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Nachrichten

Mittwoch, 11. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

COLOMBO: Gut ein Jahr nach dem Ende des Bürgerkrieges in Sri Lanka ist ein von der Regierung eingesetzter Untersuchungsausschuss zusammengetreten. Das international umstrittene achtköpfige Gremium soll vor allem die letzte Phase des insgesamt 37-jährigen Konfliktes zwischen Armee und tamilischen Rebellen bewerten. Eine unabhängige Untersuchung der letzten Jahre des Bürgerkrieges etwa durch die Vereinten Nationen lehnt Sri Lanka ab. So wird zum Beispiel der Armee des Landes vorgeworfen, während der Kämpfe gegen die Rebellen willkürlich viele Zivilisten erschossen zu haben.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen starten mit einem Spendenaufruf für die Millionen Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan eine der größten Hilfsaktionen in ihrer Geschichte. UN-Generalsekretär Ban hofft durch seinen Appell zusammen mit pakistanischen Vertretern in New York auf finanzielle Zusagen von mehreren hundert Millionen Dollar. Nach Schätzungen benötigen rund sechs Millionen Opfer der durch heftige Monsunregen ausgelösten Überschwemmungen eine Soforthilfe zum Überleben.

BERLIN: Die Bundespolizei bezieht die Körperscanner, die ab September am Hamburger Flughafen getestet werden sollen, von einem US-amerikanischen Hersteller von Streubomben. Ein Sprecher des Innenministeriums in Berlin bestätigte der "Frankfurter Rundschau", dass für die sechsmonatige Versuchsphase zunächst zwei Geräte von der Firma L3 Communications Security aufgebaut würden. Nach Angaben einer Hilfsorganisation gehört das Unternehmen zu den weltweit noch sieben Herstellern der international geächteten Streubomben. - Anti-Landminen-Organisationen warfen der Bundesregierung Doppelmoral vor.

BERLIN: Die Ankündigung des Internet-Konzerns Google, im Herbst seinen umstrittenen Straßenfotodienst Street View in Deutschland zu starten, stößt weiter auf Kritik. Der Eigentümerverband "Haus und Grund" kritisiert, dass die Bilder für Street View deutlich über Augenhöhe aufgenommen worden seien. Hecken und Zäune - als Sichtschutz gedacht - würden so umgangen. Der Verband empfahl betroffenen Eigentümern, Widerspruch einzulegen. Der Datenschutzbeauftragte Schaar ist besorgt, dass Fotos aus Street View mit Adressverzeichnissen oder Telefonbuchdaten verknüpft werden könnten. Daraus würde sich ein ziemlich brisanter Daten-Mix ergeben, der etwa Aufschluss geben könnte über Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit von Privatleuten, sagte Schaar den "Ruhr Nachrichten".

BAGDAD: Während eines Einsatzes gegen mutmaßliche Aufständische sind im Irak mindestens acht Soldaten getötet worden. Die Männer hätten ein Haus umstellt, aus dem Schüsse auf einen Kontrollpunkt abgefeuert worden seien, berichtete die zuständige Polizei in der Provinz Dijala. Eine Explosion habe dann das Gebäude zerstört und vier weitere Personen verletzt. Der Vorfall ereignete sich in der Ortschaft Sadijah rund 100 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad.

MOSKAU: Die Ausdehnung der Brandgebiete in Zentralrussland hat sich nach Angaben der Behörden in den vergangenen 24 Stunden nahezu halbiert. Die Nachrichtenagentur Itar-Tass bezifferte die betroffene Fläche mit zuletzt noch knapp 93.000 Hektar. Nach Angaben der russischen Waldschutzbehörde haben die Brände nun auch westrussische Gebiete erreicht, die durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verseucht worden waren. Es wird befürchtet, dass mit dem Rauch auch radioaktive Partikel aufsteigen könnten.

KAIRO: Ägyptens wichtigster islamischer Rechtsgelehrter hat den Beginn des Fastenmonats Ramadan ausgerufen. Die Mitteilung des Großmuftis Gomaa in Kairo wird auch in anderen Ländern der islamischen Welt anerkannt. Danach sollen Moslems im neunten Monat des islamischen Mondkalenders von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr verzichten. Weltweit gibt es etwa eine Milliarde Moslems. In Deutschland leben etwa vier Millionen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist wechselnd bewölkt, in der Mitte zeitweise Regen. Nur an der Nordsee längere Zeit sonnig. Höchstwerte zwischen 18 und 26 Grad.

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