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Nachrichten

Mittwoch, 12. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Gut eine Woche vor der Präsidentschaftswahl in Afghanistan hat die US-Armee im Süden des Landes eine Offensive gegen Aufständische gestartet. Mit dem Einsatz in der Provinz Helmand sollten die radikal-islamischen Taliban daran gehindert werden, die Abstimmung am 20. August zu stören oder Bürger durch Einschüchterungen von der Stimmabgabe abzuhalten, teilte die US-Armee mit. Landesweit hat die Gewalt in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. In der nördlichen Provinz Kundus, dem Einsatzgebiet der Bundeswehr, kamen zuletzt vier Polizisten bei einem Angriff der Taliban ums Leben. Unter ihnen befand sich der Polizeichef der Region.

RANGUN: Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi will ihre Verurteilung zu weiteren 18 Monaten Hausarrest anfechten. Ihre Anwälte kündigten an, in Berufung gehen zu wollen. Ein Sondergericht in Rangun hatte die 64-jährige Friedensnobelpreisträgerin wegen angeblicher Verstöße gegen die Auflagen ihrer bisherigen Haft verurteilt. Der Richterspruch löste weltweit scharfe Kritik aus. Gleichwohl konnte sich der Weltsicherheitsrat nicht auf eine Missbilligung einigen. Während westliche Staaten auf eine Verurteilung drangen, zögerten andere Länder die Einigung hinaus, darunter China und Russland. Die von Frankreich bentragte Sondersitzung wurde vertagt.

JAKARTA: Der in der vergangenen Woche in Indonesien erschossene Islamist ist doch nicht der meistgesuchte Terrorist des Landes. Eine DNA-Analyse habe ergeben, dass es sich bei dem Toten nicht um Noordin Mohammad Top handele, teilte die Polizei mit. Der Malaysier wird für mehrere Anschläge in Indonesien seit 2003 verantwortlich gemacht, die vom Terrornetz der Al Kaida finanziert wurden. Bei dem Mann, der am Samstag bei einem Feuergefecht auf Java erschossen wurde, handele es sich um einen Islamisten namens Ibrohim, so die Polizei. Dieser war ebenfalls wegen zwei blutigen Anschlägen auf Luxushotels in Jakarta gesucht worden.

MOSKAU: In der russischen Kaukasus-Republik Inguschetien ist der Bauminister ermordet worden. Wie eine Behördensprecherin mitteilte, wurde Ruslan Amerchanow in seinem Büro aus nächster Nähe erschossen. Der Täter sei flüchtig. Erst im Juni war ein Bombenanschlag auf den inguschetischen Präsidenten Junus-Bek Jewkurow verübt worden. Zwei seiner Leibwächter wurden getötet, er selbst wurde schwer verletzt. In Inguschetien und anderen russischen Kaukasus-Republiken kämpfen islamistische Aufständische gegen die Moskau-treuen Behörden.

BOGOTÁ: Der konservative kolumbianische Präsident Álvaro Uribe hat erstmals angekündigt, ein drittes Mal für das höchste Staatsamt kandidieren zu wollen. Vor Abgeordneten der Regierungspartei sagte er, er werde ein drittes Mal antreten, wenn der Kongress einem Referendum über die Möglichkeit einer Wiederwahl zugestimmt habe. Uribes zweite Amtszeit endet im kommenden Jahr. Nach der geltenden Verfassungslage darf er bei der nächsten Präsidentenwahl nicht mehr antreten. Seine erste Wiederw ahl im Jahre 2006 hatte er bereits durch eine Verfassungsänderung ermöglicht, die er per Referendum durchsetzen ließ.

BERLIN: Der Luft- und Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung, Peter Hintze, hat sich für den Start einer deutschen Mondmission ausgesprochen. Denkbar sei eine unbemannte Mondlandung etwa 2015, sagte Hintze im deutschen Fernsehen. Die Kosten bezifferte er mit 1,5 Milliarden Euro. Die Mission könne der Wirtschaft im Hinblick auf die Entwicklung neuer Technologien positive Impulse geben und damit auch zur Schaffung neuer Arbeitsplätze beitragen, so der CDU-Politiker weiter. Einen besonderen Schwerpunkt bei der Raumfahrttechnologie setze Deutschland auf die Robotik. Solch automatisierte Systeme seien auch für Industrie und Medizin von hoher Bedeutung.

WIESBADEN: Die deutschen Flughäfen haben wegen der Wirtschaftskrise den stärksten Rückgang bei den Passagierzahlen seit 1951 verzeichnet. Im ersten Halbjahr flogen 42,6 Millionen Menschen von einem Airport in Deutschland ab, das waren knapp acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Der Rückgang von 3,6 Millionen Fluggästen war im Halbjahresvergleich das bislang größte Minus seit Beginn der Luftverkehrsstatistik vor 58 Jahren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte viele Wolken und teils kräftige Schauer. Richtung Süden meist trocken und freundlicher mit sonnigen Abschnitten. Tageshöchstwerte zwischen 19 und 27 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 16 Grad, bedeckt;

Berlin: 17 Grad, Regen;

Dresden: 18 Grad, nach Regen;

Köln/Bonn: 17 Grad, stark bewölkt;

Frankfurt am Main

und München: 19 Grad, wolkig.

Audio und Video zum Thema