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Nachrichten

Mittwoch, 11. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

STUTTGART: Bei einem Amoklauf an einer Realschule im baden-württembergischen Winnenden hat es nach Angaben der Polizei zwei Tote gegeben. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei in die Innenstadt geflohen. Zuvor hatte ein Amokläufer im Südosten des US-Bundesstaats Alabama ein Blutbad angerichtet. Nach Angaben der Behörden steckte er zunächst das Haus seiner Mutter in Brand. Die Leiche der Frau wurde später gefunden. Wie sie zu Tode kam, konnte noch nicht geklärt werden. Anschließend erschoss der Mann in der Kleinstadt Samson und der Kreisstadt Geneva neun Menschen, darunter auch Verwandte. Zuletzt richtet er seine Waffe gegen sich selbst und setzte seinem Leben mit einem Schuss in den Kopf ein Ende. Das Motiv des Täters ist weiter unklar.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon haben angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise eine weltweite Koordinierung der Hilfen für die ärmsten Länder gefordert. Wenn diese Krise andauere, sei dies eine potentielle Bedrohung für die Lebensmittelbestände dieser Staaten, sagte Obama. Ban rief die reichsten Nationen auf, im Kampf gegen die Krise die Ärmsten nicht zu vergessen. Dies müsse auch Thema beim G-20-Gipfel Anfang April in London sein. Obama sicherte den Vereinten Nationen zudem eine enge Zusammenarbeit bei der Lösung der Krise im Sudan zu. Die Situation in der Krisenprovinz Darfur sei nicht akzeptabel und Nichtstun ebenfalls nicht. Weitere Themen der Unterredung waren die Sicherheits- und Entwicklungspolitik.

KUNDUS: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat Sicherheitslage und Wiederaufbau im Norden Afghanistans als positiv eingeschätzt. Nach Gesprächen im Bundeswehr-Feldlager Kundus und mit Stammesältesten sagte Jung, auch der zivile Aufbau in der Region gehe voran. Die afghanische Regierung müsse aber dafür sorgen, dass die Hilfsgüter auch in den Provinzen ankommen. --- US-Verteidigungsminister Robert Gates nannte jetzt in einem Radiointerview als Mindestziel der USA in Afghanistan die Verhinderung einer erneuten Machtübernahme der radikalislamischen Taliban.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Kritik aus der Union an ihrem Führungsstil zurückgewiesen und einen harten und zugleich auch sachlichen Wahlkampf angekündigt. Auch wenn sie Parteivorsitzende sei, lege sie ihre "staatliche Verantwortung" nicht ab, sagte Merkel in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Angesichts der Wirtschaftskrise betonte die CDU-Chefin, man werde nicht alle Wünsche der Bürger erfüllen können. Die Regierung behalte immer auch die Staatsverschuldung im Auge. Unionsfraktionschef Volker Kauder warf der SPD in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vor, sie wolle gar nicht mehr mitregieren. So habe Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier im Koalitionsausschuss eingeräumt, dass Opel kein vernünftiges Konzept vorgelegt habe, dann aber öffentlich verlangt, rasch Geld für Opel auszugeben.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat nach monatelangen Diskussionen neue Grenzen für Managergehälter in Deutschland beschlossen. Die Ministerrunde billigte den von den Spitzen der großen Koalition ausgehandelten Kompromiss. Danach müssen die Bezüge von Führungskräften gekürzt werden, wenn es dem Unternehmen schlecht geht. Über die Vorstandsvergütungen soll künftig der gesamte Aufsichtsrat und nicht mehr nur ein Ausschuss entscheiden.

STUTTGART: Aus Protest gegen die ihrer Auffassung nach zu niedrigen Honorare haben Tausende baden-württembergische Ärzte ihre Praxen geschlossen. Ihre Interessenvertretung sprach von über 7.000 Streikteilnehmern. Im Südwesten führe die neue Honorarregelung bei einzelnen Facharztgruppen zu Einbußen bis zu 35 Prozent, hieß es zur Begründung. Die Ärzte machen den seit Anfang des Jahres geltenden Gesundheitsfonds dafür mitverantwortlich. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sprach von einem "innerärztlichen Verteilungsproblem" und warnte davor, die Konflikt "auf dem Rücken der Patienten" auszutragen.

PEKING: Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat die Exporte Chinas im Februar weiter sinken lassen. Der Rückgang betrug im Vergleich zum Vormonat 25,7 Prozent, wie die Behörden in Peking mitteilten. Die Exporte sind damit bereits den fünften Monat in Folge gefallen. Die Importe sanken im gleichen Zeitraum um gut 24 Prozent. Um die Inlandsnachfrage anzukurbeln und die Abhängigkeit von den Exporten zu verringern, hat die chinesische Regierung ein Konjunkturpaket von umgerechnet 459 Milliarden Euro beschlossen. Wirtschaftminister Chen Deming warnte, es sei unwahrscheinlich, dass der Abschwung bald zu Ende gehe.

NEW YORK: Der amerikanische mutmaßliche Milliarden-Betrüger Bernard Madoff muss mit einer lebenslangen Haftstrafe rechnen. Die Staatsanwaltschaft teilte in New York mit, wegen insgesamt elf Anklagepunkten drohten dem Ex-Fondsmanager 150 Jahre Gefängnis. Nach Angaben seines Anwalts will sich der 70-Jährige am Donnerstag schuldig bekennen. Einen Deal für ein geringeres Strafmaß lehnen die Ermittler ab. Madoff wird vorgeworfen, Anleger seiner Fonds mit einem sogenannten Schneeballsystem um insgesamt 50 Milliarden Dollar betrogen zu haben.

WASHINGTON: Der US-Kongress hat Einschränkungen für Kuba-Reisen aufgehoben, die Ex-Präsident George W. Bush vor fünf Jahren verhängt hat. Danach können Exilkubaner und US-Bürger mit Angehörigen auf Kuba künftig wieder einmal im Jahr nach Kuba reisen und dort unbeschränkte Zeit verbringen. Auch dürfen sie wieder mehr Geld ausgeben. Bisher waren Besuche nur alle drei Jahre möglich und die Besuchszeit auf 14 Tage begrenzt. Das vom Senat am Dienstag verabschiedete Gesetz erleichtert auch die Ausfuhr von Nahrungsmitteln und Medikamenten nach Kuba. Das Repräsentantenhaus hatte dem Gesetz bereits im Februar zugestimmt. Das 1962 von den USA verhängte Wirtschaftsembargo gegen Kuba bleibt weiter in Kraft.

ZUM SPORT: In der Fußball-Champions League hat Bayern München souverän das Viertelfinale erreicht. Der deutsche Meister bezwang Sporting Lissabon 7:1, nachdem die Bayern bereits das Hinspiel in Portugal 5:0 gewonnen hatten. - Für die Runde der letzten Acht qualifizierten sich auch der FC Chelsea, der FC Liverpool und der FC Villareal. Wie Sporting Lissabon aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind Juventus Turin, Real Madrid und Panathinaikos Athen. - Weitere vier Champions League-Achtelfinalspiele werden an diesem Mittwoch ausgetragen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend unbeständig mit Regen und Schneeregen. Von Norden und Nordwesten her zunehmend sonnige Momente. Maximal vier bis zehn Grad.


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