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Nachrichten

Mittwoch, 12. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TRIPOLIS: In Libyen sind bei einem Flugzeugabsturz mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich beim Landeanflug auf den Flughafen der Hauptstadt Tripolis. Der abgestürzte Airbus A330 der libyischen Gesellschaft "Afriqiyah" kam aus Johannesburg in Südafrika. Von den 93 Passagieren und elf Besatzungsmitgliedern an Bord habe ein Kind aus den Niederlanden überlebt, heißt es. Die Absturzursache ist unklar. Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete allerdings unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde in Tripolis, kurz vor der Landung sei ein technischer Defekt in der Maschine festgestellt worden.

MADRID: Nach Griechenland reagiert auch Spanien mit einem umfangreichen Sparprogramm auf die Schuldenkrise. 15 Milliarden Euro will die Regierung bis 2011 sparen, wie Ministerpräsident Zapatero im Parlament ankündigte. Seine Regierung strebe an, die Löhne der Staatsbediensteten in diesem Jahr um fünf Prozent zu kürzen, sagte Zapatero. Außerdem sollen im öffentlichen Dienst 13.000 Stellen wegfallen. Die Renten sollen im kommenden Jahr nicht steigen, mit Ausnahme der Mindestrenten. Bei den Investitionen sind Kürzungen um insgesamt mehr als sechs Milliarden Euro geplant. Durch das Sparprogramm will Spanien sein Haushaltsdefizit von zuletzt 11,2 Prozent bis 2011 auf sechs Prozent verringern.

LONDON: Knapp eine Woche nach der Parlamentswahl hat Großbritannien einen neuen Regierungschef. Mit David Cameron kehren die konservativen Tories nach 13-jähriger Opposition zurück an die Macht. Am Dienstag hatte der bisherige Premier Brown die Konsequenzen aus der Wahlniederlage der Labour-Partei gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Die Konservativen sind auf die Unterstützung der Liberaldemokraten angewiesen, mit denen sie künftig eine Koalition bilden. Der Vorsitzende der Liberaldemokraten, Clegg, wird der neuen Regierung als Vize-Premier angehören.

BANGKOK: In Thailand haben die Bemühungen zur Beendigung der Staatskrise einen Rückschlag erlitten. Die Regierung von Ministerpräsident Abhisit begann mit der Umsetzung ihrer Drohung, die Oppositionsanhänger aus dem seit Wochen besetzten Geschäftsviertel von Bangkok zu vertreiben. Die Bewohner wurden zum Verlassen des Viertels aufgefordert. Nach Mitternacht werde der Bezirk abgeriegelt, kündigten die Behörden an. Außerdem werde die Versorgung der Demonstranten mit Strom, Wasser und Lebensmitteln gekappt.

WIESBADEN: Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2010 leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt -BIP- stieg von Januar bis März um 0,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die leichte Besserung kam unerwartet. Aufgrund des langen und kalten Winters war mit einer Stagnation der Wirtschaftsleistung gerechnet worden. Die Statistiker nennen als Gründe für die positive Entwicklung vor allem den wieder anziehenden Export.

KARLSRUHE: Internetnutzer müssen keinen Schadenersatz zahlen, wenn ihr ungesicherter drahtloser WLAN-Internet-Anschluss von Fremden etwa zum illegalen Herunterladen von Musik benutzt wird. Der Bundesgerichtshof entschied in einem Grundsatzurteil, dass den Anschlussinhaber kein Verschulden treffe, wenn sich Dritte in seiner Abwesenheit unberechtigt Zugang zu seinem Anschluss verschaffen. Fehlt ein gesondertes Passwort zur individuellen Sicherung des Internetzugangs, droht aber eine Abmahnung und ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro. Geklagt hatte eine Plattenfirma. Das Urteil ist von weitreichender Bedeutung für die Musikbranche.

DÜSSELDORF: Drei Tage nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen treffen sich SPD und Grüne zu einem ersten Vorbereitungsgespräch für Koalitionsverhandlungen. Die beiden Parteien hatten die angestrebte rot-grüne Mehrheit knapp verfehlt und benötigen einen weiteren Koalitionspartner, um die schwarz-gelbe Regierung von CDU-Ministerpräsident Rüttgers abzulösen. SPD-Chefin Kraft will darüber mit FDP und Linkspartei reden. Die Liberalen sind dazu nur bereit, wenn die Linkspartei ausgeschlossen bleibt.

PEKING: Ein Amokläufer hat in einem chinesischen Kindergarten mindestens acht Menschen getötet, darunter sieben Kinder. Anschließend tötete er sich selbst. Wie die Behörden in der Provinz Shaanxi mitteilten, handelt es sich bei dem Täter um einen Nachbarn des Kindergartens.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielerorts stark bewölkt, besonders im Nordwesten zunächst noch Regen. Im Osten und Süden auch freundliche Abschnitte. Höchstwerte zwischen acht und 19 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 6 Grad, Regen; Berlin: 13 Grad, Nieselregen; Dresden: 13 Grad, stark bewölkt; Köln/Bonn: 5 Grad, Nieselregen; Frankfurt am Main: 9 Grad, stark bewölkt und München: 12 Grad, bedeckt.

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