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Nachrichten

Mittwoch, 11. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BRÜSSEL/BERLIN: Die Ankündigung der iranischen Regierung, die Urananreicherung wieder aufnehmen zu wollen, hat international scharfe Reaktionen ausgelöst. Der amtierende EU-Ratsvorsitzende und österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel warf Teheran vor, dem Weltfrieden zu schaden. Die USA erwägen die Einschaltung des Weltsicherheitsrates. Zunächst will das Weiße Haus in Washington nach Angaben eines Sprechers jedoch weiter auf Verhandlungen setzen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, der iranische Schritt könne nicht ohne Folgen bleiben. - Iranische Techniker hatten am Montag drei von der Internationalen Atomenergie-Organisation versiegelte Nuklearanlagen wieder geöffnet.

ANKARA: Die Weltgesundheitsorganisation hat der Darstellung der Regierung in Ankara widersprochen, wonach die Vogelgrippe in der Türkei unter Kontrolle sei. Es werde Monate dauern, die Krankheit zu bekämpfen, betonten WHO-Experten. Das Vogelgrippe-Virus war kürzlich auch in mehreren Urlaubsorten an der ägäischen Küste bei Tieren nachgewiesen worden. Die türkische Regierung befürchtet Auswirkungen auf den Tourismus. In der Türkei sind nach vorläufigen Tests zwölf Menschen mit dem gefährlichen Erreger H5N1 infiziert. Drei Menschen starben bereits an der Seuche. - Weitere Vogelgrippe-Fälle werden zudem aus China gemeldet. Nach zwei neuen Todesopfern starben dort bisher fünf Menschen an dem Virus.

ANKARA: Angesichts der zahlreichen Vogelgrippe-Infektionen bei Kindern plant die Weltgesundheitsorganisation WHO eine spezielle Aufklärungskampagne. WHO und Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen wollten vermitteln, dass sich Kinder und Jugendliche von möglicherweise erkranktem Geflügel fern halten müssten, teilten WHO-Experten in der Türkei mit. - Bislang haben sich weitaus mehr Kinder als Erwachsene mit dem Vogelgrippe-Virus angesteckt. Experten führen dies auf das schwächere Immunsystem und die Tatsache zurück, dass sie beim Spielen eher Kontakt zu Geflügel haben.

BERLIN: Die Wirtschaftslage in Deutschland wird sich nach Ansicht des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Jürgen Thumann, verbessern. Durch das auf der Regierungsklausur beschlossene Investitionsprogramm würden Unternehmen wieder stärker investieren. Es komme jetzt darauf an, so Thumann, dass die Bundesregierung die beschlossenen Punkte schnell umsetze. Zu dem 25-Milliarden-Euro-Investitionsprogramm gehören unter anderem verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Unternehmen.

BERLIN: In der Debatte um Sicherheitsmängel der Fussball-WM-Stadien wird über Finanzhilfen des Bundes nachgedacht. Der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Peter Danckert, schloss Steuergelder für die Stadien in Berlin und Leipzig nicht aus. Innenminister Wolfgang Schäuble plädierte dafür, die Kritik der Stiftung Warentest ernst zu nehmen. 150 Tage vor dem Beginn der Fußball-WM sei genügend Zeit, um notwendige Baumaßnahmen umzusetzen, so Schäuble. Die Stiftung Warentest hatte bei zahlreichen Stadien bemängelt, dass Fluchtwege von den Rängen auf das Spielfeld fehlten.

SYDNEY: Zum Auftakt einer internationalen Klimakonferenz haben Regierungsvertreter die Großkonzerne aufgefordert, ebenfalls einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel zu leisten. Steuerzahler und Regierungen seien alleine nicht in der Lage, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, betonten Redner in Sydney. An dem zweitägigen Treffen nehmen Delegierte aus Australien, den USA, China, Indien, Japan und Südkorea teil. Diese Staaten hatten sich im vorigen Jahr zur so genannten Asiatisch-Pazifischen Klimaschutz-Partnerschaft zusammengeschlossen. Sie sind für rund 50 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und des Ausstoßes der klimaschädlichen Treibhausgase verantwortlich.

HAMBURG: In der Nacht zum Mittwoch haben im Hamburger Hafen mehrere hundert Beschäftigte der Hafenbetriebe ihre Arbeit niedergelegt. Sie protestieren damit gegen eine neue Richtlinie der Europäischen Kommission, die für mehr Wettbewerb zwischen den Häfen sorgen soll. Danach dürfen die Reedereien das Be- und Entladen von Schiffen in den Häfen selbst übernehmen, was bisher nur von den dort ansässigen Unternehmen geleistet wurde. Zudem sollen Lotsen- und Schleppdienste nur noch Fristverträge erhalten. Den Protesten wollen sich europaweit rund 50.000 Hafenarbeiter anschließen.

ASTANA: Einen Monat nach seiner Wiederwahl ist der Präsident Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, für eine weitere siebenjährige Amtszeit vereidigt worden. Die Zeremonie in der Haupstadt Astana fand vor geladenen Gästen aus 70 Ländern statt. Anwesend waren auch die Präsidenten Russlands und der Ukraine, Wladimir Putin und Viktor Juschtschenko. Bei der Wahl Anfang Dezember hatte Nasarbajew laut offiziellen Angaben 91 Prozent der Stimmen bekommen. Nach Erkenntnissen westlicher Beobachter entsprach die Abstimmung in der ehemaligen Sowjetrepublik nicht internationalen Normen. Kandidaten der Opposition wurden im Wahlkampf eingeschüchtert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten Regen, sonst vielfach leicht bewölkt oder neblig-trüb. Höchstwerte zwischen null und sieben Grad Celsius.

  • Datum 11.01.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/7m18
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