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Nachrichten

Mittwoch, 1. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesregierung hat ihr umstrittenes Sparpaket auf den Weg gebracht. Das schwarz-gelbe Kabinett billigte den Entwurf für das sogenannte Haushaltbegleitgesetz, das vor allem Einschnitte bei den Sozialleistungen vorsieht. So wird unter anderem das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger gestrichen. Beschlossen wurde weiter eine Flugticketsteuer von 2011 an. Zudem werden Ausnahmen bei der Stromsteuer und im Energiesteuergesetz für das produzierende Gewerbe verringert. Über die ebenfalls geplante Abgabe der Atomindustrie will das Kabinett dagegen erst Ende September entscheiden. Mit den verschiedenen Maßnahmen soll der Bundeshaushalt bis 2014 um insgesamt 82 Milliarden Euro entlastet werden. - Die Regierung verabschiedete auch Eckpunkte für die geplante Reform der Sicherungsverwahrung. So soll die juristisch strittige nachträgliche Sicherungsverwahrung für erwachsene Straftäter abgeschafft werden. Derzeit kann sie noch weit nach einem Strafurteil angeordnet werden.

FRANKFURT AM MAIN: Der umstrittene Bundesbank-Vorstand Sarrazin muss an diesem Mittwoch seinem Arbeitgeber Rede und Antwort stehen. Anschließend will die Führungsspitze der Notenbank mit ihrem Ethik-Beauftragten über die berufliche Zukunft Sarrazins beraten. Der 65-jährige ehemalige Berliner Finanzsenator hat mit kritischen Äußerungen über muslimische Einwanderer und Juden einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Der Bundesbank-Vorstand selbst kann Sarrazin allerdings nicht entlassen, sondern muss Bundespräsident Wulff bitten, dies zu tun. - Sarrazin droht auch ein Ausschluss aus der SPD. Nach Berichten der "Berliner Zeitung" gibt es für ihn an der Basis der Partei jedoch viel Unterstützung. Beim SPD-Parteivorstand seien bislang 2.000 Mails eingegangen, rund 90 Prozent der Absender hätten sich zustimmend zu Sarrazins Thesen geäußert.

WASHINGTON: Die ersten direkten Nahost-Friedensgespräche seit fast zwei Jahren sollen trotz des tödlichen Anschlags auf jüdische Siedler wie geplant am Donnerstag beginnen. Zu vorbereitenden Einzelgesprächen empfing US-Außenministerin Clinton in Washington den Palästinenserpräsidenten Abbas und Israels Regierungschef Netanjahu. Alle Seiten verurteilten den Anschlag aufs Schärfste, bei dem am Dienstag nahe Hebron vier Israelis getötet worden waren. Zu der Tat bekannten sich die Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas. Der Rat der jüdischen Siedler im Westjordanland kündigte an, aus Protest den von der Regierung verhängten Baustopp zu durchbrechen und die Bauarbeiten sofort wieder aufzunehmen.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat in einer Rede an die Nation offiziell das Ende des Kampfeinsatzes im Irak verkündet und die Ankurbelung der eigenen Wirtschaft zur zentralen Aufgabe des amerikanischen Volkes erklärt. Die Iraker hätten jetzt selbst die Verantwortung für die Sicherheit ihres Landes, sagte Obama im Weißen Haus. Die USA würden dem Irak aber im Kampf gegen den Terrorismus und für staatliche Stabilität weiter beistehen. Amerika habe in dem Krieg einen hohen Preis bezahlt, resümierte der Präsident: Nicht nur mehr als 4.400 gefallene und 32.000 verwundete Soldaten, sondern auch riesige finanzielle und wirtschaftliche Belastungen. Die enormen Kriegskosten hätten dazu geführt, dass die Investitionen im eigenen Land vernachlässigt und Schulden in Rekordhöhe angehäuft worden seien.

WASHINGTON: An der Ostküste der USA bereiten sich die Menschen auf das Herannahen des Hurrikans "Earl" vor. Im Bundesstaat North Carolina ordneten die Behörden bereits die Evakuierung einer vorgelagerten Urlaubsinsel an. Der im Atlantik tobende "Earl", ein schwerer Wirbelsturm der Stärke 4 auf der fünfstufigen Skala der US-Meteorologen, wird voraussichtlich am Donnerstag oder Freitag auf die Küste North Carolinas treffen.

VENEDIG: Mit dem Psychothriller "Black Swan" des US-Regisseurs Darren Aronofsky beginnen an diesem Mittwoch die 67. internationalen Filmfestspiele von Venedig. 24 Filme aus zwölf Ländern konkurrieren in der italienischen Lagunenstadt bis zum 11. September um den Goldenen Löwen. Darunter ist auch "Drei", der jüngste Streifen des deutschen Regisseurs Tom Tykwer.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter bis wolkig, nur örtlich stärker bewölkt mit vereinzelten Schauern. Tageshöchsttemperaturen 13 bis 20 Grad.

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