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Nachrichten

Mittwoch, 11. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PARIS: Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt zur Stunde als erste deutsche Regierungschefin an den jährlichen französischen Feiern zum Ende des Ersten Weltkrieges teil. Gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy will sie am Triumphbogen in Paris die traditionelle Truppenparade abnehmen und am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz niederlegen. Anschließend sind kurze Reden beider Politiker vorgesehen. Sarkozy kündigte im Vorfeld der Feiern an, er wolle das traditionelle Weltkriegsgedenken auch zu einem Tag der deutsch-französischen Aussöhnung machen.

HANNOVER: Der deutsche Fußball-Nationaltorwart Robert Enke hatte vor seinem Selbstmord einen Abschiedsbrief hinterlassen. Nach Einschätzung der Polizei besteht damit kein Zweifel mehr, dass sich der Spieler von Hannover 96 das Leben nahm. Der 32-Jährige war am Dienstag in der Nähe von Hannover von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Beim Deutschen Fußballbund und unter den Fans herrschen Trauer und Entsetzen. Vor der Arena in Hannover trugen sich Hunderte Menschen in ein Kondolenzbuch ein, das der Bundesligaclub ausgelegt hatte. Die Nationalmannschaft, die sich auf ein Länderspiel gegen Chile vorbereiten wollte, sagte sämtliche Termine ab. Der DFB berät darüber, die für Samstag geplante Begegnung abzusagen.

BERLIN: Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat die Banken aufgefordert, vor allem die mittelständischen Unternehmen in Deutschland stärker mit Krediten zu versorgen. Wer Steuergelder zur Finanzbereinigung entgegennehme, müsse auch seiner Verantwortung bei der Kreditvergabe nachkommen, verlangte der FDP-Politiker bei der Bundestagsdebatte über die Wirtschaftspolitik. Dabei kündigte er Steuersenkungen im Umfang von 21 Milliarden Euro an, um die Konjunktur angesichts der immer noch herrschenden Krise anzukurbeln.

PEKING: Die chinesische Industrie wächst wieder so zügig wie vor Beginn der weltweiten Wirtschaftskrise. Die Regierung wertet dies als Erfolg ihrer umfangreichen staatlichen Konjunkturprogramme. Die Industrieproduktion lag nach amtlichen Angaben im Oktober um 16,1 Prozent über dem Vorjahresniveau - die größte Zunahme seit März 2008. Auch der Einzelhandelsumsatz fiel mit einem jährlichen Anstieg von 16,2 Prozent unerwartet hoch aus. Analysten sehen sich in der Hoffnung bestätigt, dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt die Krise größtenteils überwunden habe.

BERLIN: In der Diskussion über eine Aufstockung der Nato-Truppen in Afghanistan hat der neue Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg auf die für nächstes Jahr geplante internationale Afghanistan-Konferenz verwiesen. Erst wenn dort neue Ziele und Zeitvorgaben festgesetzt seien, werde man über das weitere militärische Engagement entscheiden, sagte Guttenberg im deutschen Fernsehen. Das Thema steht auch bei Guttenbergs Antrittsbesuch im Nato-Hauptquartier in Brüssel an diesem Mittwoch auf dem Programm.

JARRETT: Sieben Jahre nachdem er als "Heckenschütze von Washington" für Angst und Schrecken gesorgt hat, ist John Allen Muhammad im US-Bundesstaat Virginia hingerichtet worden. Der wegen zehnfachen Mordes verurteilte Muhammad starb nach Behördenangaben durch eine Giftspritze. Im Herbst 2002 hatte er mehr als drei Wochen lang gemeinsam mit einem 17jährigen Komplizen willkürlich aus dem Hinterhalt auf Menschen geschossen.

SAO PAULO: Ein gigantischer Stromausfall hat weite Teile Brasiliens ins Chaos gestürzt. Bis zu 50 Millionen Menschen saßen im Dunkeln, als kurz nach 21.00 Uhr Ortszeit der Strom in mindestens neun Bundesstaaten ausfiel. Betroffen waren nach Rundfunkberichten etwa 800 Städte, darunter für mehrere Stunden auch die Metropolen Sao Paulo, Rio de Janeiro, Belo Horizonte und die Hauptstadt Brasilia. Ursache war laut Energieminister Edison Lobao eine Störung im Wasserkraftwerk Itaipu an der Grenze zu Paraguay, des leistungsfähigsten Kraftwerks der Welt.

BRÜSSEL: Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wollen am 19. November über die neuen EU-Spitzenjobs entscheiden. Es geht um die Wahl des ersten ständigen EU-Ratspräsidenten sowie eines "Außenministers" der EU. Die Posten werden mit dem Reformvertrag von Lissabon geschaffen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und örtlich Regen. Im Südwesten kurze Auflockerungen. Die Temperaturen liegen zwischen vier und neun Grad Celsius.

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