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Nachrichten

Mittwoch, 11. Oktober 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

TOULOUSE: Airbus hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach der europäische Flugzeugbauer sich im Zuge seines Sparprogramms von fünf deutschen Standorten mit zusammen 6.600 Beschäftigten trennen wolle. Das stimme überhaupt nicht, es handele sich um Spekulationen, sagte Airbus-Sprecherin Barbara Kracht in Toulouse. Die 'Bild'-Zeitung hatte unter Berufung auf Insider berichtet, Airbus wolle fünf Werke in Niedersachsen und Baden-Württemberg verkaufen und kostengünstiger als Zulieferer für Airbus weiterbetreiben. Betroffen seien die Werke in Nordenham, Stade, Varel, Buxtehude sowie Laupheim, hieß es in dem Bericht.

DRESDEN: Der russische Präsident Wladimir Putin hat zugesichert, dass sein Land die Pressefreiheit gewährleisten will. Putin sagte in einem Interview im Ersten Deutschen Fernsehen, in Russland werde eine neue Gesellschaft weg vom Totalitarismus hin zur Demokratie aufgebaut. Zur Ermordung der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja bekräftige Putin sein Versprechen, die Tat aufklären zu lassen. Für die Täter gebe es keinerlei Vergebung. Nach den Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dresden trifft Putin an diesem Mittwoch in München mit Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber und deutschen Wirtschaftsführern zusammen.

PJÖNGJANG/NEW YORK: Nordkorea will mögliche weitere Atomversuche vom Verhalten der USA abhängig machen. Dies sagte der zweite Mann in der Führung Nordkoreas, Kim Yong Nam, der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo. Die Politik Washingtons sei auch für die Frage entscheidend, ob Nordkorea wieder an den ausgesetzten multinationalen Gesprächen über den Atomkonflikt teilnehme, erklärte der Präsident der nordkoreanischen Volksversammlung weiter. - In New York haben die Veto-Mächte im Weltsicherheitsrat und Japan um mögliche Sanktionen nach dem angeblichen Atomwaffen-Test Nordkoreas gerungen. Die Beratungen dazu sollen an diesem Mittwoch fortgesetzt werden. Die USA begrüßten die grundsätzliche Bereitschaft Chinas, erstmals Sanktionen gegen Nordkorea in begrenztem Umfang mitzutragen. Peking ist der engste Verbündete der Führung in Pjöngjang.

TEHERAN: Der Iran hat einen Verzicht auf die Nutzung seiner Atomtechnik nochmals ausgeschlossen. Die Regierung in Teheran werde sich dem internationalen Druck nicht beugen und die Urananreicherung keinesfalls einstellen, betonte der geistliche Führer des Landes, Ayatollah Ali Chamenei. Die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschland wollen heute Gespräche über Sanktionen im Atomstreit mit dem Iran aufnehmen. Die Regierung in Teheran weigert sich trotz eines internationalen Anreizpakets und einer entsprechenden UN-Resolution, als Vorbedingung für Verhandlungen ihre umstrittene Urananreicherung auszusetzen.

BAGDAD: Ein Feuer in einem US-Munitionsdepot in der irakischen Hauptstadt hat in der Nacht zum Mittwoch eine Serie von mehr als 30 Explosionen ausgelöst. Von der Druckwelle detonierender Granaten wurden Gebäude im Umkreis von mehreren Kilometern erschüttert. Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt, wie US-Militärs in Bagdad bekannt gaben.

MANILA: Der Süden der Philippinen wird von mehreren Bombenanschlägen erschüttert. In den Städten Tacurong und Makilala wurden mindestens sechs Menschen getötet und etwa 30 verletzt. Ein weiterer Sprengsatz konnte rechtzeitig entschärft werden. Die Behörden machen die Terrorgruppe Jemaah Islamiah für die Taten verantwortlich.

STRASSBURG: Der Europarat hat Polen davor gewarnt, die Todesstrafe einzuführen. Bei einem solchen Schritt könnte das Land aus der Organisation von 46 europäischen Staaten ausgeschlossen werden und würde mit Weißrussland auf einer Stufe stehen, sagte der Generalsekretär des Europarats, Terry Davis. Der polnische Präsident Lech Kaczynski hatte im Juli öffentlich erklärt, ein Anhänger der Todesstrafe zu sein und damit eine heftige Kontroverse ausgelöst. Angesichts des Welttages gegen die Todesstrafe am Dienstag rief der Europarat zugleich Russland auf, die Todesstrafe auch formell abzuschaffen.

HAMBURG: Deutschland wird nach den Worten von Außenminister Frank-Walter Steinmeier während seiner EU-Ratspräsidentschaft ab Januar 2007 einen neuen Anlauf zur Durchsetzung der EU-Verfassung unternehmen. Die Bundesregierung sei überzeugt, dass Europa dadurch greifbarer und schlagkräftiger werde, sagte er der 'Bild'-Zeitung. Das Kabinett berät an diesem Mittwoch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Berlin über Schwerpunkte während des deutschen EU-Vorsitzes.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht überprüft die Pflicht für Abgeordnete zur Offenlegung ihrer Nebeneinkünfte. Gegen diese Praxis geklagt haben neun Bundestagsmitglieder, darunter der ehemalige CDU/CSU-Fraktionschef Friedrich Merz. Die Regelung verletze die im Grundgesetz garantierte Freiheit des Abgeordnetenmandats und behindere selbstständige Tätigkeit, argumentieren sie. Die Praxis war unter der Vorgängerregierung geschaffen worden. Das Urteil wird erst in einigen Monaten verkündet.

OSNABRÜCK: Erstmals ist in Deutschland ein mutmaßlicher Unterstützer des Terror-Netzes 'El Kaida' wegen weltweiter Propaganda für die islamische Extremisten-Organisation verhaftet worden. Der 36jährige Iraker soll von seiner Wohnung in Georgsmarienhütte Audio- und Videobotschaften von Osama bin Laden im Internet verbreitet haben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An der Ostsee noch wolkig, sonst viel Sonne. Höchsttemperaturen 17 bis 23 Grad Celsius.


Am Morgen meldeten:

Hamburg: 11°;
Dresden: 9°;
Berlin, Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 10° sowie
München: 6°.

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