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Nachrichten

Mittwoch, 10. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die sogenannten fünf Wirtschaftsweisen haben ihr Herbstgutachten an Bundeskanzlerin Merkel übergeben. Die Professoren rechnen für 2010 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 3,7 Prozent und für 2011 von 2,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte demnach in diesem Jahr bei durchschnittlich 3,2 Millionen liegen und im kommenden Jahr auch im Schnitt unter die Marke von drei Millionen fallen. Bundeswirtschaftsminister Brüderle bekräftigte angesichts der positiven Prognosen die Forderung nach Steuerentlastungen.

SEOUL: Kurz vor dem Gipfel der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) verschärft sich der Streit um weltweite Handels-Ungleichgewichte. Auf einem Vorbereitungstreffen in der südkoreanischen Hauptstadt beharrten die Regierungen auf ihren Positionen. Teilnehmer beschrieben die Gespräche als "hitzig". Vor allem China und den USA wird vorgehalten, ihre Landeswährungen künstlich niedrig zu halten, um sich Handelsvorteile zu verschaffen. Mehrere Staaten, darunter auch Deutschland, stehen zudem wegen ihres Export-Überschusses in der Kritik. Bundeskanzlerin Merkel sagte dazu, die Export-Erfolge zeigten, wie wettbewerbsfähig deutsche Produkte auf dem Weltmarkt seien. Der G20-Gipfel findet am Donnerstag und Freitag in Seoul statt.

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt haben Rebellen in den Morgenstunden eine Serie von Mörsergranaten auf ein von Christen bewohntes Viertel abgefeuert. Dabei wurden nach offiziellen Angaben mindestens drei Menschen getötet und mehr als 25 verletzt. Erst vor zehn Tagen waren beim Überfall schwer bewaffneter Extremisten auf eine katholische Kirche in Bagdad mehr als 50 Menschen getötet worden.

JAKARTA: US-Präsident Obama hat in Indonesien den Wandel des Landes hin zur Demokratie sowie die Toleranz gegenüber anderen Religionen und Volksgruppen als weltweit beispielhaft gelobt. In einer Grundsatzrede an der Universität von Jakarta räumte Obama ein, dass trotz verstärkter Anstrengungen das Verhältnis der USA zur muslimischen Welt weiter angespannt sei. Beide Seiten müssten Verdächtigungen und Misstrauen hinter sich lassen. Der Präsident versprach, die USA würden nicht nachlassen in dem Bemühen um eine Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israel und den Palästinensern. Inzwischen hat Obama seinen Kurzaufenthalt in Indonesien beendet und ist auf dem Weg nach Südkorea zum G20-Gipfel.

RANGUN: Die Militärjunta in Birma bereitet nach dem Sieg ihrer Partei bei der umstrittenen Parlamentswahl die Freilassung von Oppositionsführerin Suu Kyi vor. Es werde ein entsprechender Sicherheitsplan erarbeitet, teilte ein Behördenvertreter mit. Suu Kyis Partei hatte die freie Wahl im Jahr 1990 gewonnen. Die herrschenden Militärs ignorierten das Wahlergebnis und verurteilten die Friedensnobelpreisträgerin zu insgesamt 15 Jahren Haft oder Hausarrest. Der aktuelle Hausarrest endet am Samstag. Bei der international als Farce kritisierten Wahl vom Sonntag hat die Partei der Militärs nach inoffiziellen Angaben 80 Prozent der Stimmen gewonnen.

SYDNEY: Wegen Problemen mit den Triebwerken lässt die Fluggesellschaft Singapore Airlines drei Superjumbos vom Typ A380 vorerst am Boden. Zur Begründung wurde in Sydney mitgeteilt, an den Maschinen seien in drei Triebwerken des Herstellers Rolls Royce Öl-Verschmutzungen gefunden worden. Erst in der vergangenen Woche war ein Triebwerk des gleichen Typs kurz nach dem Start eines Airbus A380 der Fluggesellschaft Qantas explodiert; das Flugzeug musste daraufhin notlanden. Später teilte Qantas mit, in drei weiteren Triebwerken seien Öllecks gefunden worden, was Zweifel an der Sicherheit aufkommen ließ.

PEKING: In China ist ein regierungskritischer Aktivist zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, der Entschädigungen für die Opfer des Milchskandals von 2008 gefordert hatte. Ein Anwalt teilte in Peking mit, Zhao Lianhai sei der Störung der öffentlichen Ordnung schuldig gesprochen worden. In einem der bislang größten Lebensmittelskandale in China waren vor zwei Jahren mindestens sechs Kinder an verseuchtem Milchpulver gestorben. Rund 300.000 Kinder erkrankten.

Das Wetter in Deutschland: Stark bewölkt und zeitweise Regen. Richtung Nordsee sowie Richtung Ost und Südost auch Auflockerungen. Tagestemperaturen fünf bis 12 Grad Celsius. Am Vormittag meldeten: Hamburg: fünf Grad, leichter Regen; Berlin und Dresden: null Grad, Nebel; Köln/Bonn und Frankfurt am Main: acht Grad, Regen und München: zwei Grad, wolkig.

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