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Nachrichten

Mittwoch, 10. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW YORK: Nach US-Vizepräsident Biden hat auch UN-Generalsekretär Ban die israelischen Baupläne in Ost-Jerusalem verurteilt. Die Errichtung von 1600 weiteren Wohnungen im Stadtviertel Ramat Schlomo verstoße gegen internationales Recht und untergrabe den Nahost-Friedensprozess, erklärte ein Sprecher Bans. Ähnlich hatte sich Biden während seines Israel-Besuches geäußert. Der Ostteil Jerusalems soll nach dem Willen der Palästinenser die Hauptstadt ihres künftigen eigenen Staates werden. Auch das israelische Verteidigungsministerium bezeichnete die Baupläne inzwischen als schädlich für ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Palästinensern.

WASHINGTON: US-Präsident Obama begrüßt nach den Worten des griechischen Regierungschefs Papandreou die Initiative der Europäer im Kampf gegen Spekulanten. Nach einem Gespräch der beiden Politiker im Weißen Haus sagte Papandreou, das Thema werde beim G-20-Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer im Juni in Kanada erörtert.

BRASILIA: Bundesaußenminister Westerwelle ist in Brasilien eingetroffen, der letzten Station seiner knapp einwöchigen Südamerika-Reise. Bei seinen politischen Gesprächen stehen Wirtschaftsthemen im Vordergrund. Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. 1200 deutsche Unternehmen sind dort aktiv. Westerwelle kam aus Uruguay. Dort hatte er mit Außenminister Almagro ein Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet. Uruguay steht derzeit noch auf einer sogenannten Grauen Liste von Steueroasen, die internationale Standards zum Austausch von Finanzdaten nicht einhalten.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat ein neues Steuerabkommen zwischen Deutschland und Liechtenstein beschlossen. Dies bestätigten Regierungskreise in Berlin. Der Vertrag sieht die erweiterte Amtshilfe bei allen Steuerdelikten sowie einen engeren Informationsaustausch vor. Der Text war bereits im September von beiden Seiten unterzeichnet worden. Damit das Abkommen in Kraft treten kann, müssen noch die Parlamente zustimmen.

BERLIN: Bundesgesundheitsminister Rösler erhöht den Druck auf die Pharmaunternehmen, um niedrigere Medikamentenpreise durchzusetzen. Dazu werde er die Pharmafirmen zwingen, Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen zu beginnen, sagte Rösler der "Bild"-Zeitung. In einem ersten Schritt plane er, Zwangsrabatte und Preismoratorien einzuführen. Die Einsparchancen lägen bei zwei Milliarden Euro. Rösler kündigte zudem an, dass Hersteller künftig den Zusatznutzen neuer Präparate für Patienten wissenschaftlich belegen müssten.

JAKARTA: Einer der meistgesuchten Terroristen Asiens ist bei einem Polizeieinsatz in der indonesischen Hauptstadt Jakarta erschossen worden. Dies teilte Präsident Yudhoyono mit. Bei dem Terroristen handele es sich um den 39-jährigen Indonesier Dulmatin. Er soll eine der Bomben bei den Anschlägen 2002 auf Bali gezündet haben. Dabei wurden 202 Menschen getötet. Dulmatin war ein führendes Mitglied der Organisation Jemaah Islamiyah, auf deren Konto zahlreiche Anschläge in Südostasien gehen.

RANGUN: Die birmanische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi darf an den für dieses Jahr geplanten Parlamentswahlen nicht teilnehmen. Die Militärjunta des südostasiatischen Landes erließ ein neues Wahlgesetz, nach dem gerichtlich verurteilte Bürger bei der Abstimmung nicht antreten dürfen. Suu Kyi lebt seit 2003 unter Hausarrest, die Strafe war im vergangenen Jahr um 18 Monate verlängert worden. Auch fast 2200 weitere politische Gefangene in Birma sind von der Wahl ausgeschlossen.

ABUJA: Nach dem Massaker an Christen im nigerianischen Bundesstaat Plateau herrscht unter der Bevölkerung ein Klima der Angst. In der Unruheregion um die Stadt Jos suchten die Bewohner eines Vorortes in Polizeikasernen Schutz, als in den Straßen Gewehrfeuer zu hören war. In Jos selbst flüchteten etliche Frauen und Kinder in Hotels. Die Vereinten Nationen forderten den amtierenden Präsidenten Jonathan auf, für Sicherheit zu sorgen. Am Sonntag hatten muslimische Nomaden mehr als 500 christliche Dorfbewohner mit Macheten oder Äxten getötet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und im Süden häufig kompakte Wolkenfelder, sonst wechselnd bewölkt oder sonnig. Höchstwerte minus zwei bis plus sieben Grad Celsius.

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