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Nachrichten

Mittwoch, 10. September 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: Das Bundesverfassungsgericht hat seine Verhandlung über die Pendlerpauschale begonnen. Die Karlsruher Richter prüfen, ob die in 2007 von der großen Koalition beschlossene Kürzung rechtmäßig war. Ein Urteil des höchsten deutschen Gerichts wird erst zum Jahresende erwartet. Der Bundesfinanzhof und zwei Finanzgerichte halten die Kürzung der Pauschale für verfassungswidrig und hatten sich deshalb an die Verfassungsrichter gewendet. Derzeit können Pendler ihre Fahrten zum Arbeitsplatz nur noch ab dem 21. Kilometer steuerlich geltend machen.

DÜSSELDORF: Führende Vertreter der Wirtschaft haben angesichts des alarmierenden Bildungsberichts der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung dringend Reformen im Bildungsbereich gefordert. Die Ergebnisse zeigten, dass Deutschland eine Gesamtstrategie brauche, die die Qualität der Bildung in allen Bereichen verbessere, sagte Gerhard Braun, Vize-Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem "Handelsblatt". Der Fachkräftemangel an Ingenieuren, Naturwissenschaftlern oder Informatikern sei bereits zu einer gefährlichen Innovations- und Wachstumsbremse geworden. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Ludwig Georg Braun, forderte, Bund und Länder müssten auf dem Bildungsgipfel im Oktober eine Flexibilisierung des Hochschulzugangs vereinbaren.

TIFLIS: Die georgische Regierung hat russische Soldaten beschuldigt, einen georgischen Polizisten erschossen zu haben. Die Soldaten hätten zwei Mal auf eine Polizeistation bei Karateli nahe der abtrünnigen Provinz Südossetien gefeuert und dabei den Polizisten an Kopf und Hals getroffen, teilte das Innenministerium in Tiflis mit. Die Polizei habe die Schüsse nicht erwidert. Von russischer Seite liegt bisher keine Stellungnahme vor. Am Dienstag begannen die russischen Truppen mit dem Abzug aus dem georgischen Kernland. In Südossetien und Abchasien, der zweiten abtrünnigen Provinz, sollen laut Moskau aber insgesamt 7.600 Soldaten stationiert bleiben.

PARIS: Die Europäische Union will ihre Beziehungen zur Ukraine verstärken, sieht aber in absehbarer Zeit keine Chance für den von Kiew gewünschten EU-Beitritt. Darauf verwies der französische Präsident und EU-Ratsvorsitzende Nicolas Sarkozy nach dem Gipfeltreffen mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko. Unverzüglich wollen beide Seiten Verhandlungen über die Abschaffung des Visa-Zwangs für Ukrainer beginnen. Im nächsten Jahr soll zwischen der EU und der Ukraine ein Assoziierungsabkommen über engere Zusammenarbeit unterzeichnet werden. In einer gemeinsamen Erklärung unterstreicht die EU, dass die Ukraine ein europäisches Land sei. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso wies Spekulationen zurück, die Annäherung sei eine Provokation für Russland.

WIEN: Wegen der stark gesunkenen Rohölpreise reduziert die Organisation erdölexportierender Länder OPEC ihre Förderquote auf das Niveau von September 2007. Die Ölproduktion wird um 520.000 Barrel pro Tag zurückgefahren, wie OPEC-Präsident Chakib Khelil nach der Sitzung in der Nacht zum Mittwoch in Wien mitteilte. Die Gesamtförderquote ohne Angola, Irak und Indonesien, das seine Mitgliedschaft in dem Kartell aussetzte, wurde auf 28,8 Millionen Barrel täglich festgesetzt. - Am Dienstag war der Preis für Rohöl erstmals seit fünf Monaten unter die Marke von 100 Dollar pro Barrel gefallen.

SEOUL: Nordkorea hat Spekulationen über eine Erkrankung seines Staatschefs Kim Jong Il zurückgewiesen. Die Nummer zwei des kommunistisch regierten Landes, Kim Yong Nam, sagte der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo, Kim Jong Il habe kein Gesundheitsproblem. Ein in Japan tätiger nordkoreanischer Botschafter hatte angesichts der Spekulationen sogar von einer Verschwörung westlicher Medien gesprochen. Nach den Worten eines südkoreanischen Regierungsvertreters hat Kim einen leichten Schlaganfall erlitten, das Leben des 66-Jährigen sei aber nicht in Gefahr. Kim hatte am Dienstag nicht an einer Militärparade zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Nordkoreas teilgenommen und damit das Rätselraten über seinen Gesundheitszustand verstärkt. Nach Geheimdienstinformationen aus Seoul leidet er unter Diabetes und einer chronischen Herzerkrankung.

GENF: Das Europäische Zentrum für Teilchenphysik hat in der Nähe von Genf die größte Forschungsmaschine der Welt in Betrieb genommen. In dem Teilchenbeschleuniger LHC mit einem unterirdischen, knapp 27 Kilometer langen Ringtunnel sollen Protonen und andere Atomkerne auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, um sie dann miteinander kollidieren zu lassen. Ziel ist es, Elementarteilchen zu erzeugen und so die Bedingungen des Urknalls nachzustellen. Damit wollen die rund 5.000 beteiligten Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker Aufschluss über die Entstehung des Universums gewinnen.

ZUM SPORT: Der siebenfache Tour-de-France-Gewinner Lance Armstrong kehrt im nächsten Jahr in den Profi-Radsport zurück. Ziel sei ein achter Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt, teilte der Amerikaner auf seiner Internet-Hompage mit. Armstrong, der im September 37 Jahre alt wird, hatte sich 2005 aus dem aktiven Radsport verabschiedet.

HAVANNA: Hurrikan 'Ike' ist über Kuba hinweggefegt und hat den Golf von Mexiko erreicht. Meteorologen rechnen damit, dass der Wirbelsturm, der derzeit Windgeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern hat, über dem Wasser wieder an Kraft gewinnen wird. Die Bevölkerung in Nordmexiko und dem US-Staat Texas wappnet sich gegen 'Ike'. Er wird voraussichtlich am Wochenende wieder auf Land treffen. In Kuba kamen mindestens vier Menschen infolge des Hurrikans ums Leben. Der Hauptstadt Havanna brachte 'Ike' heftigen Regen, das Auge des Sturms zog aber südlich an der Zwei-Millionen-Metropole vorbei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechsel von Sonne und Wolken, vereinzelt Schauer. Tagestemperaturen zwischen 18 und 27 Grad.

Am Morgen meldeten:

Hamburg, Köln/Bonn und
Frankfurt am Main: 17 Grad, stark bewölkt;
Berlin: 16 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 15 Grad, leicht bewölkt und
München: 20 Grad, fast wolkenlos.

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