1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 13. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TIFLIS: Nach fünf Tagen Krieg um die von Georgien abtrünnige Kaukasus-Region Südossetien haben Russland und Georgien dem Friedensplan der Europäischen Union in abgeänderter Form zugestimmt. Das teilte der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, nach Beratungen mit Georgiens Präsident Michail Saakaschwili in Tiflis mit. Danach müssen sich beide Seiten auf die Positionen vor Ausbruch der Kämpfe zurückziehen. Auf Wunsch Georgiens wurde der Punkt aus der ursprünglichen Version gestrichen, nachdem es internationale Beratungen über den zukünftigen Status von Südossetien und dem ebenfalls abtrünnigen Abchasien geben soll. Russlands Präsident Dmitri Medwedew habe der Änderung zugestimmt, so Sarkozy. Saakaschwili machte deutlich, dass sein Land bei der Frage der territorialen Integrität zu keinem Kompromiss bereit sei.

BRÜSSEL/ WASHINGTON: Die Europäische Union muss nach Ansicht des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier weiter eine aktive Rolle bei der Stabilisierung des Kaukasus spielen. Zu Beginn eines Krisentreffens der EU-Außenminister in Brüssel warnte Steinmeier vor - so wörtlich - "langen Diskussionen über Verantwortung und Urheberschaft der Eskalation". Eine "wirkliche Rolle" bei der Stabilisierung heiße, "Kanäle nach allen Seiten - nach Tiflis und nach Moskau - offen zu halten". Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice hatte hingegen Russland indirekt mit einer Isolation gedroht. Moskaus Reputation als "Teil der fortschrittlichen internationalen Gemeinschaft" sei in Frage gestellt, sagte Rice dem US-Sender ABC.

TRIPOLI: Bei einem Bombenanschlag auf einen Bus sind in der nordlibanesischen Hafenstadt Tripoli mindestens 16 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt worden. Die meisten Opfer seien Angehörige der libanesischen Streitkräfte, teilten die Behörden mit. Die Bombe war danach auf einer belebten Straße in der Nähe einer Bushaltestelle deponiert worden. Der Anschlag ereignete sich im morgendlichen Berufsverkehr. Tripoli war in den vergangenen Wochen mehrfach Schauplatz von Anschlägen. In der Nähe der Stadt liegt das Palästinenser-Flüchtlingslager Nahr el-Bared, in dem es im vergangenen Jahr zu blutigen Kämpfen zwischen islamistischen Kämpfern und der libanesischen Armee gekommen war.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat sich für die weitere Beteiligung der Bundeswehr an den beiden internationalen Friedenseinsätzen im Sudan ausgesprochen. Die Missionen im Süden des Landes sowie in der westsudanesischen Krisenregion Darfur sollen bis zum 15. August 2009 verlängert werden. Der Bundestag wird darüber in der zweiten Septemberhälfte entscheiden. Insgesamt kann sich Deutschland an beiden Missionen mit bis zu 325 Soldaten beteiligen, bisher sind nur 40 im Einsatz.

HARARE: Die Verhandlungen zur Beendigung der politischen Krise in Simbabwe sind vorerst gescheitert. Der als Vermittler tätige südafrikanische Präsident Thabo Mbeki reiste aus Harare ab, nachdem die Gespräche zwischen Präsident Robert Mugabe und Oppositionschef Morgan Tsvangirai am Dienstagabend ergebnislos abgebrochen wurden. Mbeki wies Berichte zurück, wonach sich Mugabes Partei ZANU-PF mit der MDC-Splitterpartei unter Arthur Mutambara auf ein Regierungsbündnis geeinigt habe. Die Verhandlungen seien lediglich unterbrochen worden, weil Tsvangirai um Bedenkzeit gebeten habe. Knackpunkt ist nach wie vor die künftige Rolle von Präsident Mugabe.

PHNOM PENH: Das Kriegsverbrechertribunal in Kambodscha hat erstmals formell Anklage gegen ein ehemaliges führendes Mitglied der Roten Khmer erhoben. Das Verfahren gegen den Leiter des Folterzentrums S-21, Kaing Guek Eav, genannt Duch, soll nach Angaben des Gerichts im September beginnen. Dem 65-Jährigen werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. - Das im vergangenen Jahr mit Hilfe der Vereinten Nationen eingesetzte Tribunal soll die Verbrechen des Regimes der Roten Khmer von 1975 bis 1979 ahnden. Damals wurden schätzungsweise fast zwei Millionen Kambodschaner getötet.

MÜNCHEN: Trotz düsterer Konjunkturaussichten will die IG Metall mit einer hohen Lohnforderung in die Tarifverhandlungen im Herbst gehen. Gewerkschaftschef Berthold Huber kündigte in der "Süddeutschen Zeitung" eine Forderung an, die über den 6,5 Prozent der vorigen Tarifrunde liegen werde.

ZUM SPORT: Der US-Schwimmstar Michael Phelps hat bei den Olympischen Spielen in Peking seine Goldmedaillen Nummer vier und fünf gewonnen und wurde damit zum erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten. Nur eine Stunde nach dem Erfolg über 200 Meter Schmetterling gewann der 23 Jahre alte Ausnahmesportler mit der 4-x-200-Meter-Freistilstaffel der USA seine 11. Goldmedaille. --- Eine weitere Bronzemedaille gab es für Deutschland: Mit der KK-Sportpistole belegte die gebürtige Mongolin Munkhbayar Dorjsuren Platz drei. Das Straßen-Einzelzeitfahren gewann soeben der Schweizer Radprofi Fabian Cancellara.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils Sonne, teils Wolken. Später von Nordwesten her erneut Schauer. Maximal nur noch 18 bis 25 Grad. --- Der Donnerstag wird wieder freundlicher.

Audio und Video zum Thema