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Nachrichten

Mittwoch, 12. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

FRANKFURT AM MAIN: Ungeachtet aller Appelle wird Bundestrainer Jürgen Klinsmann seinen Vertrag mit dem Deutschen Fußball-Bund nicht verlängern. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder sagte, er bedauere Klinsmanns Entscheidung, habe sie aber zu akzeptieren. Laut Presse- Berichten will der 41-Jährige wieder mehr Zeit für seine in Kalifornien lebende Familie haben. Als neuer Bundestrainer ist Klinsmanns bisheriger Assistent Joachim Löw im Gespräch. Für diesen Mittwoch hat der Deutsche Fußball-Bund zu einer Pressekonferenz nach Frankfurt eingeladen.

ROSTOCK: Vor dem dritten Deutschland-Besuch von US-Präsident George W. Bush sind in Mecklenburg-Vorpommern massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden. Nach Auskunft der Behörden stehen mehr als 12.000 Polizisten zum Schutz des Präsidenten bereit. Bush wird am Mittwochabend auf dem Flughafen Rostock eintreffen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte ihn zu einem Besuch in ihrem Wahlkreis an der Ostseeküste eingeladen. Dort soll er sich ein eigenes Bild von der Lage in den neuen Bundesländern machen. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche am Donnerstag dürften der Atomstreit mit dem Iran und das nordkoreanische Raketenprogramm stehen. Am Freitag will Bush zum G8-Gipfel nach Sankt Petersburg weiterreisen.

BOMBAY: Einen Tag nach der blutigen Anschlagserie in der indischen Wirtschaftsmetropole Bombay läuft die Suche nach den Tätern auf Hochtouren. Die Regierung geht von einem terroristischen Hintergrund aus. Der Verdacht richtet sich laut Medien-Berichten gegen eine Untergrund-Organisation aus Kaschmir und die verbotene Islamische Studentenbewegung Indiens. Bei der Explosion von Sprengsätzen in mehreren Pendlerzügen waren nach Polizei-Angaben mindestens 190 Menschen getötet worden, mehr als 600 wurden verletzt. Die Europäische Union verurteilte den Terrorangriff in scharfer Form. Für diese abscheulichen Anschläge gegen unschuldige Zivilisten könne es keine Rechtfertigung geben, erklärte die finnische EU-Ratspräsidentschaft.

GAZA-STADT: Bei einem israelischen Luftangriff auf Gaza-Stadt sind nach palästinensischen Angaben mindestens sechs Menschen getötet und etwa 25 verletzt worden. Unter den Verletzten ist auch der Chef des militärischen Arms der Hamas, Mohammed Deif. Er ist in Israel einer der meist gesuchten palästinensischen Extremisten. Bei dem Angriff wurde ein Gebäude zerstört, das nach Darstellung der Armee ein Treffpunkt der radikal-islamischen Hamas war. Zudem rückten israelische Bodentruppen mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen in das Zentrum des Gaza-Streifens vor. - Die schiitische Hisbollah-Miliz feuerte unterdessen vom Libanon aus zahlreiche Raketen und Granaten auf israelisches Territorium. Dabei erlitten vier Menschen Verletzungen.

BAGDAD: US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist zu einem unangekündigten Besuch in den Irak gereist. Auf seinem Programm stehen Gespräche mit mehreren Mitgliedern der Regierung in Bagdad. Am Dienstag war bekannt geworden, dass die USA und der Irak eine gemeinsame Kommission zum Abzug der ausländischen Truppen einrichten wollen. Derzeit befinden sich allein 129.000 amerikanische Soldaten im Irak. Die US-Regierung will diese Zahl bis Ende des Jahres auf 100.000 reduzieren.

WASHINGTON: Die USA wollen nun auch terrorverdächtige Häftlinge gemäß der Genfer Konvention behandeln. Dies geht aus einer Anweisung des Verteidigungsministeriums hervor. Bislang hatte die US-Regierung geltend gemacht, dass sich des Terrors beschuldigte Gefangene nicht auf die Genfer Konvention berufen könnten. Dazu zählten vor allem die Häftlinge im Militärstützpunkt Guantanamo Bay. Das Oberste US-Gericht hatte die für sie ursprünglich vorgesehenen Militär-Tribunale Ende Juni jedoch für illegal erklärt. - Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International begrüßten die Entscheidung der US-Regierung.

KABUL: Nach Angriffen auf Bundeswehr-Stützpunkte in Afghanistan dringt die Truppe darauf, künftig schneller zur Waffe greifen zu dürfen. Es wäre angemessen, den Auftrag zu reformieren, sagte der Sprecher der Internationalen Schutztruppe für die Nordregion, Oberstleutnant Markus Werther. Nach seinen Worten fordern die Soldaten die Möglichkeit, bei einer drohenden Gefahr auch präventiv handeln zu können. - In den vergangenen Wochen war die Bundeswehr in Afghanistan bereits mehrmals Ziel von Anschlägen.

BERLIN: Ausländerkinder sollen nach dem Willen der Bundesregierung schon im Kindergarten Deutsch lernen. Kurz vor dem Integrations- Gipfel im Kanzleramt will das Bundeskabinett an diesem Mittwoch eine Erklärung mit dem Titel 'Gutes Zusammenleben - klare Regeln' beschließen. Darin heißt es, die Zuwanderer sollten das Grundgesetz und die gesamte Rechtsordnung vorbehaltlos akzeptieren. Das Erlernen der deutschen Sprache solle ein sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zu Deutschland setzen.

DÜSSELDORF: Im festgefahrenen Tarifkonflikt an den kommunalen Krankenhäusern wollen die Ärzte ihre Streiks nochmals ausweiten. Nun trete 'Phase zwei' in Kraft, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft 'Marburger Bund', Lutz Hammerschlag. Am Dienstag waren die Tarifgespräche zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern in Düsseldorf erneut vertagt worden. Erst am Sonntag sollen die Verhandlungen in großer Runde wieder aufgenommen werden. Der 'Marburger Bund' fordert für die etwa 70.000 Ärzte an 700 städtischen Kliniken und Kreiskrankenhäusern bessere Arbeitsbedingungen und mindestens 15 Prozent mehr Gehalt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden und in den Mittelgebirgen teils kräftige Schauer und Gewitter, sonst überwiegend sonnig. Tagestemperaturen 23 bis 30 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg: 17 Grad, gering bewölkt;
Berlin und Dresden: 22 Grad, gering bewölkt;
Köln/Bonn: 20 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 20 Grad, stark bewölkt und
München: 23 Grad, gering bewölkt.

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