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Nachrichten

Mittwoch, 11. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

ALGIER: Aus der algerischen Hauptstadt wird eine Serie von Bombenanschlägen gemeldet. Korrespondenten berichten, einer der Sprengsätze sei vor dem Amtssitz des Regierungschefs im Zentrum Algiers explodiert. Der Tatort wurde von der Polizei abgeriegelt. Mindestens zwei weitere Bomben sollen in anderen Stadtvierteln detoniert sein. Angaben über mögliche Opfer liegen noch nicht vor.

TOKIO: Erstmals seit sieben Jahren ist in Japan wieder ein chinesischer Regierungschef zu Besuch. Auf dem Programm von Ministerpräsident Wen Jiabao steht unter anderem ein Treffen mit seinem japanischen Kollegen Shinzo Abe. Der Besuch Wens in Japan soll vor allem dem Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder dienen. Differenzen bei der Bewertung japanischer Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkrieges sollen bei den Gesprächen bewusst ausgeklammert werden.

DILI: Bei der Präsidentenwahl in Ost-Timor ist es keinem der Kandidaten gelungen, bereits in der ersten Runde die erforderliche absolute Mehrheit zu erzielen. Damit kommt es zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten, dem Kandidaten der regierenden Fretilin-Partei, Francisco Lu'Olo Guterres, und dem amtierenden Regierungschef Jose Ramos-Horta. Als Termin für die Stichwahl wurde der 8. Mai angesetzt.

BEIRUT: Gut acht Monate nach den gescheiterten Kofferbomben- Anschlägen in Deutschland ist der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Haupttäter eröffnet worden. Das Verfahren vor einem Gericht in Beirut wurde allerdings bereits kurz nach der Eröffnung vertagt. Der angeklagte Libanese hat nach Angaben der Justizbehörden gestanden, zusammen mit einem Komplizen zwei mit Sprengstoff gefüllte Koffer in Regionalzügen am Kölner Hauptbahnhof deponiert zu haben. Die Kofferbomben waren nur wegen eines Konstruktionsfehlers nicht explodiert. Tatmotiv war angeblich die Veröffentlichung umstrittener Mohammed-Karikaturen in deutschen Zeitungen.

WIEN/TEHERAN: Der Iran wird nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde frühestens in vier bis sechs Jahren in der Lage sein, eine Atombombe zu bauen. Deshalb gebe es noch viel Zeit für Diplomatie, sagte Behörden-Sprecherin Melissa Fleming im Deutschlandfunk. Zugleich äußerte sie Unverständnis darüber, dass die Führung in Teheran ihr Programm zur Uran-Anreicherung nicht offen lege. Zwar habe der Iran grundsätzlich ein Recht darauf, Atomanlagen zu betreiben. Dies gelte aber nur dann, wenn alles transparent und legal ablaufe, betonte Fleming. - Der Iran hatte am Montag erklärt, er könne angereichertes Uran nun im industriellen Stil produzieren. Die Europäische Union zeigte sich besorgt.

KINSHASA: Rund drei Wochen nach den blutigen Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo hat Oppositionsführer Jean-Pierre Bemba das Land in Richtung Portugal verlassen. Zuvor war ihm eine offizielle Ausreisegenehmigung erteilt worden. Bemba hatte sich im März nach heftigen Kämpfen zwischen seiner Miliz und Regierungstruppen in die Botschaft Südafrikas geflüchtet. Der ehemalige Vizepräsident wurde des Hochverrats beschuldigt, seine Residenz völlig zerstört. Ende vergangenen Jahres hatte Bemba die Präsidentenwahl gegen Amtsinhaber Joseph Kabila verloren.

BRÜSSEL: Die Europäische Union rechnet für das laufende Jahr mit weniger Flüchtlingen aus Afrika. EU-Entwicklungskommissar Louis Michel sagte der Zeitung 'Die Welt', er sei überzeugt, dass die Zahl der Flüchtlinge unter 30.000 sinken werde. Zugleich kündigte Michel schärfere Maßnahmen gegen illegale Migration an. So plane die EU hohe Strafen für Arbeitgeber, die illegale Flüchtlinge beschäftigten.

BRÜSSEL: Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung hat sich erneut für einen Ausbau des umstrittenen US-Raketenschirms auf europäischem Boden ausgesprochen. Angriffe seien nicht für alle Zukunft auszuschließen, sagte Jung in Brüssel zur Begründung. Er ergänzte, in das Vorhaben müssten die NATO und Russland einbezogen werden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte dagegen, Europa und die USA seien nicht durch feindliche Raketen bedroht. In der 'Financial Times Deutschland' schrieb er, keiner der so genannten Schurkenstaaten könne Europa durch Raketen gefährden. Das seien 'Hirngespinste'.

BERLIN: Die Bundesregierung wird in dieser Legislaturperiode keine weiteren Steuern senken. Vorrang habe die Konsolidierung des Staatshaushaltes und für Bundeskanzlerin Angela Merkel gebe es keinen Anlass, von dieser Prioritätensetzung der großen Koalition abzurücken, bekräftigte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Er reagierte damit auf die von Wirtschaftsminister Michael Glos angestoßene Diskussion über Steuerentlastungen für Bürger. Der Vorstoß des CSU-Politikers hatte in der SPD für Unmut gesorgt, war aber auch unionsintern kontrovers diskutiert worden.

BONN: Im Konflikt um die geplante Auslagerung von rund 50.000 Mitarbeitern bei der Deutschen Telekom ist es in Berlin und Niedersachsen zu Warnstreiks gekommen. Rund 1.000 Beschäftigte sind an den Streiks beteiligt. Am Donnerstag wollen die Telekom-Führung und die Gewerkschaft Verdi ihre Verhandlungen über den Konzernumbau fortsetzen. Die Telekom will die Arbeitszeit der betroffenen Mitarbeiter ohne Lohnausgleich verlängern. Einstiegsgehälter sollen um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

KÖLN: Vier muslimische Organisationen in Deutschland haben einen gemeinsamen 'Koordinierungsrat der Muslime', kurz: KRM gegründet. Der Rat soll Ansprechpartner auch für die Bundesregierung sein. Das Bundesinnenministerium hatte vergangenes Jahr angemahnt, auf Seiten der Muslime fehle ein konkreter Ansprechpartner.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden viel Sonne. Im Norden und in der Mitte wolkig mit Auflockerungen, an der Küste auch heitere Abschnitte. Es ist wieder frühlingshaft mild mit Tageshöchstwerten zwischen 16 und 22 Grad.

Am Vormittag meldeten:

Hamburg und Berlin: 11 Grad, bewölkt;
Dresden und Köln/ Bonn: 10 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 9 Grad, wolkenlos und
München: 11 Grad, wolkenlos.

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