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Nachrichten

Mittwoch, 12. April 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

ROM: Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi will den Wahlsieg des Mitte-Links-Bündnisses von Romano Prodi nicht anerkennen. Bei der Abstimmung vom Sonntag und Montag habe es Unregelmäßigkeiten gegeben, sagte Berlusconi. Seine Partei werde das Ergebnis erst anerkennen, wenn es eine juristische Klärung gegeben habe. Um die Spaltung des Landes zu überwinden, schlug Berlusconi eine große Koalition nach dem Vorbild Deutschlands vor. Das Mitte-Links-Lager Prodis wies die Avancen Berlusconis umgehend zurück. Mitte-Links habe einen unbestreitbaren Sieg errungen, der es der Koalition erlaube, fünf Jahre allein zu regieren, sagte Prodi.

WASHINGTON: Die USA und Russland haben den Beginn der Urananreicherung im Iran scharf kritisiert. Dies sei ein weiterer Schritt des iranischen Regimes, die internationale Gemeinschaft herauszufordern, hieß es in Washington. Das russische Außenministerium forderte die Führung in Teheran auf, den Forderungen des Weltsicherheitsrates nachzukommen und sämtliche Nuklearaktivitäten zu unterlassen. Ahmadinedschad hatte erklärt, sein Land habe erfolgreich Uran zur Energiegewinnung angereichert. Dabei sprach er von einem historischen Erfolg, der sein Land zu einem Nuklearstaat mache.

ANKARA: Bei Kämpfen zwischen kurdischen Rebellen und türkischen Soldaten sind im Südosten der Türkei mindestens 14 Menschen getötet worden. Die Schießereien mit Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans in der Provinz Sirnak hätten die ganze Nacht angedauert, teilten örtliche Sicherheitsbeamte mit. Bereits in den vergangenen Tagen waren bei Unruhen in dem Gebiet zahlreiche Menschen getötet worden.

ISLAMABAD: Einen Tag nach dem blutigen Bombenanschlag während eines sunnitischen Gottesdienstes in Karatschi sind die pakistanischen Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt worden. Es sei mit weiteren Anschlägen zu rechnen, teilten die Behörden mit. Bei dem Selbstmordanschlag am Vortag waren 57 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Sunniten hatten sich anläßlich eines Feiertages in einem Park zum Gebet versammelt, als sich der Attentäter in die luft sprengte.

BERLIN: Die Bundesregierung will die großen Energieversorger in Deutschland beim Handel mit Luftverschmutzungsrechten künftig stärker zur Kasse bitten. Das geht aus den Eckpunkten zur künftigen Gestaltung des Emissionshandels hervor, die Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) vereinbart haben. Demnach sollen die Stromkonzerne von 2008 bis 2012 deutlich höhere Klimaschutz-Auflagen erfüllen als die Industrie. Zugleich warnte Gabriel die Stromversorger vor Zusatzbelastungen der Verbraucher. Der Handel mit Verschmutzungsrechten war EU-weit vor gut einem Jahr gestartet. Er soll Unternehmen mit wirtschaftlichen Anreizen zu mehr Umweltschutz bewegen.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission wirft der Bundesregierung Versäumnisse im Kampf gegen Tabakkonsum vor und droht mit rechtlichen Schritten. Deutschland lasse sich mehr Zeit als andere Länder, um rauchfreie Zonen zu schaffen, kritisierte EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou. Er forderte Berlin auf, endlich das europäische Werbe- und Sponsorenverbot für Tabak in nationales Recht umzusetzen. Die dafür gesetzte Frist verstrich Anfang April. Der EU-Kommissar kündigte an, den Fall vor den Europäischen Gerichtshof zu bringen.

ULM: In den baden-württembergischen Uni-Krankenhäusern Ulm, Tübingen und Freiburg setzen die Ärzte ihren Streik fort. Das teilte die Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund mit. Am Dienstag hatten 6.000 Mediziner bei einer Kundgebung in Köln für bessere Arbeitsbedingungen und 30 Prozent mehr Gehalt demonstriert. Der Streik hatte vor fast vier Wochen begonnen.

BERLIN: Trotz der Konzentration auf das Kerngeschäft Automobilbau will DaimlerChrysler mindestens 15 Prozent an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS behalten. Das erklärte Konzernchef Dieter Zetsche vor der Hauptversammlung in Berlin. Der Stuttgarter Autobauer hatte in der Vorwoche angekündigt, seinen Anteil am Airbus-Mutterkonzern EADS von 30 auf 22,5 Prozent zurückzufahren.

ERFURT: Auf Geschäftsflügen gesammelte Bonusmeilen stehen nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts dem Unternehmen zu. Die Erfurter Richter wiesen die Klage eines Verkaufsleiters ab, der häufig Dienstreisen ins Ausland unternimmt und die dabei erworbenen Bonuspunkte privat nutzen wollte. Nach Überzeugung des Gerichts stehen die Bonusmeilen dem Arbeitgeber zu, da er die Flüge veranlasst und bezahlt hat.

HANNOVER: Die Lage in den norddeutschen Hochwassergebieten entlang der Elbe entspannt sich nur langsam. Sowohl im niedersächsischen Hitzacker als auch in Lauenburg in Schleswig-Holstein gehen die Pegel jedoch zurück. Tausende Helfer sind allerdings weiter im Einsatz, um die durchnässten Deiche zu sichern. Die Behörden rechnen damit, dass die Situation noch in den nächsten Tagen kritisch bleibt.

COLOMBO: Bei einem erneuten Anschlag mutmaßlich tamilischer Rebellen sind im Norden Sri Lankas zwei Polizisten getötet und zwei verletzt worden. Nach Polizeiangaben waren die Beamten in einen Hinterhalt geraten. Im Vorfeld einer weiteren Runde von Friedensgesprächen, die nächste Woche beginnen soll, hatte die Gewalt in Sri Lanka zugenommen. Seit Freitag kamen bei Anschlägen mehr als 20 Menschen ums Leben. In dem jahrzehntealten Konflikt geht es um mehr Autonomie für die Tamilen auf Sri Lanka.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Nordwesten zieht ein Regengebiet nach Osten. Im Westen teilweise gewittrige Schauer. Oberhalb von 800 Metern Schnee. Höchstwerte zwischen sechs und zwölf Grad.

  • Datum 12.04.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8Fu0
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