarung für einen umfassenden Nichtraucherschutz geben. Merkel hatte zuletzt deutlich gemacht, dass sie eine möglichst einheitliche Regelung in allen 16 Bundesländern wünsche. Ein Bundesgesetz beim Nichtraucherschutz war nach Ansicht der Regierung nicht möglich, weil die Länder mit der Föderalismusreform die Zuständigkeiten für das Gaststättenrecht erhalten hätten.

MÜNCHEN: Die Korruptionsaffäre bei Siemens weitet sich aus. Das bayerische Justizministerium München bestätigte, dass das frühere Vorstandsmitglied Thomas Ganswindt am Dienstag verhaftet wurde. Der im September aus dem Konzern ausgeschiedene Top-Manager wird im Zusammenhang mit den Schwarzgeld-Zahlungen von zwei weiteren Verdächtigen belastet. Er soll von diesen Zahlungen bereits vor Anfang 2004 gewusst haben. Die Siemens-Führung hat die jahrelang dauernde Korruption im Konzern jetzt erstmals eingeräumt. - Die Staatsanwaltschaft in München ermittelt seit Mitte November gegen Beschuldigte in der Schwarzgeldaffäre. Diese sollen rund 200 Millionen Euro abgezweigt haben.

HOUSTON: Astronauten der Raumfähre 'Discovery' haben den ersten von drei geplanten Außeneinsätzen an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich absolviert. Zwei Astronauten installierten einen zwei Tonnen schweren Aluminium-Ausleger und verlegten Kabel. An dem Ausleger sollen später weitere Module der Raumstation errichtet werden. Die Raumfähre wird am 21. Dezember auf der Erde zurück erwartet. Auf ihrem Rückflug wird sie den deutschen Astronauten Thomas Reiter mitnehmen, der sich ein halbes Jahr in der ISS aufgehalten hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden sehr wechselhaft und teils windig, im Süden neben Sonne in einigen Lagen auch zäher Nebel. Höchsttemperaturen bis elf Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 8 Grad, gering bewölkt;
Berlin: 5 Grad, stark bewölkt;
Dresden: 5 Grad, nach Regen;
Köln/Bonn: 8 Grad, etwas Regen;
Frankfurt am Main: 5 Grad, Regen und
München: 2 Grad, gering bewölkt.

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