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Nachrichten

Mittwoch, 11. Juni 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: US-Präsident George W. Bush und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben ihr Treffen im brandenburgischen Schloss Meseberg mit politischen Gesprächen fortgesetzt. Auf dem Programm standen unter anderem der Atomkonflikt mit dem Iran sowie der Klimaschutz. Bush, der im Januar kommenden Jahres aus dem Amt scheidet, befindet sich derzeit auf einer Abschiedstour durch Europa. Er reist noch im Lauf des Tages nach Rom weiter. Deutsche Politiker von Regierung und Opposition übten scharfe Kritik an seiner Regierung. Der Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, Karsten Voigt, sagte, der Irak-Krieg habe einen tiefen Bruch in den Beziehungen verursacht. In einem Interview mit der britischen Zeitung 'The Times' räumte Bush ein, bei seinem Vorgehen nicht immer diplomatisch gewesen zu sein.

BERLIN: Bei den Plänen für einen bundesweit einheitlichen Einbürgerungstest hat die SPD noch Einwände. Sensible Themen wie dieses sollten intensiv innerhalb der Koalition besprochen werden, fordert der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz. Die oppositionellen Grünen kritisierten das Vorgehen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble als Missachtung des Parlaments. Nach Schäubles Plänen sollen Zuwanderer, die Deutsche werden wollen, einen Einbürgerungstest mit Fragen zum gesellschaftlichen und politischen System der Bundesrepublik bestehen. Der Test soll am 1. September per Verordnung eingeführt werden. Die FDP forderte, bei der Einbürgerung sólle mehr Wert auf gute Kenntnisse der deutschen Sprache gelegt werden.

KARLSRUHE: Vor dem Bundesverfassungsgericht hat die Verhandlung über das umstrittene Rauchverbot in Gaststätten begonnen. Zwei Kneipenwirte und der Besitzer einer Diskothek hatten gegen die entsprechenden Landesregelungen geklagt. Wegen deutlicher Umsatzeinbußen sehen sie ihre Existenz bedroht und fordern Ausnahmereglungen für Lokale mit nur einem Raum. Anders als in größeren Restaurants gebe es für Eckkneipen keine Möglichkeit, separate Raucherräume einzurichten. Ein Urteil wird für August erwartet.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt auf größeren Einfluss der Euro-Zone bei der Regulierung der internationalen Finanzmärkte. Auf längere Sicht benötige man eine eigene Rating-Agentur, sagte sie der 'Financial Times', weil Europa trotz starker eigener Währung und wirtschaftlicher Unabhängigkeit von einem angelsächsisch beherrschten Finanz-System abhängig sei. Dies gelte sowohl für die Regelsetzung als auch für die Transparenz und die gesamte Standardisierung der Märkte. Merkel sprach sich erneut für mehr Durchschaubarkeit der internationalen Finanzgeschäfte aus und unterstrich, die Europäische Zentralbank müsse unabhängig bleiben.

ISLAMABAD: Durch Gefechte an der Grenze zu Afghanistan sind mindestens 13 pakistanische Soldaten getötet worden. Weitere Angehörige des Grenzpostens im halbautonomen Stammesgebiet im Nordwesten des Landes werden nach Berichten örtlicher Medien noch vermisst. Es wird vermutet, dass die Soldaten bei einem Luftangriff der NATO-geführten internationalen Afghanistan-Schutztruppe ums Leben gekommen sind. Auch Einheiten der afghanischen Armee seien in die Vergeltungsaktion verwickelt gewesen, die einem voran gegangenen Angriff moslemischer Rebellen von pakistanischer Seite aus gegolten habe.

BRÜSSEL: Eine parteiübergreifende Initiative im europäischen Parlament will nach Informationen der 'Bild'-Zeitung die radikal-islamische Hisbollah im Libanon auf die so genannte Terror-Liste der EU setzen. Ein abstimmungsreifer Antrag sei jetzt in Brüssel vorgelegt worden. Zur Begründung der Initiative heiße es dort, die Hisbollah sei eine direkte Bedrohung der europäischen Sicherheit, unterhalte nachweisbare Verbindungen zum Terror-Netzwerk 'El Kaida' und werde vom Iran unterstützt.

KHARTUM: Bei einem Flugzeugunglück in der sudanesischen Hauptstadt Khartum sind mindestens 28 Insassen ums Leben gekommen. Die zivile Luftfahrtbehörde des Landes teilte mit, es seien 113 Überlebende registriert worden. An Bord des Airbus A310 der Sudan Airways befanden sich 214 Menschen. Ein Teil der Passagiere brachte sich über die Notrutschen in Sicherheit. Die aus Jordanien kommende Maschine war nach einem Bericht des sudanesischen Fernsehens während der Landung bei schlechtem Wetter von der Rollbahn abgekommen und in Brand geraten. Der Sudan gehört nach einer Untersuchung internationaler Luftfahrtbehörden zu den Ländern mit häufigen Flugzeugunglücken.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die internationale Gemeinschaft zum Kampf gegen die Diskriminierung von Aids-Kranken aufgerufen. Bei einer UN-Konferenz in New York kritisierte er, dass einige Länder HIV-Infizierten noch immer die Einreise verweigerten. Diese Praxis müsse aufhören. Nach Angaben von Nicht-Regierungsorganisationen gelten in mehr als 70 Ländern Einreisebeschränkungen für Aids-Kranke. In einem in New York veröffentlichten Brief an die betroffenen Staatschefs forderten 345 dieser Organisationen die Abschaffung der Vorschriften. - In New York zeigte sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt enttäuscht, dass das international vereinbarte Ziel, bis 2010 allen Infizierten Zugang zu adäquater Behandlung zu garantieren, nicht mehr zu erreichen sei. Sie verwies darauf, dass Deutschland bis 2015 vier Milliarden Euro für den Kampf gegen Aids bereitstellen werde.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Teils sonnig, teils wolkig. In der norddeutschen Tiefebene und südlich des Mains auch Schauer. Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius.

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