1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 10. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundesaußenminister Westerwelle hat im Bundestag für die Aufstockung der deutschen Truppen in Afghanistan geworben. Ein einfaches "weiter so" reiche nicht aus, um am Hindukusch voranzukommen, sagte Westerwelle in einer Regierungserklärung. Der Schwerpunkt des Bundeswehr-Einsatzes werde künftig noch stärker auf der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte liegen. Die Obergrenze für das deutsche Kontingent soll von 4.500 auf 5.350 Soldaten erhöht werden. Auf ein konkretes Rückzugsdatum wollte sich Westerwelle nicht festlegen. Der deutsche Außenminister nahm zudem eine rechtliche Neubewertung des Afghanistan-Einsatzes vor. Es handele sich um einen "bewaffneten Konflikt im Sinne des humanitären Völkerrechts". Die Dinge beim Namen zu nennen, sei man all denen schuldig, die sich vor Ort Gefahren aussetzten, erklärte Westerwelle.

WASHINGTON: Nach dem Start der Uran-Anreicherung im Iran drohen die USA dem Land mit einer scharfen Reaktion. Präsident Obama kündigte vor Journalisten in Washington Sanktionen gegen Teheran in einem "bedeutenden Umfang" an. Einzelheiten nannte er allerdings nicht. Obama äußerte sich zugleich lobend über Russland, das zuletzt nicht mehr ausgeschlossen hatte, Strafmaßnahmen gegen den Iran im Weltsicherheitsrat mitzutragen. Die Führung in Moskau warnte ihrerseits jedoch vor einer militärischen Eskalation des Konflikts.

TEHERAN: Im Iran ist erneut ein Teilnehmer der gegen die Regierung gerichteten Proteste vom 27. Dezember zum Tode verurteilt worden. Dies meldete die Agentur Isna. Damit verhängte die iranische Justiz in den vergangenen Wochen schon zwölf Todesurteile wegen Beteiligung an den regierungskritischen Kundgebungen; zwei Verurteilte wurden bereits gehängt. Wie weiter bekannt wurde, erhielten in dem jüngsten Gerichtsverfahren zudem neun Oppositionelle Haftstrafen. Das genaue Strafmaß ist unbekannt.

KABUL: Bei einem Lawinenunglück im Norden Afghanistans sind mindestens 160 Menschen ums Leben gekommen. 2.600 Menschen konnten aus den Schneemassen befreit werden, wie das afghanische Innenministerium mitteilte. Die Lawinen hatten bereits am Montag zahlreiche Autos auf dem Salang-Pass verschüttet. Rettungskräfte waren Tag und Nacht im Einsatz, um Verschüttete zu bergen. Militärhubschrauber warfen Nahrungsmittelpakete ab. Auslöser der Lawinen waren die heftigsten Schneefälle in der Region seit 50 Jahren. Die Straße über den Salang-Pass verbindet die Hauptstadt Kabul mit dem Norden des Landes.

ATHEN: Aus Protest gegen angekündigte Sparmaßnahmen zur Bewältigung der Haushaltskrise in Griechenland haben tausende Staatsbedienstete die Arbeit niedergelegt. Gestreikt wird unter anderem in Behörden, Universitäten und Schulen. In Krankenhäusern wird lediglich ein Notdienst aufrechterhalten. Da sich auch die Fluglotsen dem Streik anschlossen, ist zudem der Flugverkehr von und nach Griechenland lahmgelegt. Griechenlands Haushaltsdefizit beläuft sich derzeit auf fast 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Erlaubt sind in der EU maximal drei Prozent.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel will die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu den Hartz-IV-Sätzen zügig umsetzen. Ein Sprecher sagte, die Sozialleistungen würden möglichst rasch neu berechnet. Er ließ aber offen, ob die Regelsätze erhöht werden. Nach dem Urteil der Richter ist die bisherige Berechnungsmethode der Hartz-IV-Regelsätze verfassungswidrig. Sie müssen bis zum Jahresende neu gefasst und die für Kinder grundsätzlich neu berechnet werden.

STUTTGART: In Baden-Württemberg ist der bisherige Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Mappus, zum neuen Ministerpräsidenten gewählt worden. Der Landtag in Stuttgart bestimmte den 43-jährigen Mappus zum Nachfolger des bisherigen baden-württembergischen Regierungschefs Oettinger. Dieser war auf Vorschlag von Bundeskanzlerin Merkel als neuer EU-Kommissar nach Brüssel gegangen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wieder viele Wolken, örtlich Schnee. Höchstwerte zwischen minus sieben und null Grad. Am Morgen meldeten bei meist leichtem Schneefall: Berlin: minus 7 Grad, Dresden: minus 6 und Hamburg, Köln/Bonn, Frankfurt am Main und München: je minus 5 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema